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18. Februar 2013

FSV Frankfurt: Das Glück und Klandt lassen Träume reifen

 Von Sebastian Rieth
Er war einer der Garanten für den Erfolg des FSV Frankfurt gegen Energie Cottbus: Torwart Patric Klandt.  Foto: Jan Hübner

Der FSV Frankfurt gewinnt in der zweiten Liga gegen Cottbus und nähert sich als neuer Tabellenvierter ganz allmählich der Aufstiegsregion.

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Der FSV Frankfurt gewinnt in der zweiten Liga gegen Cottbus und nähert sich als neuer Tabellenvierter ganz allmählich der Aufstiegsregion.

Benno Möhlmann blieb nur noch die Flucht zur Ironie. Anders konnte der Trainer des FSV Frankfurt den bohrenden Fragen nicht mehr ausweichen, er war es nach dem 1:0 (1:0) gegen Energie Cottbus leid, weiter auf Understatement zu machen. Denn mit dem Sieg hat seine Mannschaft, die mittlerweile bis auf den vierten Tabellenplatz in der zweiten Liga vorgeschossen ist, längst die Träumereien nach neuen Zielen, nach mehr als nur dem fast schon sicheren Klassenerhalt geweckt.

Um sein Grinsen zu verbergen, schaute Möhlmann zu Boden. „Ich habe auch einen Traum“, sagte er. „Ich möchte mal eine komplette Saison unbesiegt mit 102 Punkten durchziehen.“ So wie damals, als der kleine Benno noch in der D-Jugend für Blau-Weiß Lohne kickte. „Wir haben einfach alles gewonnen“, erinnert er sich.

So weit ist der FSV zwar noch nicht, aber die Entwicklung hat eine eindeutige Richtung: sie zeigt nach oben. Bis zum 1. FC Kaiserslautern, der den Bundesliga-Relegationsplatz einnimmt, sind es nur noch sechs Punkte. In Bornheim muss man sich mit allen Szenarien befassen.

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Sollte die Mannschaft weiter einen derart erfolgreichen Fußball spielen und nicht einbrechen, wofür Möhlmann „keine Anzeichen“ sieht, wird Clemens Krüger am 1. April die Lizenzunterlagen auch für die Bundesliga einreichen. Während überall von einer „schönen Momentaufnahme“ gesprochen wird, gibt der Finanzchef gerne zu, ein wenig zu träumen. Warum denn auch nicht? Wer nach 22 Spieltagen schon 33 Punkte gesammelt hat und einen Aufstiegsaspiranten wie Energie Cottbus aus dem Weg räumt, darf sich getrost zur Spitzengruppe der zweiten Liga zählen.

Und doch hat die Bornheimer Bescheidenheit auch ihre Berechtigung. Denn in der ersten Halbzeit lief zunächst nicht viel zusammen. Im Mittelfeld fehlte die Entschlossenheit, die Nähe zum Gegenspieler, ein ums andere Mal zerlegten die Lausitzer mit einem einfachen Pass die komplette Verteidigung der Gastgeber.

Zu diesem Zeitpunkt musste man sich arge Sorgen um den FSV machen. Sportchef Uwe Stöver blieb dennoch gelassen: „Wir haben wieder einmal gesehen, dass zum Fußball zwei Dinge gehören: Glück und Können.“ Glück hatten die Hessen gleich zweimal: Erst schrammte Boubacar Sanogos Kopfball nur haarscharf am Pfosten vorbei (29.), dann brachte Uwe Möhrle das Kunststück fertig, aus drei Metern das leere Tor nicht zu treffen (45.).

„Das Können“, fügte Stöver an, „war bei uns Patric Klandt.“ Bereits nach drei Minuten bewahrte der Torhüter seine Mannschaft vor einem Rückstand, als er gegen den freien Sanogo parierte, ähnlich spektakulär vereitelte er wenig später auch die Chance von Julian Börner (32.). Verteidiger Alexander Huber wusste: „Ohne diesen überragenden Torwart hätten wir nicht gewonnen.“

Zwei halbe Chancen genügen

Im Grunde reichten dem FSV „zwei halbe Chancen“ (Möhlmann), um der Partie eine andere Wendung zu geben. Nachdem sich Marcel Gaus mustergültig durchgesetzt und von der Grundlinie den Ball hereingegeben hatte, traf Rasmus Jönsson zum entscheidenden 1:0 (39.).

Hinten stand der FSV fortan sicher, von den anfänglichen Abstimmungsschwierigkeiten zwischen Tim Heubach, der den verletzten Gledson ersetzte, und Anthony Jung, für den gesperrten Teixeira zum ersten Mal seit dem zweiten Spieltag in der Startelf, war nun nichts mehr zu sehen.

Die allgemeine Freude erhielt lediglich in der 68. Minute einen Dämpfer, als Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus den nach hinten geeilten Gaus wegen einer Notbremse an Alexander Ludwig vom Platz stellte. Aus der Sicht des vermeintlichen Übeltäters eine Fehlentscheidung. „Ich habe ihn nicht berührt“, beteuerte Gaus. Eigentlich sage man ja: „Wenn Offensivspieler hinten aushelfen, dann geht es in die Hose. Aber diesmal konnte ich wirklich nichts dafür.“

Noch auf dem Feld habe Ludwig der Schiedsrichterin diese Version geschildert, die Entscheidung nahm sie verständlicherweise aber nicht zurück. Der Flügelspieler hofft nun auf eine milde Strafe, weil in St. Pauli und Köln „geile Gegner“ warten. Zumindest das hört sich schon mal nach Bundesliga an.

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