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FSV
News vom Bornheimer Hang: Spielberichte und Interviews, Nachrichten und Hintergründe zum FSV

27. Februar 2016

FSV Frankfurt: Unangenehme Bornheimer

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Bis zum 2. März muss er angewachsen sein: Der FSV Frankfurt bekommt einen neuen Rasen.  Foto: bild pressehaus

Der FSV Frankfurt reist nach dem Sieg auf St. Pauli mit breiter Brust zum Zweitligaspiel nach Braunschweig.

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Die Stimmung am Bornheimer Hang war schon mal schlechter. Draußen in der Arena an der A 661 verlegen die Gartenbauer eifrig einen neuen Rollrasen – und sie seien, allen Unkenrufen zum Trotz, im Zeitplan, wie FSV-Geschäftsführer Clemens Krüger mit einem Lächeln bemerkte. Bis Mittwoch liegt das gute Stück. Das wäre auch dringend angeraten. Dann gastiert Tabellenschlusslicht MSV Duisburg in Frankfurt.

Drinnen, im Bauch des Frankfurter Stadions, herrscht knapp eine Woche nach dem furiosen 3:1-Sieg auf St. Pauli ebenfalls nachvollziehbar gute Laune. Die Art und Weise, wie der Fußballsportverein in Hamburg die drei Punkte kassierte, beeindruckte und nährt die Hoffnung auf eine Wiederholung am Sonntag: Nach St. Pauli ist vor Braunschweig. Zwei Auswärtsspiele binnen einer Woche! Es gibt Schlimmeres für den in dieser Saison so heimschwachen FSV.

Schahin gesperrt, Halimi krank

In der Fremde sind die Bornheimer eine Macht. Nur zweimal in elf Spielen gingen sie in dieser Saison als Verlierer vom Platz. Auf St. Pauli überraschte Trainer Tomas Oral mit einem 4-4-2-System, er stellte auf vier Positionen um, ging volles Risiko – und wurde dafür belohnt. Mit welchem Personal, in welchem System der FSV morgen Nachmittag in Niedersachsen antreten wird, ließ Oral am Freitag erwartungsgemäß offen.

Sicher ist nur, dass Dani Schahin gelbgesperrt fehlen wird, Besar Halimi krank das Bett hütet und für Neuzugang Niki Zimling die Saison beendet ist. Bei der dänischen Leihgabe von Mainz 05 riss in der Hansestadt das Innenband und das vordere Kreuzband im rechten Knie. „Ein harter Schlag, er sollte unserem jungen Kader mit seiner Erfahrung helfen“, sagte Oral gestern: „Jetzt müssen halt andere hinhalten.“

So wie Marc Kruska, der am vergangenen Freitag ein richtig gutes Spiel gemacht habe. Ob sich der Routinier damit in die Mannschaft gespielt hat? Vermutlich nicht. Denn Kapitän Manuel Konrad meldete sich in dieser Woche wieder gesund zurück und dürfte neben Fanol Perdedaj im defensiven Mittelfeld den Laden dichthalten. Sollte Oral mit drei Sechsern planen, wäre „Kruse“ aber sicher erste Wahl.

Die Eintracht aus Braunschweig zählte Oral vor der Saison zu den Aufstiegsaspiranten – und auch jetzt sei die Mannschaft von Torsten Lieberknecht noch auf Schlagdistanz zu den Spitzenplätzen: „Die Braunschweiger sind sehr unangenehm zu bespielen.“

Stimmt. Das gilt aber auch für den FSV in der Fremde. Dort sind die Stadien meist voll oder zumindest voller als zu Hause am Hang. „Die Mannschaft“, sagte Oral, „kann auch hier wieder das Publikum aufsaugen und versuchen, mit breiter Brust ins Spiel zu gehen.“ Wenn ihr das gelingt, „werden wir unangenehm für Braunschweig“, so Oral.

Oral soll neues FSV-Angebot vorliegen

Auf St. Pauli waren es knapp 30 000 Zuschauer, in Braunschweig werden 20 000 erwartet. „Es gibt keinen Fußballer, der nicht gerne vor einer großen Kulisse spielt“, sagte Oral, dem seitens des Vereins ein neues Vertragsangebot vorliegen soll. Den eigenen schwachen Zuschauerzuspruch als Grund für die Heimmisere zu detektieren, „wäre mir aber zu einfach“, erwiderte Krüger. Der Schnitt am Bornheimer Hang liegt zur Zeit bei 5744 Zuschauern. „Ich glaube, die Mannschaft will in den Heimspielen einfach zu viel“, so Krüger weiter. Dem Druck, es besonders gut machen zu wollen, halte die junge Mannschaft aber offenbar noch nicht stand.

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Das sieht auch Oral nicht anders: „Der eine oder andere nimmt es sich sehr zu Herzen, wenn nicht gleich klappt, was man sich vorgenommen hat.“ Seine Aufgabe bestehe deshalb darin, seinen Spielern neues Selbstvertrauen einzuimpfen, „die Brust zu lösen“, um am Mittwoch gegen den MSV endlich wieder einen Heim-Dreier einzufahren.

Vorher allerdings gilt es in Braunschweig zu bestehen. Ein neuerliches Erfolgserlebnis auf des Gegners Platz wäre der ohnehin guten Stimmung am Bornheimer Hang sicherlich nicht abträglich.

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