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Test: Spenden-Einkaufsportale zum Teil teuer und unflexibel

Spezielle Onlineportale kombinieren den Einkauf mit einer Spende. Verbraucherschützer halten nicht viel von dieser Variante. Foto: Foto: Kay Nietfeld
Spezielle Onlineportale kombinieren den Einkauf mit einer Spende. Verbraucherschützer halten nicht viel von dieser Variante. Foto: Foto: Kay Nietfeld

Düsseldorf. Einkaufen und dabei Gutes tun - diese Idee wollen sogenannte Spendenportale im Internet befördern. Doch Verbraucherschützer raten ab. Die Produkte der Anbieter sind häufig überteuert.

Eigentlich steckt eine gute Idee dahinter: Wer seine Online-Einkäufe über die Portale abwickelt, kann Hilfsorganisationen oder Vereine mit Provisionen beglücken. Wie viel weitergegeben wird, ist aber sehr unterschiedlich. Auch sind die Waren oft teuer. Das ergab eine Stichprobe der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Nach Ansicht der Verbraucherschützer sollten Kunden Spenden und Einkauf besser trennen.

. Sie gaben je 100 Euro in 20 Shops aus, die auf allen acht Portalen vertreten sind. Dabei zeigten sich enorme Unterschiede: Für die 2000 Euro wollten die Portale zwischen 24 und 150 Euro ausschütten. Bei der Wahl der Spendenempfänger sind die Kunden aber oft an Vorschläge der Portale gebunden. Mal sind zwei fest vorgegeben, mal dürfen Kunden aus einem festen Pool mit Dutzenden Organisationen wählen.

Ein weiteres Problem: Die Waren, die Kunden über die Portale kaufen können, sind mitunter teurer als anderswo. So kostete etwa ein Kaffeeautomat bei dem günstigsten der bei allen Portalen gelisteten Anbieter 579 Euro. Gespendet wurden davon maximal 10 Euro. Preissuchmaschinen im Internet fanden das Gerät laut Verbraucherzentrale für 498 Euro - eine Preisersparnis von 81 Euro. Wer diesen Betrag direkt spende, könne mehr bewirken. (dpa/tmn)

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