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20. August 2012

Ernährungs-Irrtümer: Abends essen macht doch nicht dick

Nicht der Verzicht auf spätes Essen macht schlank. Auf eine ausgewogene Ernährung kommt es an.  Foto: dpa

Die Annahme, dass vor allem ein üppiges Abendessen auf die Hüften wandert, ist noch immer weit verbreitet. Die vermeintliche Diätregel stimmt nicht, stellt eine Ernährungswissenschaftlerin klar. Wer dauerhaft abnehmen will, sollte auf andere Dinge achten.

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Abnehmwillige müssen sich nicht sorgen, dass vor allem Essen am Abend dick macht. Entgegen der altbekannten Diätregel, nach der man „abends wie ein Bettelmann“ essen soll, sei der Zeitpunkt der Nahrungsaufnahme nicht ausschlaggebend, sagte Gisela Olias vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung in Potsdam. „Was wirklich zählt, ist die Energiebilanz des ganzen Tages.“ Wer morgens große Mengen isst, dafür aber abends hungert, hat die gleiche Energiemenge aufgenommen wie derjenige, der die Kalorien über den Tag verteilt.

Menschen auf Diät sollten sich daher auch nicht darauf verlassen, dass sie allein durch den Verzicht auf das Abendessen abnehmen. „Wichtig ist, dass der Körper nicht mehr Kalorien über den Tag verteilt aufnimmt, als er wieder verbraucht“, sagte die Ernährungsexpertin. Sie rät allen, die abnehmen wollen, eine Woche lang ein Ernährungsprotokoll zu führen. Darin wird jede Hauptmahlzeit vermerkt, aber auch jeder Keks zwischendurch.

Ein Liter Apfelsaft hat 400 Kalorien

Abends zu essen macht nicht zwangsläufig dick. Eine regelmäßige Zusatzportion Chips vor dem Fernseher schon.
Abends zu essen macht nicht zwangsläufig dick. Eine regelmäßige Zusatzportion Chips vor dem Fernseher schon.
Foto: dpa

„Dadurch mache ich mir bewusst, wo die Kalorien herkommen und wo ich mir eventuell welche sparen könnte“, erklärte Olias. Verzichtbar seien zum Beispiel süße Getränke wie Cola, aber auch Apfelsaft. Ein Liter Apfelsaft hat mehr als 400 Kilokalorien - eine zusätzliche Kalorienmenge, die wenig zur Sättigung beiträgt und die man gut weglassen könnte.

Eine andere Diätregel empfiehlt, ab spätestens zwei Stunden vor dem Schlafengehen nichts mehr zu essen. Aber auch diese Faustregel stimme nicht so ganz, erklärt Olias. Zwar verbraucht der Körper weniger Energie, wenn er ruht. Aber da er die Nacht über hungert und sich am nächsten Morgen bewegt, wird die am Abend zugeführte Energie schnell wieder abgebaut. Trotzdem rät Olias von einer späten Nahrungsaufnahme - Kalorien hin oder her - ab: „Durch den Verdauungsvorgang wird der Schlaf unruhiger.“

Wer beim Abnehmen auf Dauer erfolgreich sein will, sollte nicht auf Ernährungsmythen setzten, sondern bewusst essen und sich viel bewegen. Wie man es angeht, langfristig sein Gewicht zu reduzieren, lesen Sie in der Bilderstrecke. (dpa/ef)

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Quelle: Onmeda

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