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16. November 2012

FSV Frankfurt Dynamo Dresden: Ungebremste Wut

 Von Jörg Hanau
Zweite Niederlage in Folge: Frankfurts Yun (r.) verliert mit dem FSV in Dresden.Foto: dapd

Trotz dramatischer Schlussphase mit vielen Großchancen unterliegt der FSV mit 1:2 in Dresden und hadert mit den Entscheidungen von Schiedsrichter Steuer.

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Trotz dramatischer Schlussphase mit vielen Großchancen unterliegt der FSV mit 1:2 in Dresden und hadert mit den Entscheidungen von Schiedsrichter Steuer.

Dresden –  

Ein Tritt gegen eine Werbebande allein reichte nicht, um den aufgestauten Frust abzubauen. Uwe Stöver schimpfe wie ein Rohrspatz. „Das ist doch nicht zu glauben, das ist doch eine Scheiße hier“, brüllte der Sportgeschäftsführer des FSV Frankfurt Schiedsrichter Florian Steuer entgegen. Wenige Sekunden zuvor war Tim Heubach in der dritten Minute Nachspielzeit im Strafraum von den Beinen geholt worden. Statt auf den weißen Kreidepunkt zu deuten und dem Dresdner Romain Brégerie den roten Karton unter die Nase zu halten, entschied der Mann aus Menden auf Stürmerfoul. Es war nicht der einzige Fehler des Unparteiischen an diesem denkwürdigen Abend, an dessen Ende der FSV Frankfurt mit 1:2 (0:2) bei Dynamo Dresden unterlag.

Die Nerven lagen blank. Clemens Krüger, der beim FSV für die Finanzen zuständige Geschäftsführer lief stante pede auf den Referee zu und baute sich vor ihm auf. „Es sind harte Worte gefallen. So einen Schiedsrichter habe ich in 38 Jahren Fußball nicht nicht erlebt“, echauffierte sich Krüger, und der eher besonnene Jens-Uwe Münker, der dritte Geschäftsführer der Bornheimer, brüllte durch die Katakomben: „So eine Pfeife, das darf doch alles nicht wahr sein.“ In der Pressekonferenz referierte FSV-Trainer Benno Möhlmann dann über die Unzulänglichkeiten des Pfeifenmannes: „Wir haben heute viele Fehler gemacht, der Schiedsrichter hat aber noch mehr Fehler gemacht als wir.“

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Aber der Reihe nach: Der FSV verschlief die ersten 20 Minuten fahrlässig. Nach einer Viertelstunde stand es nach zwei eklatanten Fehlern bereits 0:2, beide Male war der Dresdner Sebastian Schuppan der Torschütze. Den ersten Bock schoss nach fünf Minuten Odise Roshi: Obwohl bei Ecken Schuppan zugeteilt, ließ der Albaner Schuppan im Fünfer zunächst aus den Augen und sah anschließend tatenlos zu, wie der den Ball im Tor der Frankfurter versenkte. Der zweite Aussetzer ging bereits auf das Konto des Schiedsrichters: Steuer deutete nach einem Foul von Manuel Konrad an Filip Trojan auf den Elfmeterpunkt. Eine klare Fehlentscheidung, wie die Fernsehbilder beweisen. Trojan fiel zwar in den Sechzehner des FSV, das Foul aber leistete sich der Frankfurter Innenverteidiger noch vor dem Kreidestrich. Schuppan war es einerlei, er verwandelte sicher aus elf Metern (15.). Möhlmann tobte an der Seitenlinie. Nach 22 Minuten war für Roshi Feierabend. Nicht aber für den Referee, der einen rabenschwarzen Tag erwischte. „Nicht nur der Elfmeter gegen uns war keiner, er sah auch ein Handspiel der Dresdner im Sechzehnmeterraum nicht – und dann die Aktion in der 93. Minute. Das hat das Fass zum Überlaufen gebracht“, sagte Stöver, der für seinen Ausraster vom Schiedsrichter auf die Tribüne geschickt wurde.

Gelb-Rot für Stark

Der FSV war 70 Minuten lang die spielbestimmende, die bessere Mannschaft. „Ich kann der Mannschaft bis auf die schläfrigen Beginn keinen Vorwurf machen“, urteilte Trainer Möhlmann nach dem Abpfiff. Bis auf das 1:2 von Methew Leckie (64.) sprang aber nichts Zählbares für den FSV heraus, der in Dresden nicht weniger als ein halbes Dutzend Stammspieler zu ersetzen hatte. Neben dem gesperrten Kapitän Björn Schlicke und den verletzten Zafer Yelen, Gledson und Marcel Gaus meldeten sich am Donnerstag auch noch Edmond Kapllani (Grippe) und kurz vor dem Anpfiff Marc Heitmeier (Magen) ab. Nächsten Samstag gegen 1. FC Kaiserslautern fällt auch noch Yannick Stark aus, der Gelb-Rot sah (88.). Noch so eine Fehlinterpretation des Schiedsrichters, der auf die Schauspieleinlage des Dresdner Keepers Benjamin Kirsten reinfiel. Stark war vor dem drohenden Zweikampf rechtzeitig abgesprungen.

Der FSV hatte einen Punkt mehr als verdient. Das sahen die Dresdner Fans ganz anders. „Die brüllen hier ,scheiß DFB‘“, ereiferte sich Krüger, „dabei hat der Schiedsrichter die ganze Zeit für die gepfiffen.“

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