kalaydo.de Anzeigen

FSV Frankfurt
News vom Bornheimer Hang: Spielberichte und Interviews, Nachrichten und Hintergründe zum FSV

11. Februar 2013

FSV Frankfurt: Die Rotation wird kein Prinzip

 Von 
Schlüsselspieler: Patric Klandt (r.) und Yannick Stark.  Foto: dpa

Trainer Möhlmann verfügt beim FSV Frankfurt mittlerweile auch in der Breite über einen ausgeglichen stark besetzten Kader.

Drucken per Mail

Trainer Möhlmann verfügt beim FSV Frankfurt mittlerweile auch in der Breite über einen ausgeglichen stark besetzten Kader.

Nach dem Abpfiff gab’s ein Dankeschön an die Treusten der Treuen. Eilig waren die Profis des FSV Frankfurt nach dem 2:0 in die Stehkurve gehetzt, um ein Dutzend Fans abzuklatschen. Ein bizarres Bild. Nicht etwa, weil da einige auf den verschneiten Rängen mit freiem Oberkörper dem Schneegestöber trotzten, sondern der Umstand, dass mehr Spieler als Zuschauer am Freitag aus Bornheim ins Erzgebirge gereist waren, sorgte für Schmunzeln.

Statistik
Blog - mitreden!
Live!
Spielplan
Twitter
Mehr

Wo steht der FSV? Ergebnisse, Heim-, Auswärts- und Kreuztabelle sowie weitere Statistik zur 2. Fußball-Bundesliga.

FR-Sportredakteure berichten über den FSV Frankfurt. Und Sie haben die Gelegenheit, direkt darüber zu diskutieren. Im Blog "Bornheimer Hang"

Verfolgen Sie den FSV im Live-Ticker zur 2. Fußball-Bundesliga. Auch auf dem Handy unter mobil.fr-online.de/liveticker.

Wer sind die nächsten Gegner? Der Spielplan des FSV Frankfurt.

In Twitter berichtet unsere Sportredaktion aktuell unter FR_Sport, alles Weitere gibt's unter FRonline.

Lesen Sie viele weitere Berichte - gesammelt in unserer FSV-Rubrik auf FR-Online.de

Vielleicht hatte sich der eine oder andere ja vom Wintereinbruch abschrecken lassen, rechnete mit einer Spielabsage, die auch dringend angeraten gewesen wäre: Die Bedingungen waren unstrittig irregulär. Dennoch pfiff Schiedsrichter Benjamin Cortus die Partie an. Was auch immer ihn dazu bewogen haben könnte, die Partie des FSV Frankfurt bei Erzgebirge Aue anzupfeifen, für die Gäste aus Hessen war es nach dem Abpfiff und dem verdienten 2:0-Sieg einerlei. Ein hörbar gelöster Benno Möhlmann freute sich denn auch diebisch über den ersten Dreier des FSV im Erzgebirge. Vor allem aber das Zustandekommen überzeugte den Trainer des Fußballsportvereins. Ein gutes Spiel sei ob der widrigen Bodenverhältnisse nicht möglich gewesen. „Aber wir haben die Situation von der ersten Minute an gut angenommen“, sagte Möhlmann.

Veränderungen an fünf Positionen

Dabei waren es die Auer selbst, die sich angesichts des anhaltenden Schneefalls einen Vorteil versprochen hatten. In dieser Saison waren sie schon zweimal bei ähnlichen Bedingungen im Erzgebirgsstadion als Sieger vom Platz gegangen: Ende Oktober gab’s ein 6:1 gegen den VfL Bochum, im Dezember war Energie Cottbus mit 3:0 eingeseift worden. Diesmal aber ging die Rechnung für das Team von Karsten Baumann nicht auf. Im Gegensatz zu Aue „hatten wir immer mal den Ansatz, Fußball zu spielen“, analysierte Sport-Geschäftsführer Uwe Stöver an seinem 46. Geburtstag. „Wir haben heute gut dagegen gehalten. Gerade in der zweiten Halbzeit haben wir den Ball öfter gefährlich vor des Gegners Tor getragen und unterm Strich sicher auch verdient gewonnen.“

Trainerfuchs Möhlmann rotierte nach der Niederlage zum Restrundenauftakt gegen den FC Ingolstadt (0:2) fast die halbe Mannschaft raus, nahm auf fünf Positionen Veränderungen vor. Für die unter der Woche mit ihren Nationalmannschaften unterwegs gewesenen Mathew Leckie und Odise Roshi gab Marcel Gaus nach langer Verletzungspause sein vielversprechendes Saisondebüt; und kehrte Michael Görlitz zurück in die Startelf. Yannick Stark ersetzte Moise Bambara im defensiven Mittelfeld, Zafer Yelen räumte seinen Platz für Winterzugang Rasmus Jönsson. Und Gledson gab anstelle von Tim Heubach den Innenverteidiger. Vor allem letztere Personalie überraschte. Denn der kräftige Brasilianer scheint nicht gerade prädestiniert, um auf Schnee und Eis zu bestehen. Zudem erwischte er vor knapp einem Jahr just im Erzgebirge einen rabenschwarzen Tag, als er beim 3:4 alleine drei Treffer verschuldete. Diesmal aber blieb er bis zu seiner Auswechslung (Möhlmann: „Er hatte Kniebeschwerden“) fast fehlerfrei. „Er sollte sich in Aue vernünftig verabschieden“, sagte ein gut gelaunter Trainer und gab unbeabsichtigt ein Fingerzeig, wie es um Gledsons Zukunft bestellt ist. Sein Vertrag läuft im Sommer aus. Der 34 Jahre alte Verteidiger wird sich wohl einen neuen Arbeitgeber suchen müssen.

In der Breite besser aufgestellt

Möhlmann will „die Rotation nicht zum Prinzip“ erheben. Das Wechselspielchen ist dennoch ein deutlicher Fingerzeig über die momentane Leistungsstärke des FSV. „Wenn alle ihre Leistungen bringen“, sagte der Coach, „dann haben wir eine sehr große und enge Konkurrenz.“

Die Mannschaft funktionierte auch in Aue. „Anfangs waren wir aber fast zu ängstlich, in der zweiten Halbzeit dann aber in ein, zwei Situationen effektiv“, urteilte Möhlmann und dachte dabei zweifellos an die drei Schlüsselszenen des Spiels. Da wäre zum einen der Führungstreffer durch den wuchtigen Kopfstoß von John Verhoek (62.). „Er hat unheimlich viel gearbeitet“, lobte Möhlmann. Das Zusammenspiel klappte gut mit Jönsson, „der am besten mit den Platzverhältnissen klar kam, aber noch etwas torgeiler werden muss“, so Möhlmann. Aber das gelte auch für andere.

Den zweiten Höhepunkte des Abends verantwortete Torwart Patric Klandt, der einen Handelfmeter von Thomas Paulus parierte (76.). Sein erster gehaltener Strafstoß in der zweiten Liga im 150. Spiel. Möhlmann witzelte: „Das war überhaupt erst sein erster gehaltener Elfer seit der C-Jugend.“ Schon früher, als er noch nicht in Diensten des FSV stand, „wusste ich, dass er kein Elfmeterkiller war. Und auch seit ich hier bin, hat er sich immer konstant in die falsche Ecke geworfen.“ Diesmal machte Klandt aber alles richtig. Auch deshalb, weil er auf Torwarttrainer Norbert Lorz hörte. Er habe ihm gesagt, dass „der Paulus von mir aus eigentlich immer rechts in die Ecke schießt“. Wohl dem, der zuhören kann.

Quasi im Gegenzug sorgte der beste Mann auf dem verschneiten Rasen für die Entscheidung: Yannick Starks Traumtor zum 2:0 (77.) erlöste den FSV und verwunderte Möhlmann. Er konnte nicht glauben, dass es Starks erster Treffer überhaupt in der zweiten Liga gewesen war. „Wirklich? Echt?“ Er sei ja schließlich ein torgefährlicher Mann und verfüge über einen guten Schuss. Fakt aber ist: Lediglich im Pokal (beim 2:1 in Großaspach) netzte Stark im vergangenen Jahr einmal ein. „Ich hoffe, das jetzt der Knoten geplatzt ist“, sagte Stark. Darauf hofft auch Möhlmann: „Das darf jetzt häufiger passieren.“

Jetzt kommentieren

Ressort

News vom Bornheimer Hang: Spielberichte und Interviews, Nachrichten und Hintergründe zum FSV.

Weblog

FR-Sportredakteure berichten über den FSV Frankfurt. Und Sie haben die Gelegenheit direkt darüber zu diskutieren.

Live Ticker Zweite Bundesliga

Hertha BSC, der 1. FCK Kaiserslautern und der 1. FC Köln kämpfen im Unterhaus um die Rückkehr in die Bundesliga.

Ergebnisse, Tabelle & Spielplan
Für Sportler in Not

Die Hilfsaktion der FR-Sportredaktion unterstützt arme, kranke und behinderte Sportler, die unverschuldet in Not geraten sind.

Ergebnisdienst

Von Basketball bis Volleyball: Ergebnisse und Statistiken zu Spielern und Vereinen - bis zur Kreisklasse.

FR-Sportredaktion live
FR @ Handy

Ob Büro, Biergarten oder Badesee: Die "Frankfurter Rundschau" ist auf dem Handy immer dabei - mit vielen Sport-Livetickern.

Textimport

Verfolgen Sie unsere Nachrichten in Ihrer Lieblingsdarstellung - via RSS-Feed. Für Ihren Windows-PC bieten wir sogar einen kostenlosen Newsreader an. Informationen im Digital-Bereich.