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News vom Bornheimer Hang: Spielberichte und Interviews, Nachrichten und Hintergründe zum FSV

09. März 2013

FSV Frankfurt: Ein perfekter Tag

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Bornheimer Jubel: Görlitz (l.), Konrad, Schlicke, Huber, Verhoek und Heitmeier feiern das 6:1.  Foto: getty

Der FSV Frankfurt ist beim deutlichen 6:1 gegen den VfR Aalen eine Nummer zu groß für den Aufsteiger. Damit liegt der FSV Frankfurt nur noch drei Punkte hinter dem 1. FC Kaiserslautern zurück.

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Als dann auch die letzte Frage im Bauch der neuen Haupttribüne zum glanzvollen 6:1 (3:0)-Sieg des FSV Frankfurt gegen den VfR Aalen beantwortet war, gab es für die Profis endlich was Prickelndes. „Jetzt trinke ich dem Michi den Kühlschrank leer“, flachste Kapitän Björn Schlicke und klopfte Michael Görlitz auf die schmalen Schultern.

Schließlich feierte der kleine Flügelflitzer gestern Abend nicht nur seinen 26. Geburtstag, der Bayer in Bornheimer Diensten zählte in einer guten Frankfurter Mannschaft zu den Besten. Drei Tore vorbereitet, ein ständiger Unruhestifter auf der rechten Außenbahn. „Das war heute ein perfekter Tag“, sagte Görlitz später, „für mich ebenso wie für die Mannschaft.“

„Wir schauen nicht nach oben“

Durch den klaren Erfolg hievte sich die Mannschaft von Trainer Benno Möhlmann in der Tabelle zumindest für einen Abend auf Platz vier, punktgleich mit 1860 München und dem 1. FC Köln. Nur drei Punkte hinter dem 1. FC Kaiserslautern, der den Relegationsplatz drei innehat. „Das ist alles schön, aber wir schauen nicht nach oben, wir schauen nur, wann wir endlich die 40 Punkte haben“, sagte Möhlmann.

Drei Zähler fehlen dem FSV noch, „dann hätten wir unser erstes Ziel erreicht“, sagte Uwe Stöver. „Unser zweites Ziel“, verriet er bestens gelaunt, „ist es, zwei gleich gute Halbserien zu spielen.“ Auch hier sieht sich der Geschäftsführer Sport des FSV Frankfurt auf einem guten Weg. Erst wenn beide Ziele erreicht seien, werde vielleicht ein neues ausgegeben. „Schauen wir mal, wie viele Spiele uns dann noch bleiben, und was wir noch erreichen können.“

Legt man den Auftritt vom Freitagabend zugrunde, ist von diesem FSV Frankfurt im Frühjahr 2013 noch einiges zu erwarten. „Uns ist heute viel in die Füße gelaufen“, sagte Stöver bereits zur Pause und paffte sichtlich zufrieden seine Halbzeitzigarette. Es war der unter der Woche Vater gewordene Niederländer John Verhoek, der den Bornheimer Torreigen in der 24. Minute mit einem herrlichen Kopfball eröffnete.

Als dann nur drei Minuten später der Aalener Jürgen Mössmer für eine Notbremse gegen Verhoek die Rote Karte sah, war die Partie für den FSV im Grunde schon durch. Für die völlig verunsicherten Gäste von der Ostalb war der FSV – das muss man so hart sagen – schlicht eine Nummer zu groß.

Es mag eine Floskel sein, aber der FSV ließ in der Tat Ball und Gegner laufen, war stets Herr im eigenen Haus und präsentierte sich vor dem Tor des bedauernswerten Jasmin Fejzic „gnadenlos effektiv“, wie Schlicke bemerkte. Auch der Blick in die Statistik belegte das Kräfteverhältnis: Der FSV besaß 74 Prozent Ballbesitz, 85 Prozent aller Pässe kamen an. Das sind Spitzenwerte. Noch vor der Pause erhöhten Mathew Leckie (35.) und Björn Schlicke (39.) auf 3:0.

Hungriger FSV

Es war ein munteres Scheibenschießen, dem die Aufsteiger aus Aalen mitunter nur staunend beiwohnten. Die Opferrolle schmeckte Aalens Trainer Ralph Hasenhüttl gar nicht, der Mann sprach von einem „gebrauchten Tag“. Der FSV Frankfurt sei ihnen in allen Belangen überlegen gewesen, „wir hätten auch mit elf Mann nicht besser ausgesehen.“

Der FSV wirkte hungrig, lechzte nach Erfolgserlebnissen. Niemand ließ sich nach der klaren Führung hängen. „Das hat mir imponiert“, sagte Stöver, Möhlmann nannte das später „bemerkenswert“. Aalen war in den zweiten 45 Minuten zunächst zwar bemüht, die Niederlage in Grenzen zu halten. Sieht man von einer Rettungstat Nils Teixeiras ab, der für den bereits geschlagenen Torwart Patric Klandt auf der Linie klärte (56.), „ist uns das aber auch nicht gelungen“, so Hasenhüttl.

Zu diesem Zeitpunkt war der Kick ohnehin längst entschieden, weil Moise Bambara eine Flanke von Zafer Yelen zum 4:0 (54.) verlängert hatte. Yelen war es schließlich, der – erst per Kopf (68.) und schließlich vom Elfmeterpunkt (86.) – das halbe Dutzend vollmachte. Dass zwei Minuten vor dem Abpfiff Marco Haller auf 1:6 verkürzte, war nicht mehr als eine Petitesse am Ende eines rundum gelungenen Geburtstags.

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