Der Mann strotzt nur so vor Selbstvertrauen. Warum auch nicht? Wochenende für Wochenende wird Yannick Stark mit Lob überhäuft. In der Kicker-Rangliste rückte der 22 Jahre alte defensive Mittelfeldspieler im Winter ins „Blickfeld“. Fälschlicherweise in der Rubrik offensives Mittelfeld. Das dürfte seiner Dynamik geschuldet sein. Stark ist eben nicht nur defensiv ein robuster Abräumer, er ist auch in der Lage, ein Spiel anzukurbeln, verfügt über einen strammen Schuss und eine gute Technik. Dass er in dieser Saison erst zwei Pflichtspieltore erzielt hat, passt aber eigentlich nicht in die Erfolgsgeschichte des großen Blonden, der seit Sommer 2011 für den FSV Frankfurt kickt. Und auch künftig dort spielen soll. Das wünschen sich gleichermaßen Fans und Führung des Zweitligisten aus Bornheim.
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Sein Vertrag läuft im Sommer aus, Stark liegt längst ein neuer Kontrakt vor − zu deutlich verbesserten Konditionen. Noch aber ziert er sich, das Papier zu unterschrieben. „Ich habe noch Zeit“, sagte er am Mittwochmittag. Am Vormittag saßen sein Berater und Sport-Geschäftsführer Uwe Stöver zusammen. Es wird gepokert. Und das schon seit dem Wintertrainingslager in der Türkei. „Wir haben ihm einen ersten, zweiten und mittlerweile dritten Vertragsentwurf vorgelegt“, erzählte Stöver gestern. Eine Hängepartie. „Ich bin aber sehr entspannt“, so Stöver. Denn im Rahmen seiner Möglichkeiten werde der FSV alles dafür tun, Stark zu halten. „Aber es gibt auch einen Punkt, an dem wir sagen, bis dahin und nicht weiter.“ Es scheint, als sei der fast erreicht.
Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass ihn seine Berater in der ersten und zweiten Bundesliga angeboten haben. Das übliche Geschacher. Wer am Ende den Zuschlag erhält, ist offen. Stark bezeichnete das Angebot des FSV als „gut“. Aber offenbar noch nicht gut genug.
Erste Neuzugänge
Stöver bleibt dennoch gelassen, plauderte gestern lieber über etwaige Neuzugänge für die kommende Spielzeit. „Ein paar haben wir schon.“ Namen gibt es keine. Das sei noch zu früh. Aber die Nachricht ist eindeutig: Auch ein Yannick Stark wäre ersetzbar, sollte er nicht mehr in den finanziellen Rahmen des FSV passen.
Nun ist Stark nicht der einzige FSV-Profi, dessen Vertrag am Saisonende ausläuft. Nils Teixeira hat am Dienstag verlängert, vor ihm haben Patric Klandt, Manuel Konrad, Alexander Huber, Michael Görlitz und Trainer Benno Möhlmann unterschrieben. Vakant sind noch die Personalien Marcel Gaus und Gledson. Letzterer steckt nach seiner neuerlichen Knieverletzung noch in der Reha. „Mit Gaus haben wir verabredet, uns nach dem Spiel in Paderborn am Freitag in einer Woche zusammenzusetzen“, sagte Stöver und zeigte sich zuversichtlich, eine Einigung erzielen zu können.
An diesem Freitag gastiert der VfR Aalen am Bornheimer Hang. Ob Marcel Gaus wird spielen können, scheint noch nicht sicher. Er laborierte am Mittwoch an einer Augenentzündung. Sicher ist nur, dass Yannick Stark fehlen wird − er ist gelbgesperrt, gezwungen, auf der Tribüne Platz zu nehmen. Fragen nach seiner Zukunft dürften ihn dort mehr als einmal gestellt werden.
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