Wer erkältet ist, leidet nicht nur selbst, sondern stört oft auch andere. Am Arbeitsplatz ist dann Rücksicht von beiden Seiten gefragt. Medikamente wie Nasenspray haben auf dem Schreibtisch nichts verloren. „Das sieht einfach unordentlich aus“, sagt die Etikette-Expertin Bettina Geißler aus Norderstedt. „Und benutzte Taschentücher gehören nicht in den Papierkorb neben dem Schreibtisch. Der eine ist da empfindlicher als der andere, aber schon, wenn es nur einen stört, habe ich eine Grenze verletzt.“
Die Mühe müsse man sich machen, die Taschentücher zum Mülleimer zu bringen. Das, oder die benutzen Papiertücher in einen Extra-Plastikbeutel zu stecken, ist zudem hygienischer.
„Auf das Niesen habe ich wenig Einfluss, aber bei einer Besprechung zum Beispiel kann ich zum Naseputzen rausgehen“, sagt Geißler. „Dann kann ich mir auch gleich die Hände waschen.“ Wer befürchten muss, andere anzustecken, gibt bei der Begrüßung besser nicht die Hand. Das ist kein Fauxpas, sondern sogar höflich. „Man sollte das dann kurz mit seiner Erkältung erklären.“
In größerer Runde etwa zum Beginn des Meetings entschuldigend auf den eigenen Husten und Schnupfen hinzuweisen, sei dagegen nicht angebracht. „Das kann man gegenüber Kollegen am Schreibtisch so machen, dann weiß der andere, dass er besser etwas Abstand hält.“ (dpa, ef)
Die wichtigsten Erkältungsregeln fürs Büro lesen Sie in der Bilderstrecke.
Hände waschen
Unsere Hände kommen häufigsten mit Viren in Berührung. Regelmäßiges Händewaschen ist deshalb wichtig. Nach jedem Gang auf die Toilette und wenn man etwas isst oder zubereitet. Hat die Erkältung einen schon erwischt, ist es sinnvoll, die Finger auch nach dem Naseputzen zu waschen.
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