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FSV
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12. März 2016

FSV Frankfurt: Auf Abschiedstour

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Erst am Saisonende wollen sie getrennte Wege gehen: FSV-Geschäftsführer Clemens Krüger (rechts) und Tomas Oral.  Foto: Pressehaus

In den letzten neun Spielen als FSV-Trainer muss Tomas Oral das in ihn gesetzte Vertrauen bestätigen und den Bornheimern den Weg zum Klassenerhalt ebnen.

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Am Sonntag beginnt die ganz persönliche Abschiedstour des Tomas Oral. Der Trainer des Zweitligisten FSV Frankfurt wechselt im Sommer bekanntlich zum Ligakonkurrenten Karlsruher SC. Neun Spiele sind es für den 42 Jahre alten Fußballlehrer nun bestenfalls noch, in denen er den Bornheimern den Weg zum Klassenerhalt ebnen soll. Neun Spiele, in denen Oral beweisen muss, dass Clemens Krüger Recht hat, wenn er sagt: „Tomas Oral ist für uns der absolut richtige Mann.“ Er stehe noch bis 30. Juni unter Vertrag. „Bis dahin“, sagte der Geschäftsführer des FSV, „wird er Vollgas geben“.

Im ersten Kick nach Bekanntwerden seines Abgangs zum KSC kommt am 13. März (13.30 Uhr) ausgerechnet ein Hochkaräter an den Bornheimer Hang: der SC Freiburg, Tabellenzweiter. Eine Mannschaft mit Erstligaqualität, wie Oral gestern auf der Pressekonferenz bemerkte. Allerdings geriet das Spiel gegen die Südbadener am Freitagmittag zur Nebensache. Im Mittelpunkt des 21-minütigen Frage-Antwort-Spielchens im Presseraum des Stadions standen – natürlich – Oral und sein angekündigter Wechsel.

„Es ist vollkommen legitim, dass ein leitender Mitarbeiter seine Zukunft woanders sieht“, sagte Krüger und versuchte den Aufgeregtheiten rund um den Abgang entgegenzuwirken. „Es ist völlig unbenommen, ob es gut war, ob es geschickt war, wer wann, was veröffentlicht hat“, sagte Krüger rückblickend. Die Absprachen waren unzweifelhaft andere. Verein und Trainer wollten die Trennung eigentlich gemeinsam kommunizieren. Das funktionierte nicht – auch deshalb, weil der Boulevard nach der 0:4-Pleite in Berlin durch eine gezielte Indiskretion des Trainers vom Abgang vorab informiert worden war.


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„Es gab keine unterschiedlichen sportlichen Zielsetzungen oder Dissonanzen“, bestätigte Krüger. „Nur unterschiedliche Vertragsvorstellungen.“ Nach FR-Informationen wäre Oral zum bislang bestbezahlten FSV-Trainer aufgestiegen. Ihm lag ein unterschriftsreifer Zweijahresvertrag vor. Ein Jahr kürzer als beim KSC.

Eine sofortige Freistellung des Trainers, wie sie der eine oder andere aus dem Umfeld des Vereins bereits gefordert hat, lehnte Krüger erneut ab. Erstens, weil er von Orals Arbeit überzeugt sei. Zweitens, weil Oral für seine Leistung beim FSV Respekt verdiene. Drittens, weil es auch gar nicht so einfach sei, eine Kurzzeitlösung zu finden. „Natürlich wird es leichter sein, in aller Ruhe einen Mann für die Saison 16/17 zu suchen, als jetzt hektisch einen Feuerwehrmann zu installieren“, sagte Krüger und redete sich ein wenig in Rage: „Es gibt in der zweiten Liga keine 100.000 Huub Stevens, die auf dem Baum wachsen, um diesen FSV Frankfurt mit fast keinem Geld kurz mal zu übernehmen.“

Mit drei Spielern verlängern

Neben der Trainersuche muss sich Krüger auch mit der Kaderplanung für das neue Jahr befassen. Einen Sportdirektor gibt es seit der Beurlaubung von Uwe Stöver vor zehn Monaten nicht mehr. Oral und Krüger teilten sich seither den Job. Eine Doppelbelastung, die Krüger nach eigenem Bekunden wenig Probleme bereitet: „Wir sind schon jetzt wesentlich weiter als vor einem Jahr.“

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Die Fakten: für die kommenden Runde stehen „16, 17 Spieler unter Vertrag“ (Krüger). Darüber hinaus sollen weitere Spieler aus dem aktuellen Kader gehalten werden. In den kommenden zwei Wochen wolle der FSV mit drei Spielern verlängern. „Wir haben auch ganz klare Vorstellungen, welche Leihspieler wir gerne halten und mit welchen neuen Spielern wir sprechen wollen“, sagte Krüger und berichtete, schon einige Angebote am Markt platziert zu haben.

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