Der ehemalige Bundespräsident Christian Wulff wird trotz der besonderen Umstände seines Rücktritts mit einem großen Zapfenstreich geehrt. Es entspreche der ständigen Praxis, dass Präsidenten, Kanzler und Verteidigungsminister beim Ausscheiden aus dem Amt mit dem militärischen Zeremoniell verabschiedet würden, sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Stefan Paris, am Freitag in Berlin.
Verteidigungsminister Thomas de Maiziere habe Wulff den Zapfenstreich angeboten und sich gefreut, dass der frühere Präsident angenommen habe. Die Zeremonie werde voraussichtlich in der Woche ab dem 5. März stattfinden.
Guttenberg ließ "Smoke on the Water" spielen
Der große Zapfenstreich ist das höchste militärische Zeremoniell der Bundeswehr. Dabei handelt es sich um eine feierliche Abendmusik mit Spielmannszug, Musikkorps, Soldaten unter Gewehr und Fackelträgern. Traditionell werden damit Bundespräsidenten, Bundeskanzler und Verteidigungsminister und militärische Spitzen verabschiedet.
Die Bezeichnung Zapfenstreich geht auf die Zeit der Landsknechte zurück, als damit abends das Signal zur Nachtruhe gegeben wurde. Die geehrte Persönlichkeit kann drei Musikstücke auswählen, die während der Serenade als Teil des Zapfenstreichs gespielt werden.
Unklar ist noch, welche Stücke Wulff sich wünscht. Karl-Theodor zu Guttenberg hatte sich nach seinem Rücktritt als Verteidigungsminister für zwei Klassiker entschieden - und „Smoke on the Water“ von der britischen Band „Deep Purple“.
(dapd/rtr)
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