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04. November 2012

FSV Frankfurt: Spitze in Sicht, Blick nach unten

 Von Ingo Durstewitz
Hat vieles richtig gemacht gegen Duisburg: FSV-Trainer Benno Möhlmann im Gespräch mit Yannik Stark. Foto: dpa

Der FSV Frankfurt schafft mit dem verdienten Sieg in Duisburg endgültig den Turnaround. Den Sieg in Duisburg kann sich auch Trainer Benno Möhlmann ans Revers heften.

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Der FSV Frankfurt schafft mit dem verdienten Sieg in Duisburg endgültig den Turnaround. Den Sieg in Duisburg kann sich auch Trainer Benno Möhlmann ans Revers heften.

Wer am Bornheimer Hang die Aufstiegsränge sucht, muss nicht das Fernrohr auspacken. Nach zwölf Spielen hat der FSV Frankfurt 21 Zähler aufs Konto geladen, das ist beachtlich und aller Ehren wert. Nur ein paar Pünktchen trennen ihn nach dem hochverdienten 2:1 (2:0)-Erfolg beim Schlusslicht MSV Duisburg von den absoluten Spitzenrängen. Doch mittlerweile fragt gar niemand mehr nach etwaigen Ambitionen der Bornheimer. Und falls es irgendein Unverbesserlicher in Zukunft noch vorhaben sollte, bekommt er von Sportchef Uwe Stöver vorsorglich ein paar Tritte vors Schienbein gehämmert, zu seiner aktiven Zeit wurde der Geschäftsführer nicht ohne Grund „Zerstöver“ genannt. „Obacht“, hebt er also an. „Solche Situationen blenden oft, weil man denkt, es läuft alles von alleine.“ Das tut es natürlich nicht.

Die errungenen Zähler, findet Stöver, dienen nur dem guten Zweck, den FSV ein gutes Stück näher an das Ziel zu hieven, das spätestens im Mai 2013 erreicht sein will: Klassenerhalt. „Wir haben den Vorsprung auf die Abstiegsränge auf zwölf Punkte vergrößert, nur darauf schauen wir“, sagt der Manager.

Erinnerung an einen Einbruch

Er erinnert an die Saison vor zwei Jahren, als der FSV zum identischen Zeitpunkt ebenfalls 21 Punkte gesammelt hatte und in Schlagweite zu den Topklubs lag. In der Rückrunde folgte der kolossale Einbruch mit nur noch zehn errungenen Zählern. „Das sollte uns Warnung genug sein“, sagte Stöver. Dieser unerklärliche Absturz läutete übrigens auch das Ende des Trainers Hans-Jürgen Boysen am Hang ein. Doch das ist Schnee von vorgestern.

Nach mehr als einem Drittel dieser Saison wagt Stöver ein vorsichtiges Zwischenfazit: „Ich glaube, dass dieser Vorsprung die Leistung des Teams widerspiegelt.“ Auch Trainer Benno Möhlmann ist der Ansicht, dass seine Mannschaft nicht zufällig so viele Punkte errungen hat. „Das ist gerechtfertigt.“

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Die Schwarzblauen haben sich zu einer sehr unbequemen Zweitligamannschaft entwickelt, die diszipliniert spielt, geordnet und systematisch. An guten Tagen können sie jeden Gegner schlagen, an weniger guten freilich auch gegen jeden Kontrahenten den Kürzeren ziehen. Für Möhlmann ist das die normalste Sache der Welt: „Wir sind ja keine Übermannschaft, die antritt, um den Gegner in Grund und Boden zu spielen.“

Die 21 erbeuteten Zähler sind ganz sicher kein Zufall, es nötig auch Respekt ab, wie der FSV wieder die Kurve bekommen und seine Mini-Krise überwunden hat. Durch die Siege gegen Regensburg und am Samstag in Duisburg wurden die „vier nicht so schönen Spiele entsprechend korrigiert“, wie Stöver formuliert. Aus jenen Partien hatte das Team nur einen Zähler geholt und war im Klassement deutlich abgerutscht. Nun der Turnaround.

Den Sieg in Duisburg kann sich auch der Trainer ans Revers heften. Möhlmann stellte sein Team um, baute auf eine Raute im Mittelfeld, beorderte Marc Heitmeier auf die defensive Mittelfeldposition, Yannick Stark und Moise Bambara auf die Halbpositionen und ließ Außenbahnspieler Michael Görlitz als Spielmacher ran.

Möhlmann wagt und gewinnt

Die neue Besetzung harmonierte ausgesprochen gut, kein Mittelfeldspieler blieb hinter den Erwartungen zurück, Stark und Heitmeier gehörten − neben Manuel Konrad und dem überragenden Innenverteidiger Tim Heubach – zu den besten Spieler im Ensemble vom Main. Der Fußballsportverein hatte, wie Möhlmann sanft tadelt, „nicht so gut nach vorne gespielt“. Das war aber auch nicht nötig, denn was der bis ins Mark verunsicherte MSV anbot, war von erschreckender Harmlosigkeit. Die Treffer für die mit der reiferen Spielanlage ausgestatteten Gäste fielen nach Standardsituationen, einmal traf Konrad (34.), das andere Mal John Verhoek (38.). „Da haben wir zweimal gepennt“, kritisiert der heutige Duisburger und frühere Darmstädter Trainer Kosta Runjaic.

Im zweiten Abschnitt hätten die Bornheimer den Sack früher zumachen müssen. Sie ließen reihenweise guter Konterchancen liegen, und als Maurice Exslager aus dem Nichts zum 1:2 traf (80.), mussten sie ein bisschen bangen. Aber nur ein bisschen, der MSV war einfach zu harmlos − und bleibt Liga-Schlusslicht. Irgendwann hallten dann „Nie mehr zweite Liga“-Sprechchöre durch die Arena. Nicht etwa angestimmt von den 150 FSV-Fans, sondern vom Duisburger Anhang. Viel mehr Spott geht nicht.

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