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10. Dezember 2012

FSV Frankfurt: Eintracht in Schwarz-Blau

 Von Ingo Durstewitz
John Verhoek trifft zum 1:0 Foto: Hübner/Vogler

Der FSV Frankfurt will trotz 27 Punkten den Blick weiter nach unten richten − an einen Einbruch glaubt am Hang aber niemand.

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Der FSV Frankfurt will trotz 27 Punkten den Blick weiter nach unten richten − an einen Einbruch glaubt am Hang aber niemand.

Nach dem 27. Punkt im 18. Zweitligaspiel durften es die Fußballer des FSV Frankfurt etwas ruhiger angehen lassen. Trainer Benno Möhlmann strich das obligatorische Auslaufen am Samstag vom Terminplan, gab bis zum Montagnachmittag frei. Am Samstagabend kam die Profimannschaft des Bornheimer Traditionsvereins aber noch mal zusammen, die Weihnachtsfeier im Windows 25, oben im Japan Center in der Frankfurter City, stand auf dem Programm. Nettes Ambiente, kurzweiliger Abend, gute Laune in luftiger Höhe. „Die Stimmung“, berichtet Sportchef Uwe Stöver, „war ausgesprochen gut.“ Kann man sich vorstellen.

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Es gibt rund um den Bornheimer Hang derzeit kaum etwas, was die Eintracht in Schwarz-Blau erschüttern könnte. Es herrscht Harmonie auf allen Ebenen. Das hat in erster Linie mit dem sportlichen Erfolg zu tu. Für den FSV sind die ersten 18 Partien in dieser Serie ausgesprochen gut verlaufen, die Hessen haben acht Spiele gewonnen, liegen hinter der Spitzengruppe in Lauerstellung, fünf Punkte hinter dem 1.FC Kaiserslautern, der auf dem dritten Tabellenplatz rangiert. Und doch sagt Geschäftsführer Stöver: „Unser Blick geht grundsätzlich nach unten. Wir tun gut daran, an unserem Ziel festzuhalten, auch um Druck von der Mannschaft zu nehmen“ Nun gut: Nach dem freitäglichen 3:1-Erfolg über den SV Sandhausen hat der Klub einen Puffer von zwölf Punkten zwischen sich und Relegationsrang 16 gebracht − Abstiegsgefahr lässt sich da wirklich nur mit viel Phantasie hineininterpretieren. „Wir sind zwar nicht durch“, wirft Finanzboss Clemens Krüger ein, „aber es müsste mit dem Teufel zugehen, wenn wir da unten noch reinrutschen. Dazu spielen wir zu gut.“ Realistisch betrachtet, und das schätzen die Verantwortlichen ja genau so ein, fehlt dem FSV aber auch die Qualität, um ganz oben anzuklopfen.

Mentales Rüstzeug

Die Mannschaft aber, und das ist vielleicht die größte Errungenschaft in dieser Saison, hat ungemein an Stabilität gewonnen, sie lässt sich auch von Misserfolgen, von kleineren Schwächeperioden nicht aus der Bahn werfen. Schon zweimal hatte das Team solche Phasen zu überstehen, jedes Mal zog es sich am eigenen Schopf wieder aus der Spirale des Misserfolgs heraus, gab in den entscheidenden Momenten die richtigen Antworten. Das ist auch ein Qualitätsmerkmal, ein Hinweis darauf, dass die Mannschaft das mentale Rüstzeug mitbringt, um eine gute Rolle zu spielen. „Wir haben uns Selbstvertrauen geholt“, sagt Trainer Möhlmann. „Die Art und Weise, wie wir Fußball spielen, gibt uns die Sicherheit, bestehen zu können.“
Und der FSV ist mittlerweile personell so gut besetzt, dass er Ausfälle kompensieren kann, die Leistungsdichte hat merklich zugenommen. „Das war unser Ansatz vor Saisonbeginn: Nicht nur in der Spitze, sondern auch in der Breite etwas tun“, sagt Stöver. Es hat sich ausgezahlt. Die Bornheimer sind sogar in der Lage, den langfristigen Ausfall dreier Leistungsträger wettzumachen. Flügelspieler Marcel Gaus, Innenverteidiger Gledson und Regisseur Zafer Yelen haben in dieser Spielzeit kaum oder gar nicht mitwirken können. „Dass wir drei Stammspieler über einen langen Zeitraum vollwertig ersetzt haben, ist eine bemerkenswerte Leistung“, betont Stöver völlig zurecht.
Gerade die Vakanz auf der Spielmacher-Position haben viele als problematisch erachtet, doch selbst diese Lücke haben die Frankfurter übers Kollektiv schließen können. Stöver räumt dennoch unumwunden ein, dass in Zafer Yelen „fast der komplette kreative Kopf fehlt“. Der lange am Sprunggelenk verletzte Techniker soll Anfang dieser Woche wieder ins Mannschaftstraining einsteigen, der an einer Schambeinentzündung laborierende Gaus tummelt sich schon wieder im Kreis der Kollegen. Und Gledson soll im neuen Jahr eine Option sein. „Das sind unsere drei Neuzugänge im Winter“, sagt der Sportchef. Aufgrund der komfortablen Tabellensituation und der Wiederkehr der vormals verletzten Spieler wird der Verein nicht auf dem Transfermarkt zuschlagen. „Wenn das alles so läuft, wie wir uns das vorstellen, werden wir nicht mehr aktiv“, befindet Stöver. Es sei denn, ein Super-Schnäppchen schneit am Bornheimer Hang hinein. Das ist nicht sehr wahrscheinlich.

Schwerer Gang zur Hertha

Die Verantwortlichen halten aber die Augen auf. Stöver etwa steht nach wie vor in engem Kontakt mit Chadli Amri, der in der vergangenen Saison auf Leihbasis für den FSV spielte und sich im Februar gegen Karlsruhe schwer verletzt hatte. „Wir sind in freundschaftlicher Verbindung“, erzählt der Manager. „Aber es ist nicht so, dass jetzt ein Vertragsabschluss zu erwarten ist.“ Amri, der zum 1. FC Kaiserslautern zurückgekehrt ist, sei in der Pfalz noch gar nicht ins Training eingestiegen, vor 14 Tagen erst waren die Schrauben aus dem Schienbein entfernt worden.
Eine Partie steht für den FSV in diesem Jahr noch auf dem Plan, am Samstag gastieren die Hessen bei Hertha BSC. Ein schwerer Gang. Aber keine unlösbare Aufgabe − das Hinspiel haben die Bornheimer gewonnen. Es war die letzte Berliner Niederlage in Liga zwei.

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