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FSV
News vom Bornheimer Hang: Spielberichte und Interviews, Nachrichten und Hintergründe zum FSV

26. Oktober 2010

Pokalniederlage gegen Schalke: Arbeit statt Party

 Von Jörg Hanau
Der Frankfurter Marc Heitmeier (rechts) wirft sich in einen Schuss des Schalkers Edu (26.10.2010). Foto: dpa

Es sollte ein rauschendes Fest werden. Doch aus der geplanten Party am Bornheimer Hang wurde nichts. Die Schalker Nachtschwärmer besiegten den FSV Frankfurt - wenn auch sehr mühevoll.

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Es sollte ein rauschendes Fest werden. Doch aus der geplanten Party am Bornheimer Hang wurde nichts. Die Schalker Nachtschwärmer besiegten den FSV Frankfurt - wenn auch sehr mühevoll.

Nicht so feuchtfröhlich wie in der Nacht zum Sonntag, als die Schalke-Profis im halben Dutzend das Frankfurter Nachtleben aufmischten, sollte das rauschende Fest werden. Vielmehr hochkonzentriert und ebenso -motiviert wollte der FSV Frankfurt am Dienstagabend im erstmals mit 10.826 Zuschauern ausverkauften Stadion am Bornheimer Hang den turmhohen Favoriten aus dem DFB-Pokal werfen.

Doch aus der geplanten Bornheimer Party auf der Berger Straße wurde nichts. Es war zwar nicht berauschend, was der so schwach in die Bundesliga gestartete Vizemeister und aktuelle Tabellensechzehnte anbot, es reichte allerdings für den FC Nachtschwärmer 04 um mit einem 1:0 (1:0)-Sieg gegen den FSV in die nächste Runde einzuziehen.

Felix Magath hatte von seiner feierwütigen Mannschaft eine deutliche Reaktion gefordert, „ich erwarte einen deutlichen Sieg“, sagte der vor dem Spiel noch so sanftmütige Trainer-Manager. Was ihm seine Spieler anschließend anboten, dürfte Magath aber kaum gefallen haben.

Jurado trifft aus der Distanz

Schalke verwaltete das Spiel nach der schnellen Führung durch den Spanier José Manuel Jurado, der in der zwölften Minute den Ball aus etwa 20 Metern in den Winkel drosch. Eine feine Einzelleistung, ein Kunstschuss – viel mehr bekamen die Zuschauer in den ersten 45 Minuten aber nicht zu sehen, sieht man von einem Kopfball Sekunden vor dem Halbzeitpfiff von Klaas-Jan Huntelaar ab, der auf die Latte sprang.

Die Schalker sparten ihre Kräfte, standen gut im Raum, ein fußballerischer Klassenunterschied blitzte aber viel zu selten auf. Der FSV spielte mit, zunächst allerdings ohne wirklich für Gefahr vor dem Tor von Manuel Neuer zu sorgen. FSV-Trainer Hans-Jürgen Boysen vertraute im Angriff auf den schnellen, aber wirkungslosen Momar N’Diaye, der die Schalker Abwehr – ohne den nicht einmal im Kader stehenden Christoph Metzelder – im ersten Durchgang nie ernsthaft in Verlegenheit bringen konnte.

Schalkes spanischer Superstar Raul verfolgte das schaurige Spiel seiner Kollegen nur aus der Ferne. Der Toptorjäger der Champions League lief sich 90 Minuten lang lediglich warm und musste tatenlos mitansehen, wie der FSV in der zweiten Halbzeit immer stärker wurde. Mit etwas Glück wäre für den FSV sogar mehr drin gewesen. Wenigstens die Verlängerung, wenn nicht sogar eine Pokalüberraschung.

Wer weiß, welche Wendung das Spiel genommen hätte, wäre ein Schuss von Mike Wunderlich kurz nach dem Wechsel nicht knapp über die Latte gesegelt. Oder hätte Benedikt Höwedes kurz darauf den Ball in höchster Not vor dem einschussbereiten N“Diaye in den Bornheimer Nachthimmel gezimmert.

Wunderlich hat die Chance

Der FSV bemühte sich im Rahmen seiner Möglichkeiten. Die Innenverteidiger Björn Schlicke und Marc Heitmeier machten wiederum einen guten Job, Manuel Konrad vertrat bei seinem Startelfdebüt den verletzten Andreas Dahlen auf der linken Abwehrseite sehr gut. Und Wunderlich gab wieder den unermüdlichen Antreiber, ließ eine Viertelstunde vor dem Ende die beste Einschussmöglichkeit sogar selbst aus – Neuer parierte erstklassig gegen den mutterseelenallein vor ihm auftauschenden Mittelfeldstrategen, der in der vergangenen Saison noch viertklassig kickte.

Boysen setzte in der Schlussphase auf alles auf eine Karte, brachte in Sascha Mölders und Cidimar zwei zusätzliche Stürmer. Der Mut des Frankfurter Cheftrainers wurde jedoch nicht belohnt. Schalke mogelte sich über die Zeit – eine deutliche Reaktion sieht anders aus.

Ergebnisse im DFB-Pokal (2. Runde)

Dienstag (26.10.2010)
Mittwoch (27.10.2010)

TuS Koblenz - Hertha BSC (2:1)

Victoria Hamburg - VfL Wolfsburg (1:3)

1. FC Köln - TSV 1860 München (3:0)

Greuther Fürth - FC Augsburg (2:4 n.V.)

FC Energie Cottbus - SC Freiburg (2:1)

FSV Frankfurt - FC Schalke 04 (0:1)

FC Bayern München - SV Werder Bremen (2:1)

1. FC Kaiserslautern - DSC Arminia Bielefeld (3:0)

Hallescher FC - MSV Duisburg

TSG 1899 Hoffenheim - FC Ingolstadt 04

Alemannia Aachen - FSV Mainz 05

Eintracht Frankfurt - Hamburger SV

Kickers Offenbach - Borussia Dortmund

SV Elversberg - 1. FC Nürnberg

Chemnitzer FC - VfB Stuttgart

Borussia Mönchengladbach - Bayer 04 Leverkusen

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