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11. Januar 2016

Unterlagen ausmisten: Von Bescheid bis Urkunde: Das dürfen Sie 2016 getrost wegwerfen

Beim Kampf gegen die Papierberge im heimischen Büro muss man sich an die Aufbewahrungsfristen halten. Das gilt insbesondere für Einkommensteuerpflichtige.  Foto: dpa

Für den Frühjahrputz ist es nie zu früh: Gerne möchte man die Papierstapel zu Hause zum Jahreswechsel abbauen und alte Rechnungen, Steuerbescheide oder Kassenbons wegschmeißen. Was Privatpersonen und Unternehmer entsorgen dürfen, und was nicht.

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Häufig wird der Jahreswechsel genutzt, um Belege, Quittungen und Rechnungen zu ordnen. „Dabei sollte nicht alles, was sich über die Jahre angesammelt hat, blindlings weggeworfen werden“, rät Isabel Klocke vom Bund der Steuerzahler. Denn eine Reihe von Belegen müssen für das Finanzamt aufbewahrt werden. Dies gilt nicht nur für Unternehmer, auch Privatpersonen sollten bestimmte Belege nicht gleich aussortieren. Ein Überblick:

Privatpersonen

Sie müssen Rechnungen und sonstige Belege im Regelfall nicht archivieren. Wurden sie dem Finanzamt vorgelegt und ist der Steuerbescheid in Ordnung, können die Belege entsorgt werden. „Gibt der Steuerzahler seine Steuererklärung elektronisch ab und sendet keine Belege nach, sollte er die Belege mindestens bis zur Bestandskraft des Steuerbescheides aufbewahren“, empfiehlt Klocke.

Eine Sonderregelung gibt es allerdings für Steuerzahler, die gut verdient haben. Wer positive Einkünfte aus Kapitalvermögen, Vermietung und Verpachtung, nichtselbstständiger Arbeit oder sonstige Einkünfte von mehr als 500.000 Euro erzielt hat, muss die entsprechenden Unterlagen sechs Jahre lang aufbewahren.

Zeugnisse, Verträge, Urkunden, Bescheide: Was genau wie lange aufbewahrt werden muss, lesen Sie in der Fotostrecke:

Unternehmer

Geschäftsbücher, Inventare, Bilanzen und sonstige zu führende Bücher müssen zehn Jahre lang aufbewahrt werden. Auch für digitale Aufzeichnungen gilt die zehnjährige Speicherfrist. Empfangene oder abgesandte Handels- und Geschäftsbriefe müssen hingegen grundsätzlich nur sechs Jahre lang aufbewahrt werden.

Die Aufbewahrungsfrist beginnt jeweils mit dem Schluss des Kalenderjahres, in dem die letzte Eintragung in das Geschäftsbuch gemacht, das Inventar aufgestellt, die Bilanz festgestellt, der Geschäftsbrief abgesandt oder empfangen wurde.

Mehr dazu

Zu Beginn des Jahres 2016 können Unternehmer daher Bücher und Aufzeichnungen mit der letzten Eintragung aus dem Jahr 2005 oder früheren Datums entsorgen. Dies gilt auch für Inventare, die bis 31. Dezember 2005 oder früher aufgestellt worden sind sowie Jahresabschlüsse, Eröffnungsbilanzen und Lageberichte.

Empfangene Geschäftsbriefe, die bis zum 31. Dezember 2009 oder früher eingegangen sind, und Durchschriften abgesandter Handels- oder Geschäftsbriefe, die bis zum 31. Dezember 2009 oder früher abgesendet wurden, können ebenfalls aussortiert werden. (dpa)

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