Aktuell: US-Wahl | Türkei | Brexit | Flüchtlinge in Deutschland und Europa | Zuwanderung Rhein-Main
Möchten Sie zur mobilen Ansicht wechseln?
Ja Nein

Was ist gerecht?
Gerechtigkeit ist unser Thema. Schwerpunkt der Frankfurter Rundschau im Herbst 2014.

05. September 2014

Jeremy Rifkin: "Kein Profit? Das wäre perfekt!"

Jeremy Rifkin glaubt an eine demokratische Wirtschaft.  Foto: Astrid Riecken

Jeremy Rifkin, US-Ökonom und Berater der Bundesregierung, zweifelt die Fähigkeit der USA an, sich dem Wandel des Kapitalismus anpassen zu können. Im exklusiven FR-Interview prophezeit er eine neue Art des Wirtschaftens, die zu mehr Gerechtigkeit führen wird.

Drucken per Mail

Der US-Ökonom und Berater der Bundesregierung in Wirtschaftsfragen, Jeremy Rifkin, kritisiert in einem Interview der Frankfurter Rundschau (Samstagausgabe) die Sturheit von Energie-Konzernen EnBW, Vattenfall und Eon, sich dem Wandel auf dem Energiesektor nicht anzupassen.

App und Zeitung

Den vollständigen Text lesen Sie in Zeitung und den Apps der FR.

Für die preisgekrönte iPad-App (Multimedia plus ePaper) gibt es via App-Store einen 24-Stunden-Pass für 1,79 Euro. Das Verlagsabo mit Web-ePaper kostet monatlich 25,90 Euro und erlaubt den Abruf auch älterer Ausgaben. Die ePaper-App für Android-Nutzer gibt's bei Google Play ebenfalls mit Einzelverkauf.

Die Zeitung gibt's am Kiosk - und im aktuellen Gerechtigkeits-Abo.

„Die Unternehmen sind heute in einer ähnlichen Lage, wie vor zehn Jahren die behäbigen, vertikal organisierten Musikkonzerne“, erläutert Jeremy Rifkin im Interview der FR. „Damals haben ein paar Kids mit ihrer Sharing-Software die Musikriesen ins Wanken gebracht. Nur noch sieben Prozent der erneuerbaren Energien werden heute von diesen vier Großkonzernen zur Verfügung gestellt. Der Rest wird durch Kooperativen verwaltet.

Die alten Riesen können mit den neuen Energien gar nicht umgehen, die können nur von Millionen kleiner Teilnehmer gemanagt werden, die im Energieinternet zusammen kommen, um die Energie, die sie selbst produzieren, miteinander zu teilen.“ Der Wirtschaftsexperte prophezeit: „Die einzige Chance der Konzerne, zu überleben, wird es sein, das Energie-Internet zu betrieben, anstatt das Geld mit der Energieerzeugung zu verdienen.“ Sie würden die Rolle von Energie-Managern übernehmen müssen, nicht die der Erzeuger.

Sehr kritisch sieht Rifkin den Wandel in den USA. Der US-Präsident Barack Obama versage bei den Reformen und der Umstellung der Ökonomie auf neue Bedürfnisse: „Es gibt Regionen, wo wir großen Fortschritt sehen – der Nordwesten, Kalifornien, Zentraltexas rund um Austin und San Antonio. Der Rest des Landes lebt hinter dem Mond“, sagt Rifkin, dessen Rat auch in Peking und bei den Vereinten Nationen oft gefragt ist.

Über seine Heimat sagt er weiter „Ich sehe ehrlich gesagt in den USA ein Land, das müde ist und das beginnt zu verstehen, dass seine großen Zeiten vorbei sind. Man kann es riechen, wenn man hier durch die Straßen geht. Es stinkt nach Verfall. Unser Schulsystem bricht zusammen, unsere Infrastruktur bröckelt, die Mitte des Landes und große Teile des Westens sind Trümmerhaufen. Ich weiß nicht, ob dieses Land sich erholen kann.“ 

Zur Homepage

Anzeige

comments powered by Disqus

Anzeige

Dossier

Teilen Sie unsere Vorliebe für Gerechtigkeit! Und bleiben Sie mit unserem dynamischen Lesezeichen auf dem Laufenden.

Anzeige in eigener Sache

Das Buch zum Schwerpunkt

Nach dem großen Erfolg unseres Schwerpunkts hat die FR-Chefredaktion die wichtigsten Beiträge gesammelt und als Buch herausgegeben.

 

Bascha Mika, Arnd Festerling (Hg.): Was ist gerecht? Argumente für eine bessere Gesellschaft, Societäts-Verlag Frankfurt, 248 Seiten, 14,80 Euro.

Diskussion: Was ist gerecht?

FR-Podiumsdiskussion

Was ist gerecht? Darüber diskutieren Linken-Politiker Oskar Lafontaine, Ex-Investmentbanker Rainer Voss und Ökonom Michael Hüther.

Im Dossier: Zusammenfassung der Diskussion.

Brauchen wir mehr Wachstum?
Premium-Fotostrecke

Das Frankfurter Bankenviertel - eine Welt für sich. Schlendern Sie mit uns um die Mittagszeit über Opernplatz, Platz der Republik und Taunusanlage.

Zur Premium-Fotostrecke

Anzeige

Videonachrichten Wirtschaft