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23. November 2012

FSV Frankfurt: „Wir spielen keinen Glücksfußball“

„Wir kriegen die Punkte nicht geschenkt.“ Manuel Konrad. Foto: imago sportfotodienst

Manuel Konrad über seine Lehrjahre, den Traum von der ersten Liga und weshalb er den FSV Frankfurt durchaus auf Augenhöhe mit Kaiserslautern sieht.

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Manuel Konrad über seine Lehrjahre, den Traum von der ersten Liga und weshalb er den FSV Frankfurt durchaus auf Augenhöhe mit Kaiserslautern sieht.

Manuel Konrad, 24, ist beim Fußball-Zweitligisten FSV Frankfurt sowas wie der Überflieger der Saison. Als einziger Feldspieler stand der defensive Mittelfeldspieler in allen 16 Pflichtspielen auf dem Platz, spielte immer durch. Das war zu Beginn seiner Zeit in Bornheim nicht immer so: Der seit 2010 unter Vertrag stehende Mittelschwabe kam in seinen ersten beiden Jahren kaum über eine Jokerrolle hinaus und musste häufig als Linksverteidiger aushelfen. Im Konzept von Trainer Benno Möhlmann spielt der 2005 vom DFB mit der Fritz-Walter-Medaille in Silber ausgezeichnete ehemalige Jugendnationalspieler (U17 bis U20) seit dem Sommer nun aber eine zentrale Rolle. Auch am Samstag gegen den 1. FC Kaiserslautern.

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Herr Konrad, Sie laufen Gefahr, am Samstag gegen Kaiserslautern Ihre fünfte Gelbe Karte zu kassieren. Für einen Defensiven keine gute Voraussetzung, oder?
Das spielt für mich keine Rolle, die vierte Gelbe Karte habe ich mir schon im September in Aalen abgeholt.

Aber gegen Kaiserslautern dürfe es handfest zur Sache gehen.
Das wird sicherlich der Fall sein, aber mit solchen Gedanken gehe ich nicht ins Spiel...

...sondern?
Dass wir auf eine Topmannschaft treffen und wir eine Topleistung abrufen müssen.

Ein ungleicher Kampf? Oder erwarten Sie ein Spiel auf Augenhöhe?
Ich denke, das wird ein Spiel auf Augenhöhe. Wir haben nichts zu verlieren. Wir haben in den letzten beiden Spielen gezeigt, dass wir gut Fußball spielen können, aber leider null Punkte geholt. Das müssen wir ändern. Ob der Gegner Kaiserslautern heißt oder Regensburg, spielt keine Rolle. Wir müssen unser Spiel durchbringen, nur darum geht es am Samstag.

Das ist dem FSV in dieser Spielzeit schon häufig gelungen. Nicht ohne Grund ist der FSV mit 21 Punkten Tabellensiebter. Sind Sie selbst überrascht?
Wenn man in eine neue Saison startet, weiß man nie wirklich, wo man steht. Natürlich hofft man darauf, einen guten Start hinzulegen. Unser Ziel war es, schnellstmöglich Punkte einzusammeln, Ruhe zu haben. Wir wollten nichts mit dem Abstiegskampf zu tun haben. Die Saison ging los, wir holten die Punkte und haben gemerkt, wir können gut Fußball spielen. Das wurde dann von Spiel zu Spiel immer besser. Das gab uns Selbstvertrauen, und wir haben uns gefragt, warum sollten nicht wir da oben stehen? Das war richtig und berechtigt, denn wir spielen keinen Glücksfußball. Wir kriegen die Punkte nicht geschenkt. Wir tun was dafür.

Es gibt keine Stars in der Mannschaft. Jeder arbeitet für den anderen.
Genau das ist das große Plus bei uns, unsere mannschaftliche Geschlossenheit. Bei uns läuft und kämpf jeder für den anderen. Das zeichnet uns aus.

Sind Sie in der zweiten Liga persönlich am Ziel Ihrer Träume? Oder darf es noch ein bisschen mehr sein?
Natürlich hat jeder Spieler Ziele. Es ist ein Traum, erste Liga zu spielen. Ich bin jetzt 24. Ich weiß, wie es im Fußball laufen kann. Es geht schnell nach oben, aber auch schnell nach unten. Das habe ich mit 19 zu spüren bekommen. Damals war ich beim SC Freiburg und im Kopf noch nicht zu 100 Prozent Profi. Das geht in diesem Geschäft aber gar nicht.
Was heißt das konkret?
Ich dachte, durch meine Einsätze in den U-Nationalmannschaften und der Ehrung durch den DFB, würde alles von alleine gehen. Ich sagte mir, ich habe Talent, ich kann Fußball spielen, das wird schon. Die Wahrheit aber ist, man muss Tag für Tag hart dafür arbeiten. Das habe ich mittlerweile begriffen.

Sie sind 2010 als Sechser zum FSV gewechselt, dann aber auf der Bank gelandet. Sie durften allenfalls mal als Linksverteidiger aushelfen. Das war sicher nicht leicht für Sie und sehr unbefriedigend, oder?
Das war keine einfache Zeit für mich, aber sie hat mich geprägt. Ich bin als Sechser gekommen, spielte eine gute Vorbereitung und wurde dann krank. Als ich wieder zur Mannschaft stieß, stand die aber schon. Für mich war es schwierig, Geduld zu bewahren. Dann sollte ich im DFB-Pokal gegen Schalke 04 links verteidigen. Das lief gut und ich war plötzlich Linksverteidiger.

Ein klarer Fall von dumm gelaufen.
Eigentlich ist es ja ein Vorteil, auf mehreren Positionen spielen zu können. Ich wollte in die Mannschaft und habe das angenommen. Jetzt kann ich der Mannschaft aber auf der Sechs mehr helfen.

Allerdings mussten Sie zuletzt wieder woanders aushelfen. Weil Kapitän Björn Schlicke rotgesperrt fehlte, gaben Sie den Manndecker. Froh, dass das jetzt vorbei ist?
Natürlich bin ich froh darüber. Aber nicht etwa, weil ich wieder im Mittelfeld spielen kann, sondern weil Björn wieder zurück ist. Er ist unser Kapitän und hat uns gefehlt. Von der Position her war das kein Problem für mich. Ich spiele genauso gerne auf der Sechs wie hinten. Das ist keine große Umstellung für mich.

Das Gespräch führte Jörg Hanau.

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