Für das Heimspiel am Freitag (18 Uhr) gegen Hansa Rostock kündigt Bernd Reisig eine "besondere Aktion" an. Freibier? Freikarten? Weit gefehlt. "Wir peilen den zweiten Sieg in Folge an", sagt der Geschäftsführer des FSV Frankfurt. "Das gab es in dieser Saison ja noch nie."
Der Bornheimer Zweitligist schöpft nach dem ersten Auswärtserfolg (3:1 in Oberhausen) wieder neuen Mut und Zuversicht, das rettende Ufer doch noch trockenen Fußes zu erreichen. Der FSV ist wieder konkurrenzfähig in der Liga, in der inoffiziellen Wertung seit Amtsantritt von Hans-Jürgen Boysen vor fünf Spielen liegt er auf einem respektablen siebten Platz: zwei Spiele gewonnen, eins unentschieden, zwei verloren.
Gegen Hansa soll die Bilanz endgültig ins Positive kippen. "Wir haben jetzt die Chance auf eine kleine Serie, die brauchen wir auch, denn dann ist man sofort draußen aus dem Schlamassel", befindet Reisig. Trainer Boysen muss schmunzeln bei den Ausführungen des Geschäftsführers. "Man sieht: Der Druck auf den Trainer wächst", sagt er grinsend. Er will den gestiegenen Ansprüchen gerecht werden, er selbst legt die Messlatte sehr hoch: "Ich hoffe, dass wir ein Feuerwerk abbrennen."
Der Coach wird, das hat er bereits angekündigt, kaum Änderungen vornehmen, nur eine - gezwungenermaßen. Gledson, zuletzt stark in der Innenverteidigung, wird gegen seinen Ex-Verein fehlen, er sah in Oberhausen seine fünfte Gelbe Karte. Macht nichts. Für ihn ist Alexander Klitzpera nach seiner Oberschenkelverletzung rechtzeitig fit. "Da sehe ich kein Problem der Integration", bekundet Boysen.
Pekka Lagerblom, auf den Boysen ungeheuer große Stücke hält, wird nach seinem Muskelfaserriss in den Kader zurückkehren. Genauso wie Soumaila Coulibaly, der umstrittene Mittelfeldspieler. Er ist ebenfalls wieder auf dem Damm, hat aber körperlich noch erhebliche Defizite. Trotzdem liebäugelt Boysen damit, Coulibaly auf die Bank zu setzen, um ihn, falls nötig, spät ins Spiel zu bringen: "Er steht für Kreativität, Genialität, Torgefahr. Das tut jedem Team gut."
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