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07. Dezember 2012

FSV-Gegner Sandhausen: „Der FSV steht dort, wo er hingehört“

Hans-Jürgen Boysen: "Es wird ein Kampf bis zum Schluss". Foto: imago

Sandhausens Trainer Hans-Jürgen Boysen über seine Rückkehr an den Bornheimer Hang und die erneute Herausforderung Abstiegskampf.

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Sandhausens Trainer Hans-Jürgen Boysen über seine Rückkehr an den Bornheimer Hang und die erneute Herausforderung Abstiegskampf.

Hans-Jürgen Boysen, 55, bewahrte den Fußball-Zweitligisten FSV Frankfurt zwei Mal vor dem Abstieg. Im Dezember 2011 musste der Fußballlehrer allerdings wegen anhaltender Erfolglosigkeit den Klub verlassen. Nach elfmonatiger Arbeitslosigkeit ist der ehemalige Profi des Karlsruher SC zurück im Geschäft, übernahm am 20. November den Ligakonkurrenten SV Sandhausen − bereits zum dritten Mal nach 1994 bis 1996 und 2001/2002. Boysen ist offenkundig ein Wiederholungstäter: Auch den OFC trainierte er in seiner Karriere schon drei Mal. „Das ist schon sehr ungewöhnlich“, sagt er selbst. Am Freitagabend spielt er mit dem SVS gegen den FSV Frankfurt.

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Herr Boysen, mit welchen Gefühlen kehren Sie zurück an den Bornheimer Hang?

Es ist natürlich etwas Besonderes, wenn man mit seinem neuen Klub bei jenem Verein spielt, den man zuvor selbst einmal trainieren durfte. Der Kontakt zu den Verantwortlichen des FSV ist nie abgerissen. Ich war am vergangenen Sonntag im Stadion und wurde sehr herzlich aufgenommen. Das zeigt, auch wenn man sich trennt, kann man sich hinterher noch in die Augen schauen. Ich kenne die Mannschaft noch sehr gut und habe sie in guter Erinnerung.

Macht das die Aufgabe für Sie leichter? Viele Spieler haben Sie selbst noch geholt. Sie kennen den FSV aus dem Effeff ...
... es ist sicherlich nicht von Nachteil. Ich kenne die Charaktere und die Spielertypen gut. Ob es uns hilft, was Zählbares zu holen, wird sich aber erst noch zeigen.
Sie sind in Sandhausen als Feuerwehrmann verpflichtet worden. Keine ungewohnte Situation für Sie. Sehen Sie eine Parallele zu ihrem Einstieg beim FSV im Oktober 2009?
Natürlich. In Frankfurt war das so. Und die vier Male zuvor auch. Es ist für mich keine neue Aufgabe, den Abstiegskampf anzunehmen und zu bewältigen. Es ist sicherlich von Vorteil, dass ich die Mannschaft des SV Sandhausen sehr gut kenne, weil ich sie in der jüngeren Vergangenheit sehr oft gesehen habe. Das erleichterte mir den Einstieg.

Ziel: Klassenerhalt

Sie haben in Sandhausen Ihren Freund Gerd Dais als Trainer abgelöst. War das ein Problem?
Das haben wir beide sehr professionell gesehen. Es war natürlich eine außergewöhnliche Situation. Aber wir waren und bleiben Freunde.

Das Ziel ist klar: Der Klassenerhalt soll es sein. Sie haben es in der kurzen Zeit geschafft, den Sinkflug zu stoppen. Aus den ersten drei Spielen holte Sie fünf Punkte, sind ungeschlagen. Wie haben Sie das geschafft?
Es gab in den ersten 14 Spielen eine wahre Gegentorflut − zwei im Schnitt. Da weiß man als Trainer, wo der Hebel anzusetzen ist: Der Defensivverbund musste stabilisiert werden. Das ist uns auch relativ rasch gelungen. Wir lösen gut auf, arbeiten jetzt gut gegen den Ball. Auch mental war die Mannschaft nach fünf Niederlagen hintereinander am Boden. Die Körpersprache war negativ. Auch hier haben wir sehr schnell einen Umschwung geschafft. Aber wir machen uns nichts vor. Es wird ein Kampf bis zum Schluss.
Sie waren elf Monate ohne Job. Wie haben Sie die Zeit genutzt?
Ich habe an jedem Wochenende drei, vier Spiele gesehen − von der vierten bis zur ersten Liga. Mein Hauptaugenmerk lag allerdings auf den Spielen der zweiten und dritten Liga, weil ich hoffte, dort wieder den Einstieg als Trainer zu schaffen. Darüber hinaus habe ich im März beim FC Sevilla zweieinhalb Wochen und zuletzt im Oktober beim AC Florenz hospitiert. Ich wollte über den Tellerrand hinausschauen und sehen, wie andere Spitzenmannschaften in Europa arbeiten. Nicht nur im Profi-, sondern auch im Nachwuchsbereich. Schließlich leite ich seit 17 Jahren eine Fußballschule.

FSV als Beispiel, wie es gehen kann

Wie haben Sie den FSV seit Ihrer Trennung erlebt?
Sehr positiv. Die Mannschaft hat in der vergangenen Saison den Klassenerhalt geschafft und ist aktuell in der Tabelle weit weg von jenen Plätzen, auf denen sie sich in der Vergangenheit meistens befunden hat. Benno Möhlmann mag ich nicht nur als Trainerkollegen. Er hat der Mannschaft seine Philosophie vermittelt und Spieler, die wir in der Vergangenheit zum FSV geholt haben, wunderbar weiterentwickelt: Wir haben einen Yannick Stark aus der vierten Liga geholt, einen Marc Heitmeier, einen Manuel Konrad, einen Nils Teixeira, einen Alexander Huber aus der dritten Liga. Sie alle haben sich zu gestandenen Zweitligaspielern entwickelt. Ich habe in den vergangenen Monaten viele Spiele des FSV gesehen und ich muss sagen: Der FSV steht dort, wo er hingehört − in der ersten Tabellenhälfte.

Kann der FSV Frankfurt dem SV Sandhausen ein Vorbild sein?
Absolut. Ähnlich wie Ingolstadt ist der FSV ein gutes Beispiel, wie es gehen kann. Sandhausen ist das erste Mal in die zweite Liga aufgestiegen und es soll kein einjähriges Gastspiel werden. Wir wollen uns wie Ingolstadt und der FSV in der Liga etablieren. Deshalb möchten wir am Freitag den Nimbus von drei ungeschlagenen Spielen fortsetzen.

Das Gespräch führte Jörg Hanau.

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