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FSV Frankfurt
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31. Oktober 2012

VfL Wolfsburg - FSV Frankfurt: Saures für den FSV Frankfurt

 Von Jörg Hanau
Wolfsburgs Diego kämpft gegen Yannick Stark vom FSV. Foto: Bongarts/Getty Images

Der VfL Wolfsburg hat den nächsten Schritt aus der sportlichen Krise geschafft: Der Bundesligist zog unter Interimscoach Lorenz-Günther Köstner mit einem 2:0 (0:0) gegen den Fußball-Zweitligisten FSV Frankfurt in das Achtelfinale des DFB-Pokals ein.

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Der VfL Wolfsburg hat den nächsten Schritt aus der sportlichen Krise geschafft: Der Bundesligist zog unter Interimscoach Lorenz-Günther Köstner mit einem 2:0 (0:0) gegen den Fußball-Zweitligisten FSV Frankfurt in das Achtelfinale des DFB-Pokals ein.

Süßes oder Saures? Die Frage stellten an diesem Halloween nicht nur die als Hexen oder Vampire verkleideten Kinder in der Wolfsburger Innenstadt, sondern auch die Zweitligakicker des FSV Frankfurt, die gestern Abend in der zweiten Runde des DFB-Pokals an die Pforte der Wolfsburg Arena anzuklopfen wagten. Die schaurigste Nacht des Jahres endete für die Bornheimer allerdings mit einer wenig schmackhaften Abfuhr, die ihnen aber nicht sauer aufstoßen sollte: Mit 0:2 (0:0) unterlagen die ganz in weiß spielenden Schwarzblauen dem klassenhöheren VfL Wolfsburg, für den Diego (51.) und der Niederländer Bas Dost (61.) trafen.

Dabei waren die Frankfurter nach Niedersachsen gereist, um dem VfL selbst einen bösen Streich zu spielen. Gegen die bis dato in der Saison mehr durch Arbeitsverweigerung denn hohe Spielkunst aufgefallenen Wolfsburger war der FSV unterm Strich zwar chancenlos gewesen, verabschiedete sich aber dennoch erhobenen Hauptes aus dem laufenden Wettbewerb.

Bälle ohne Tempo

Natürlich war der VfL im ersten Heimspiel nach dem Magath-Rausschmiss die tonangebende Mannschaft. Interimscoach Lorenz-Günther Köstner vertraute auf jene Elf, die am Wochenende in Düsseldorf mit einem 4:1-Sieg ein erstes Lebenszeichen sendete, zu Hause bis dato aber noch ohne Sieg in der Bundesliga geblieben ist. Der von Magaths Diktat befreite Brasilianer Diego führte Regie, verteilte die Bälle. Das wirkte alles ganz ordentlich, es mangelte allzu oft aber am nötigen Tempo, um die tiefstehenden Frankfurter in letzter Konsequenz auszuspielen.

Die suchten ihr Heil nachvollziehbar in der Defensive, verteidigten ihren Sechzehner im Stile einer Handballmannschaft. Trainer Benno Möhlmann hatte sein Team Mannschaft im Vergleich zum 3:1-Sieg am Sonntag gegen Jahn Regensburg nur auf einer Position verändert. Für Angreifer John Verhoek rückte Moise Bambara als dritter Sechser ins defensive Mittelfeld. Eine Taktik (4-3-2-1), die in der zweiten Liga schon oft den Grundstein zum Erfolg legte. Gestern Abend war es allerdings ein ungleiches Duell. Die 80-Millionen-Truppe aus Wolfsburg war einfach diese eine Klasse besser als der FSV, dessen Etat gerade mal bei fünf Millionen Euro liegt.

Querlatte im Weg

Gefährlich wurde es für die Hessen immer dann, wenn die Wolfsburger über die Flügel spielten. Dann brannte es lichterloh. In den ersten 45 Minuten erspielten sich die Wölfe ein Chancenverhältnis von 4:1: Diego (19.) legte den Ball im Fünfer aber neben den Pfosten, Bas Dost scheiterte zweimal (36. und 38.) am guten FSV-Schlussmann Patric Klandt und Jan Polak (40.) stand bei einem Schuss nur die Querlatte im Weg zu einem Treffer.

Diego war es nach dem Wechsel denn auch, der nach feiner Vorarbeit von Makoto Hasebe und Ivica Olic den Beweis antreten sollte, das Geld eben doch Tore schießt. Nach 51 Minuten war der Bornheimer Abwehrriegel erstmals geknackt – und die Hoffnung so gut wie dahin, sich in die Verlängerung oder gar in ein Elfmeterschießen retten zu können.

Der FSV, im ersten Abschnitt nur einmal durch Edmond Kapllani vor Wolfsburgs Torhüter Diego Benaglio aufgetaucht, war nun natürlich gezwungen, mehr in die eigene Offensive zu investieren. Einmal lag den etwa 50 mitgereisten FSV-Anhängern sogar der Torschrei auf den Lippen, Bambaras Schuss wurde aber noch abgeblockt. Im Gegenzug setzte Dost mit seinem Treffer zum 2:0 den Deckel auf die Partie. Möhlmann reagierte, wechselte in Verhoek einen zweiten Stürmer ein. Längst aber war klar, dass es für den FSV an Halloween nur Saures geben würde.

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