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Gesundheit
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04. Mai 2013

Anti-Diät-Tag: Ernüchternde Fakten übers Abnehmen

Kein Fett, keinen Zucker, keine Kohlenhydrate. Viele Diätratschläge sind nicht sinnvoll oder sogar falsch.  Foto: dpa

Jedes Jahr probieren es Millionen Deutsche: Mit einer Diät wollen sie endlich ihr Wunschgewicht erreichen. Doch meistens helfen die Abnehmprozeduren nichts. Nicht wenige Männer und Frauen wiegen nach der Diät sogar mehr als vorher. Ernüchternde Fakten zum Anti-Diät-Tag.

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„Vegan for fit“, „Die Schuhbeck-Diät“, „Weight Watchers 20-Minuten-Küche“ – das sind nur drei von vielen Titeln der Ratgeber-Bestsellerliste, die sich dem Thema Diät widmen. Wir Deutschen sind besessen vom Abnehmen. Wir zählen Kalorien, probieren immer neue Diäten aus, essen keine Kohlenhydrate oder ganz viel Ananas. Und doch nehmen wir in der Regel nicht ab. Im Gegenteil.

Mittlerweile ist fast ein Viertel der Deutschen fettleibig. Das hat eine Studie des Robert-Koch-Instituts aus dem vergangenen Jahr ergeben. Dabei hat es fast die Hälfte der Frauen schon mal mit einer Diät versucht. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) mit mehr als 2000 Frauen. Nur 27 Prozent der Frauen konnten bestätigen, nach einem Jahr leichter gewesen zu sein als vor der Diät. 50 Prozent waren genauso schwer wie vorher und 23 Prozent gaben an, sogar schwerer gewesen zu sein.

Essverhalten langfristig umstellen

Diäten helfen häufig nicht dabei, das Gewicht langfristig zu reduzieren.
Diäten helfen häufig nicht dabei, das Gewicht langfristig zu reduzieren.
 Foto: dpa

Als Grund für das Misslingen so vieler Diäten sieht der Auftraggeber der Studie, Ernährungswissenschaftler Uwe Knop, den berühmten Jojo-Effekt. Wird die Energiezufuhr während einer Diät drastisch reduziert, signalisiert das dem Körper einen Notstand und dieser arbeitet nur noch auf Sparflamme. Wird nach ein paar Diätwochen wieder normal gegessen, holt sich der Körper das eingesparte Fett umso schneller wieder zurück.

Statt auf radikale Hungerkuren zu setzen raten Ernährungsexperten deshalb, das eigene Essverhalten zu überdenken und langfristig umzustellen. Der Internationale Anti-Diät-Tag, der jedes Jahr am 6. Mai stattfindet, bietet sich dafür an. Ins Leben gerufen hat den Tag 1992 die Autorin Mary Evans Young aus Großbritannien. Sie litt selbst an Magersucht und hat sich zum Ziel gesetzt, mit dem „International No Diet Day“ auf die Gefahr aufmerksam zu machen, dass Diäten auch ein Anfang von Essstörungen sein können. Der Anti-Diät-Tag ist aber auch ein Plädoyer dafür, den eigenen Körper zu akzeptieren und keinem mageren Schönheitswahn nachzurennen. (ef)

Langfristig abzunehmen, so viel scheint ausgemacht, funktioniert ohnehin nur, wenn man sich ausgewogen ernährt, weniger Kalorien zu sich nimmt als man verbraucht und zusätzlich Sport treibt. Welche Diätregeln dagegen dicke Lügen sind, lesen Sie in der Bildergalerie.

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