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FSV
News vom Bornheimer Hang: Spielberichte und Interviews, Nachrichten und Hintergründe zum FSV

14. Januar 2013

FSV Frankfurt: Der Basar ist eröffnet

 Von Frank Hellmann
Blickt in eine vielversprechende Zukunft: Yannick Stark.Foto: Pressehaus

Yannick Stark verhandelt im Trainingslager in der Türkei um einen neuen Vertrag beim FSV Frankfurt

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Yannick Stark verhandelt im Trainingslager in der Türkei um einen neuen Vertrag beim FSV Frankfurt

Ganz am Ende jeder Trainingseinheit wartet dieser Tage auf die Fußballer des FSV Frankfurt noch ein tückisches Hindernis. Eine kleine Stahltreppe mit nicht ganz trittfesten Stufen ist zu nehmen, um zu jener schlecht gepflasterten Straße zu gelangen, auf der der Bus wartet. Es ist dann immer noch eine etwas lästige, weil holprige Fahrt aus dem Brachland hinter den Touristenhochburgen der türkischen Riviera zum eigenen Quartier am Sandstrand von Lara Beach, aber ein Höhepunkt hält die Tour ja bereit: die Vorbeifahrt am Mardan Palace. Ein Luxustempel der Extraklasse, erst vor drei Jahren errichtet vom aserbaidschanischen Multimillionär Telman Ismailov. Mariah Carey, Sharon Stone, Richard Gere, Paris Hilton oder Tom Jones haben hier schon genächtigt, und auch Yannick Stark bestaunt mit offenem Mund die vergoldeten Eingangspforten.

Der 22-Jährige ist das zweite Mal in dieser Region, „mit Darmstadt 98 waren wir auch in Belek im Trainingslager.“ Darmstadt ist ein gutes Stichwort für ihn. Heimat und Herz gehören hierhin. Obwohl er viele Jahre in der Jugend von Eintracht Frankfurt spielte, ist sein Interesse an den „Lilien“ ungebrochen, wie er freimütig gesteht. Er wohnt immer noch in Darmstadt-Kranichstein bei seinen fußballbegeisterten Eltern − und die vom Aufstieg gekrönte Saison 2010/11 beim SV Darmstadt 98 hat ihn bis heute geprägt. „Wenn ich kann, schaue ich mir die Spiele der Lilien an.“

1:1 gegen Augsburg

Der FSV Frankfurt hat sich auch im zweiten Testspiel in der Türkei gut aus der Affäre gezogen. Nach der 1:2-Niederlage am Freitag gegen den Bundesligisten Spvgg. Greuther Fürth spielte die Mannschaft von Benno Möhlmann am Sonntag in Belek 1:1 (0:0) gegen den Erstligisten FC Augsburg. Das Tor für den FSV köpfte Marc Heitmeier. „Die Mannschaft hat über 90 Minuten gut gespielt“, lobte FSV-Sportgeschäftsführer Uwe Stöver. „Aufgrund der Torchancen hätten wir die Partie durchaus gewinnen können, vielleicht sogar müssen.“ Möhlmann setzte insgesamt 22 Spieler ein. Tim Heubach (Grippe) musste passen.(hu.)

Ungewöhnlich für einen Profi, der sich mittlerweile als Stammkraft der zweiten Liga etabliert hat. Die Hinrunde begann stockend: Er war in der Vorbereitung drei Wochen verletzt, kam gegen Sandhausen und Hertha BSC trotzdem zum Einsatz, rotierte dann aber zunächst auf die Ersatzbank, „weil ich nicht gut in Form war“, wie er selbst sagt. Sein Trainer Benno Möhlmann schreibt dem Blondschopf rückblickend ins Stammbuch: „Wenn er nicht spielt, muss er dranbleiben.“ Irgendwann hatte es sein Zögling wohl begriffen, denn je länger die Saison dauerte, desto wertvoller wurde der defensive Mittelfeldspieler, den das Fachmagazin Kicker kurioserweise in der Rangliste des offensiven Mittelfelds im Blickfeld führt. Stark sagt dazu nur: „Deren Noten kann ich meist nicht nachvollziehen.“

Am Anfang seiner Entwicklung

Fakt ist, dass die starken Leistungen am Jahresende sehr hilfreich sind. Denn Möhlmann und Sportdirektor Uwe Stöver fühlen dieser Tage bei Stark vor, ob er sich denn einen Verbleib am Bornheimer Hang vorstellen kann. „Ich höre mir alles an“, sagt er und lächelt vielsagend. Sein Berater heißt Karl Herzog, aber die ersten Gespräche führt er hier allein. Sein Vertrag läuft aus, und daher ist die Gelegenheit günstig, von einem Gering- zu einem Gutverdiener aufzusteigen. Möhlmann urteilt über den Youngster heute so: „Yannick bringt gute athletische Voraussetzungen mit, er spielt mit Herz Fußball, aber sein Weg ist noch nicht abgeschlossen.“

Auf der Vereinshomepage steht bei Stark, er eifere dem Spanier Xabi Alonso nach. Er selbst mag aber kein Vorbild mehr nennen, „das richtige Maß zwischen Defensive und Offensive macht einen guten Mittelfeldspieler aus.“ Bei ihm fehlt in der Bilanz vor allem Zählbares: Außer im DFB-Pokal bei der SG Sonnenhof Großaspach (2:1) hat er im Pflichtspiel-Betrieb noch keinen Treffer erzielt, gegen Regensburg, Duisburg und Bochum aber jeweils ein Tor vorbereitet. Seine Bilanz ist also verbesserungsfähig, obgleich die Nummer 26 des FSV Frankfurt eher ans große Ganze denkt: „Wir wollen einfach mal zwei starke Halbserien hinlegen und den Trend aus der Vorrunde bestätigen.“ Und dafür wird an der türkischen Riviera noch bis Donnerstag trainiert.

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