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26. November 2012

FSV Frankfurt: Möhlmann ernüchtert

 Von Jörg Hanau
Nachdenklich: FSV-Coach Benno Möhlmann Foto: Huebner

Der Trainer des FSV Frankfurt übt nach der 0:1-Heimniederlage gegen den 1. FC Kaiserslautern Kritik an der Offensive.

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Der Trainer des FSV Frankfurt übt nach der 0:1-Heimniederlage gegen den 1. FC Kaiserslautern Kritik an der Offensive.

Natürlich war es ein Elfmeter. Natürlich war der Ball Mohamadou Idrissou gegen die Hand gepatscht. 56 Minuten waren am Samstag im Zweitligaspiel zwischen dem FSV Frankfurt und dem 1. FC Kaiserslautern absolviert, Schiedsrichter Christian Leicher aus Landshut schüttelte allerdings nur mit dem Kopf, seine Pfeife blieb stumm. Seine Geste war unmissverständlich: weiterspielen. Die Emotionen kochten hoch − natürlich. Die Bornheimer Profis schimpften, bedrängten den Unparteiischen, der ihnen gerade die vermeintliche Chance zum Ausgleich verweigert hatte. Ohne Erfolg. Die FSV-Kicker gingen mal wieder als Verlierer vom Platz, wie schon vor einer Woche in Dresden. Und auch diesmal trug der Referee eine Mitschuld.

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Nun wäre es falsch, Schiedsrichter Leicher etwa Vorsatz zu unterstellen. Es war schließlich der einzige grobe Schnitzer des 34 Jahre alten Referees. „Aber das muss einer schon vom Geräusch her hören“, monierte FSV-Kapitän Björn Schlicke nach der 0:1-Niederlage gegen den Bundesliga-Absteiger. Es gäbe schon vom Klang her einen Unterschied, ob die Kugel einem gegen die Hand oder eben gegen den Bauch klatsche. „Aber wir dürfen ja immer nichts sagen“, so Schlicke. „Ich war gerade erst drei Wochen gesperrt, vielleicht werde ich sonst wieder gesperrt.“

Um Ruhe bemüht

Vergleichsweise unaufgeregt klangen die Reaktionen der FSV-Funktionäre. Allen voran Uwe Stöver, der in Dresden ob seiner Schimpftiraden noch auf die Tribüne verbannt worden war, bemühte die leise Tonart. „Wir haben jetzt fünf strittige Situation in zwei Spielen zu beklagen. Aber heute wird kein Fass aufgemacht. Es hilft ja alles nichts.“
Nach den vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) nicht sanktionierten verbalen Anfeindungen gegen den Schiedsrichter von Dresden waren die Frankfurter Bosse diesmal hörbar darum bemüht, ihren Ärger öffentlich nur leise zu formulieren. Die Gründe liegen auf der Hand: Einerseits ist ihnen nicht daran gelegen, die Funktionäre in der DFB-Zentrale im Frankfurter Stadtwald zu verärgern. Andererseits war es den Bornheimern in den 90 Minuten nur selten gelungen, überhaupt gefährlich vor das Tor der Pfälzer zu kommen.

Möhlmann ernüchtert

Die Schwäche der Frankfurter war augenscheinlich. Gut, sie hatten mehr vom Spiel. Die Statistiker errechneten eine Ballverteilung von 55 zu 45 Prozent. Es sah auch fein aus, was die Mannschaft von Trainer Benno Möhlmann bis zum Sechzehner des FCK spielte. Nur der entscheidende Pass, die letzte Konsequenz und Entschlossenheit vor dem Tor, „fehlt uns einfach und hat uns über die ganzen 90 Minuten gefehlt“, analysierte Möhlmann. Seit elf Monaten hat der 58 Jahre alte Fußballlehrer nun das sportliche Sagen am Bornheimer Hang, selten klang er nach einer Niederlage so ernüchtert und enttäuscht wie am Samstag.

Nun ist es nicht etwa so, dass der gute Start des FSV in die Saison den Trainer etwa geblendet hätte. Keineswegs. Die Frankfurter waren im Sommer gnadenlos effektiv. „Wir hatten drei, vier Chancen und machten ein, zwei Tore“, sagte Möhlmann. Mittlerweile strahlen die Bornheimer Spitzen aber kaum noch Torgefahr aus. Edmond Kapllani ist weit entfernt von jener Form, die ihn zum Knipser machte. Der eingewechselte John Verhoek arbeitete viel, war am Samstag aber mehr damit beschäftigt, sich auf den Beinen zu halten. Das ist natürlich auch Möhlmann aufgefallen. Der grantelte: „Wir sind ein bisschen viel gerutscht, mittlerweile sollten die Spieler unseren Platz ja kennen.“ Möhlmann glaubte seinen FSV offenkundig schon einen Schritt weiter. Nicht nur was die Wahl der Stollen betrifft. Die schwache Offensive macht ihm Sorgen. „Das werden wir verbessern müssen, sonst wird es schwierig in dieser Liga, überhaupt noch etwas zu gewinnen“, sagte Möhlmann und legte kräftig nach: „Dann werden wir immer gut mitspielen, letztlich aber ohne Punkte dastehen.“ Einmal in Fahrt, watschte er seine Offensivkräfte kollektiv ab: „Da kann ich demnächst auch mit zehn Verteidigern spielen.“

Da ist einer ziemlich angefressen. Denn es ist ja nicht so, dass Möhlmann von seiner Mannschaft Unmögliches verlangt. Seit Anfang des Jahres impft er seinen Profis nun schon seine Philosophie des Fußballs ein. Auf dem Rasen ebenso wie in vielen Gesprächen. Nach einer tollen Rückrunde schloss sich fast nahtlos eine ebenso gute erste Saisonhälfte an. Mittlerweile scheint die Leichtigkeit dahin, obwohl die Spieler vor Selbstbewusstsein nur so strotzen müssten. Daher wird Möhlmann nach drei Niederlagen in Serie etwas ungeduldig, wenngleich er natürlich mit dem bisher erreichten hoch zufrieden sein dürfte: 21 Punkte, neunter Platz, neun Zähler Vorsprung auf Relegationsplatz 16. Selbstzufriedenheit, Möhlmann weiß das nur zu gut, ist aber ein schlechter Wegbegleiter.

Foda zufrieden

Dessen ungeachtet war am Samstag mehr drin gewesen für den FSV. Kaiserslautern hatte unzweifelhaft die etwas reifere Spielanlage, stand hinten in der Zentrale gut. Wirklich überzeugend war es aber nicht. „Deshalb bin ich auch nur mit dem Ergebnis zufrieden“, sagte FCK-Trainer Franco Foda. Immerhin, ihnen verwehrte der Schiri den Elfmeterpfiff in der 18. Minute nicht: Moise Bambara hatte Albert Bunjaku attackiert, der selbst verwandelte. Die frühe Entscheidung. Idrissous Handspiel zum Trotz.

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