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29. November 2012

FSV Frankfurt: Erleichterung pur

 Von Jörg Hanau
FSV-Jubel in Bochum. Foto: dpa

Der FSV Frankfurt freut sich über die überzeugende Leistung in Bochum und auf das Spiel gegen Primus Eintracht Braunschweig.

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Der FSV Frankfurt freut sich über die überzeugende Leistung in Bochum und auf das Spiel gegen Primus Eintracht Braunschweig.

Wer ein rotes Trikot trug, grinste nur. Die pure Erleichterung. Nicht nur der 3:1-Sieg sorgte nach zuletzt drei Niederlagen für freudige Erregung bei den Profis des FSV Frankfurt, es war die Art und Weise, wie der erste Dreier gegen den VfL Bochum zustande gekommen war. Das freute vor allem den Trainer: „Das war souveräner, als ich es erwartet habe.“ Endlich hätte seine Mannschaft nicht nur gut gespielt, sondern auch etwas mitgenommen, sagte Benno Möhlmann. Gute Kritiken alleine reichen auf Dauer nicht.

Spitzenreiter Braunschweig kommt

Nun gab’s endlich wieder mal eine Punktprämie für die Bornheimer Berufsfußballer − nach zuletzt drei verlorenen Spielen ein dringend nötiger Geldsegen, so kurz vor Weihnachten. Bis zur Winterpause haben sie nun noch drei Spiele, nicht nur, um das Punktekonto von jetzt 24 weiter auszubauen. „Wir gehen aber nicht mit dem Vorsatz in die Spiele, alle zu gewinnen“, sagte Möhlmann. Am Sonntag gastiert zum Abschluss der Hinrunde nämlich Spitzenreiter Eintracht Braunschweig am Bornheimer Hang. In der Woche drauf schaut der SV Sandhausen mit dem ehemaligen FSV-Coach Hans-Jürgen Boysen vorbei. Und kurz vor Weihnachten reist die Bornheimer Betriebssportgruppe nach Berlin zur Hertha. So weit voraus blickt der Trainer freilich nicht. Er denkt in diesen Tagen nur an Braunschweig.

Dagegenhalten, die Chance suchen − Möhlmann weiß vor dem Kick gegen den Tabellenführer um die Größenordnung: „Braunschweig ist eben nicht Bochum.“ Wie wahr. So leicht wie am Dienstag in Bochum wird es ihnen die Eintracht nicht machen. Möhlmanns Motto: Respekt ja, Angst auf gar keinen Fall. „Ich möchte, dass wir gegen Braunschweig mutig spielen und das Bestmögliche herausholen. Das ist natürlich ein Sieg.“
Das Selbstvertrauen ist groß − und berechtigt. Die Defensive steht gut, die Stürmer treffen wieder. Die zuletzt von Möhlmann kritisierten Edmond Kapllani und John Verhoek meldeten sich mit ihren Toren zum 2:0 und 3:0 zurück. Das freute den Chef, zu hundert Prozent zufrieden war Möhlmann aber nicht: „Wenn man klar hinschaut, dann hatten wir auch noch andere Situationen, die nicht schwerer waren, um Tore zu machen.“ Stimmt.

Teixeira auf gutem Weg

Nun ist Möhlmann sicher kein Dauernörgler. Nur eben schon lange im Geschäft. Der 58 Jahre alte Trainerfuchs weiß nur allzu gut um die Mechanismen. Zufriedenheit alleine reicht nicht, um in letzter Konsequenz Erfolg zu haben. Schon gar nicht gegen Braunschweig. Viele Chancen werden die Niedersachsen nicht zulassen. Die wenigen muss der der FSV konsequent nutzen. So wie zu Beginn der Saison, als die Bornheimer gnadenlos effektiv vor des Gegners Tor agiert hatten. Entscheidend aber wird sein, „dass wir wieder als Mannschaft funktionieren“, so Möhlmann. So wie in Bochum, „da haben alle mitgemacht“.
Es gab keinen Ausfall im Ruhrpott. Das gilt auch für die beiden Außenverteidiger Alexander Huber und Nils Teixeira, die für Möhlmanns Begriffe in den zurückliegenden Wochen in der öffentlich Wahrnehmung viel zu schlecht weggekommen seien. Vor allem Teixeira, wie der Cheftrainer der Bornheimer bemerkte, der am Dienstag den Torreigen mit einem Distanzschuss eröffnet hatte. „Der ist auf einem sehr guten Weg“, attestierte Möhlmann. Er finde zu seiner Sicherheit. Sein erster Treffer im Trikot des FSV dürfte ihm dabei eine zusätzliche Motivation sein. „Auf das Tor habe ich lange gewartet“, erzählte der 22 Jahre Linksverteidiger. 45 Spiele brauchte er dafür in der Zweiten Bundesliga. Überhaupt war es erst sein zweites Tor im bezahlten Fußball. Im März 2011 traf er für Kickers Offenbach in der dritten Liga. Sein erstes und einziges Tor für den OFC in 68 Spielen. Ein Torjäger, so viel ist sicher, wird Nils Teixeira ganz sicher nicht mehr.

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