Eigentlich brauchte es die 0:1-Heimniederlage am Samstag gegen den Drittligisten Rot-Weiß Erfurt gar nicht mehr. Die Erkenntnis, angesichts des langfristigen Ausfalls von Edmond Kapllani und der kurzfristigen Zwangspause von John Verhoek, die verwaiste Position des Mittelstürmers neu zu besetzen, sei schon vor dem letzten Testspiel des FSV Frankfurt gereift, berichtet Uwe Stöver. Der Sport-Geschäftsführer ist sich mit Cheftrainer Benno Möhlmann einig, personell nachzulegen. Viel Zeit bleibt dem Zweitliga-Achten aber nicht. Der Winterschlussverkauf neigt sich dem Ende entgegen, das Transferfenster schließt am 31. Januar. Am 3. Februar startet der FSV gegen Ingolstadt in die Restrückrunde.
Seit Tagen geistern die Namen von Ilian Micanski vom 1. FC Kaiserslautern und Rob Friend von Eintracht Frankfurt um den Bornheimer Hang. Spielernamen, die Stöver „nicht kommentiert“. Die Zahl möglicher Kandidaten gehe in den zweistelligen Bereich, berichtet der Sportmanager des FSV. Stöver verfällt ungeachtet der Vakanz im Angriff des Fußballsportvereins nicht in Aktionismus. „Es muss passen“, sagte er am Montag: „Sportlich definitiv und wirtschaftlich zu hundert Prozent.“
Rahmenbedingungen, die das Casting nicht einfacher machen. Vor allem finanziell bewegt sich der FSV in überschaubaren Größenordnungen. „Eigentlich haben wir keine großen freien Gelder zu Verfügung“, sagt Finanz-Geschäftsführer Clemens Krüger, „aber die Notwendigkeit gibt den Rahmen vor.“
Unterdessen ist das für heute Abend angesetzte Testspiel bei Viktoria Aschaffenburg aufgrund der widrigen Witterungsbedingungen abgesagt worden.
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