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31. Juli 2014

Trink-Mythen: "Trinken Sie, bevor der Durst kommt"

Viel trinken ist gut. Etwa 1,5 bis 2 Liter Wasser sollten es pro Tag sein. Foto: dpa

Keine Frage, ausreichend zu trinken ist wichtig. Aber warum sollten wir unserem Durstgefühl misstrauen und schon vorher zum Wasserglas greifen? Rund um die Flüssigkeitsaufnahme werden gerne Ratschläge erteilt. Manche sind schlicht geschicktes Marketing.

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Keine Frage, ausreichend zu trinken ist wichtig. Aber warum sollten wir unserem Durstgefühl misstrauen und schon vorher zum Wasserglas greifen? Rund um die Flüssigkeitsaufnahme werden gerne Ratschläge erteilt. Manche sind schlicht geschicktes Marketing.

Wer ausgiebig Sport treibt, der braucht die dazu passenden isotonischen Getränke, die den Körper zusätzlich mit Nährstoffen versorgen. Dass Wasser oder Saftschorlen nicht ausreichen, davon sind mittlerweile sogar viele Sportmediziner überzeugt, schreibt das Ärzteblatt. Doch hinter der Überzeugung steckt möglicherweise nur gutes Marketing von Getränkeherstellern. Das zeigt ein aktueller Beitrag im British Medical Journal (BMI). Schließlich haben Sportler auch schon Topleistungen gebracht, bevor es die isotonischen Fitnessdrinks gab.

Für seine Untersuchung bat der Wissenschaftler Carl Heneghan aus Oxford die Hersteller von Power- und Eiweißdrinks um wissenschaftliche Belege ihrer leistungssteigernden Versprechen. Das ernüchternde Ergebnis: Nicht mal drei Prozent der Studien waren von guter wissenschaftlicher Qualität.

Vertrauen ins Durstgefühl erschüttert

Getränkehersteller hätten es darüber hinaus in den letzten Jahren geschafft, unser Vertrauen in das eigene Durstgefühl zu erschüttern. Es werde suggeriert, es sei besser, bereits Flüssigkeit zu sich zu nehmen, bevor man überhaupt durstig sei, kritisiert die Autorin Deborah Cohen, ebenfalls im BMI.

Auch auf der Internetseite www.trinkbalance.de, hinter der sich Coca-Cola Deutschland verbirgt, heißt es:  „Trinken Sie, bevor der Durst kommt. Durst ist ein Warnsignal des Körpers, das einsetzt, wenn der Flüssigkeitshaushalt schon in Schieflage ist“. Um den Flüssigkeitshaushalt zu decken wird dort ein Getränkemix empfohlen, zum dem auch Softdrinks gehören dürfen.

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Von zuckergesüßten Getränken wie Limonaden oder Eistees rät die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) dagegen ausdrücklich ab. Es sei sehr wahrscheinlich, dass der Konsum solcher Getränke bei Erwachsenen das Risiko für Fettleibigkeit und Diabetes erhöhe.

Ideale Durstlöscher für den Sommer sind kalorienfreie Getränke wie Mineral- und Trinkwasser sowie ungesüßte Kräuter- und Früchtetees und Fruchtsaftschorlen, so die Empfehlung der Ernährungsexperten.

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Quelle: Onmeda

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