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FSV
News vom Bornheimer Hang: Spielberichte und Interviews, Nachrichten und Hintergründe zum FSV

07. Dezember 2012

FSV Frankfurt: Griffig im Schnee-Lotto

 Von Ingo Durstewitz
Auf dem Platz liegt Schnee, trotz der winterlichen Bedingungen gewinnt der FSV gegen Sandhausen. Foto: dpa

Der FSV Frankfurt findet beim 3:1 gegen Sandhausen die richtige Einstellung zum Gegner und dem verschneiten Rasen.

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Der FSV Frankfurt findet beim 3:1 gegen Sandhausen die richtige Einstellung zum Gegner und dem verschneiten Rasen.

Als Björn Schlicke am Freitagnachmittag aus dem Hotelfenster blickte und dicke Schneeflocken auf Frankfurt hinabfallen sah, als er dann noch den Wetterbericht anschaute und ihm gewahr wurde, dass die weiße Pracht eher noch anwachsen würde, hätte er niemals gedacht, dass die fällige Zweitligapartie zwei Stunden später würde angepfiffen werden können. „Da war mir klar, das Spiel fällt aus.“ Denkste. Schiedsrichter Robert Kempter gab die Begegnung zwischen dem FSV und dem SV Sandhausen frei, wenngleich der Rasen unter einer mehreren Zentimeter dicken Schneeschicht verschwunden war.

„Ich kann mich nicht erinnern, so ein Spiel mal angepfiffen bekommen zu haben“, befand Schlicke. „Ich habe mich noch nie so warm gemacht.“ Vielleicht lag es auch daran, dass der FSV schneller auf Betriebstemperatur war und nach drei Heimniederlagen am Stück mal wieder einen Dreier einfahren konnte: 3:1 (2:0) hieß es am Ende gegen den Aufsteiger, der von Ex-Trainer Hans-Jürgen Boyen angeleitet wird.

Verdienter Erfolg

Es war ein verdienter Erfolg, weil die Bornheimer mit den widrigen Bedingungen besser zurecht kamen, weil sie eher bereit waren, dieses Spiel anzunehmen. „Das war der Schlüssel zum Erfolg“, fand Trainer Benno Möhlmann. „Wir waren gleich im Spiel und sehr griffig.“ Das kann man so sagen. Während die Sandhausener den Schnee ignorierte und versuchten, mit Kurzpässen ins Spiel zu finden, fegten die Schwarzblauen rustikal dazwischen.

Gleich nach 60 Sekunden etwa warf sich Marc Heitmeier furchtlos in Ball und Gegner, der Presschlag mutierte zur Vorlage für John Verhoek, der Daniel Schulz davonsprintete und den Ball ins Netz hämmerte. Da waren eine Minute und 32 Sekunden gespielt. Die Frankfurter blieben am Ball und legten nach. Nach einer Flanke von Edmond Kapllani wuchtete Ju Tae Yun die Kugel in den Kasten (13.). „Zwei Chancen, zwei Tore – da waren wir eiskalt“, sagte Sportchef Uwe Stöver.

Die Effektivität, die Konsequenz und die Bereitschaft, sich in jeden Ball zu werfen, waren die entscheidenden Parameter für den Sieg. „Wir haben uns nicht gescheut, lange Bälle zu spielen“, betonte Coach Trainer Möhlmann. Im Endeffekt hat der größere Wille dieses Spiel entschieden, stellvertretend dafür steht auch und gerade Yannick Stark, der am Freitag keinem Zweikampf aus dem Weg ging und aufopferungsvoll kämpfte. Eine klasse Darbietung.

"Ein Lotteriespiel"

Fußballerisch lässt sich die gesamte Begegnung seriös nicht beurteilen. „Die Leistung kann man doch gar nicht bewerten“, bekannte Schlicke. „Das war ein Lotteriespiel.“ In dem die Frankfurter vielleicht auch deshalb bessere Karten hatten, weil sie am Morgen vor dem Spiel auf einem ebenso seifigen und glitschigen Kunstrasen trainierten. „Da wusste jeder, was ihn am Abend erwarten würde“, sagte Stöver.

Die Platzherren mussten vor der absoluten Minuskulisse von 2600 Zuschauern nur im zweiten Abschnitt kurzzeitig zittern, als die Sandhausener durch den Ex-FSV-Spieler David Ulm auf 1:2 verkürzten (64.). Doch zu mehr reichte es für den Klassenneuling nicht, die reiferen Frankfurter schnürten den Sack zu, Edmond Kapllani machte das nach 83 Minuten ganz geschickt. Es war sein siebter Saisontreffer.

Der FSV hat nun nach 18 Spieltagen 27 Punkte aufs Konto geladen, das ist eine ganze Menge, das ist aller Ehren wert. Der FSV hat sich diese Ausbeute verdient, er steht zurecht direkt hinter dem Spitzentrio. Den Abstiegskampf hat der Klub endgültig hinter sich gelassen.

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