Genfer Autosalon
Neue Fahrzeuge und Trends rund um die Automesse in Genf.

09. März 2013

Autosalon 2013: Design-Studien des Genfer Salons

Die raumgreifenden Scherentüren der Studie Subaru Viziv sind schön anzuschauen für die Messebesucher, werden es aber wohl nie in die Serienproduktion schaffen. Foto: dpa

SUV mit großen Scherentüren, ein Bus im Mini-Format, eine flache Sportflunder, hochbeinig wie ein Geländewagen, und Elektro-Dreiräder für die Stadt: Beim Genfer Salon treiben die Design- und Technik-Studien verrückte Blüten.

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Mehr oder weniger seriennahe Design-Studien und Konzept-Autos der Hersteller sowie exzentrische Einzelstücke der Karosseriebauer – sie alle gehören zum Genfer Autosalon (noch bis 17. März). Viele bleiben für immer automobile Träume und Besucher-Stopper für die großen Messen. Andere zeigen Design-Elemente oder technische Details künftiger Serienautos. Manche sind Testballons: Wenn das Interesse der Messebesucher groß genug ist, können sie in Serie gehen.

Toyota FT-86 Open Concept

In letztere Kategorie der seriennahen Fahrzeuge gehört in Genf das sportliche Cabrio Toyota FT-86 Open Concept. Noch ist es eine Studie, doch nicht wenige Fans warten schon begierig darauf. Toyotas Cabrio-Studie basiert auf dem GT 86. Mit dem FT-86 Open Concept will Toyota die Reaktionen des Messepublikums prüfen und gegebenenfalls eine Serienversion auflegen.

Das ist gar nicht so unwahrscheinlich. So räumt Pressesprecher Jürgen Stolze ein. „Die offene Variante war bei der Konstruktion des Sportwagens von Anfang an mit eingeplant.“ Der offene GT-86 soll zum Beispiel beim Kofferraumvolumen gegenüber dem geschlossenen Modell kaum beeinträchtigt sein, ebenso wenig das Platzangebot im Fahrzeug.

Die Studie Adam Rocks gibt Hinweise auf eine offene und eine Cross-Variante des Opel Adam.
Die Studie Adam Rocks gibt Hinweise auf eine offene und eine Cross-Variante des Opel Adam.
Foto: Autonews

Opel Adam Rocks

Gleich zwei mögliche Serien-Varianten des Opel Adam nimmt die Studie Adam Rocks vorweg. Auf der einen Seite gibt es einen Ausblick auf eine Cabrio-Variante des Kleinstwagens, um die sich schon seit geraumer Zeit Gerüchte ranken. Andererseits zeigt sie einen Adam im Crossover-Look, der eventuell eines Tages Mini Paceman und Fiat Panda Trekking Konkurrenz machen könnte.

Dass der Adam Rocks gleich auf zwei mögliche künftige Modellvarianten verweist, hat seinen Grund. „Damit wollten wir zeigen, dass wir beim Adam noch viele Ideen haben und noch weitere Varianten bringen werden“, sagte der neue Opel-Chef Karl-Thomas Neumann.

Der Pininfarina Sergio ist eine Hommage an den 2012 verstorbenen Gründer der berühmten Design-Schmiede.
Der Pininfarina Sergio ist eine Hommage an den 2012 verstorbenen Gründer der berühmten Design-Schmiede.
Foto: Autonews

Pininfarina Sergio

In das Reich der traumhaft schönen ewigen Einzelstücke gehört der Pininfarina Sergio. Der Sergio ist ein zweisitziger Roadster ohne Windschutzscheibe und mit futuristischen Formen. Die Basis stellt der Ferrari 458 Spider.

Zu den technischen Details sagt Pininfarina nichts weiter. Bei der Studie steht das Design im Zentrum. Mit der formschönen Sportwagen-Studie ehrt die Karosseriebau- und Designfirma, die bekannt ist für die Gestaltung zahlreicher Ferrari- und Alfa-Modelle, ihren Gründer Sergio Pininfarina, der im Juli 2012 verstorben ist.

Rinspeed microMAX

Eine pfiffige Idee für den Nahverkehr der Zukunft bringt Rinspeed in Genf an den Start. Eine Serienfertigung des microMAX ist allerdings nicht geplant. Auf einer Länge von 3,60 Metern – nur rund sechs Zentimeter mehr als bei einem VW Up – finden neben dem Fahrer drei Mitfahrer plus Kinderwagen Platz.

Der Rinspeed microMAX ist ein geräumiger Kleinbus auf der Grundfläche eines BMW Mini.
Der Rinspeed microMAX ist ein geräumiger Kleinbus auf der Grundfläche eines BMW Mini.
Foto: Autonews

Die Fahrzeughöhe von 2,20 Meter ermöglicht platzsparende Stehsitze, die mit Sicherheitsgurten ausgerüstet sind. Die Studie fährt rein elektrisch.

Alle microMAX-Fahrzeuge sollen über eine spezielle Cloud-Plattform (Daten-Netzwerk) stets miteinander vernetzt sein. Potenzielle Mitfahrer könnten über eine Handy-App ihr Fahrtziel eingeben und in Echtzeit mögliche Mitfahrgelegenheiten abrufen.

Subaru Viziv

Bezeichnend für futuristische Design-Studien, die noch weit von der Serie entfernt sind, ist der mit weit ausladenden Scherentüren bedachte Subaru Viziv. Die SUV-Studie soll einen Ausblick auf das Design und den Antrieb künftiger Modelle geben. Die ausladenden Scherentüren, die den optischen Eindruck des Fahrzeugs wesentlich prägen, werden es aber wohl nicht in die Serie schaffen.

Für das Hybrid-Antriebskonzept stehen die Serienchancen da schon besser. Ein Boxer-Diesel sowie drei Elektromotoren werden im Viziv zu einem Diesel-Plug-in-Hybridsystem kombiniert. Der Diesel sitzt zusammen mit dem Automatikgetriebe sowie einer Elektromaschine vorne. Zwei weitere Elektromotoren treiben die Hinterachse an. Die schwere Lithium-Ionen-Batterie wurde tief in der Mitte des Fahrzeugs untergebracht. (dpa, autonews, dmn, qui)

Sehen Sie hier mehr Studien und Konzept-Autos, die Auto-Hersteller und Karosseriebauer in Genf zeigen.

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