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17. September 2012

Magersucht und Essattacken: Jedes vierte Mädchen hat eine Essstörung

Mehr als jedes vierte Mädchen in Deutschland leidet unter einer Essstörung.  Foto: dpa

Immer mehr Kinder und Jugendliche leiden an Essstörungen. Besonders gefährdet sind Mädchen zwischen elf und 17 Jahren. Von ihnen weist mehr als jede Vierte Symptome einer Magersucht auf. Wir zeigen, woran Sie eine Essstörung erkennen.

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Immer mehr Kinder und Jugendliche leiden an Essstörungen. Besonders gefährdet sind Mädchen zwischen elf und 17 Jahren. Von ihnen weist mehr als jede Vierte Symptome einer Magersucht auf. Wir zeigen, woran Sie eine Essstörung erkennen.

Mehr als jedes vierte Mädchen in Deutschland leidet unter einer Essstörung. Nach Angaben der Bundesregierung weisen bereits 21,9 Prozent der 11- bis 17-Jährigen Symptome von Essattacken oder Magersucht auf. Bei den Mädchen sind es 28,9 Prozent und bei den Jungen 15,2 Prozent, wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervorgeht.

Essstörungen bei Kindern und Jugendlichen

Knapp die Hälfte der Mädchen fühlen sich zu dick, obwohl sie normalgewichtig seien. „Bei den Jungen sind es nur 22 Prozent“, heißt es in der Antwort. Essstörungen zählten zu den „am meisten unterschätzten Krankheiten“. Der hohe Anteil an Essstörungen bei Kindern und Jugendlichen sei alarmierend. Nicht nur familiäre oder biologische Faktoren sind demnach Schuld an Magersucht (Anorexia nervosa), Ess-Brechsucht (Bulimia nervosa) oder Binge Eating Disorder (Essattacken). Dafür seien auch die Medien mitverantwortlich, die ein entsprechendes Schönheitsideal propagierten.

Psychische Ursachen

Essstörungen sind psychosomatische Erkrankungen. Sie können Lösungsversuche für tiefer liegende seelische Probleme, Flucht oder Ersatz für verdrängte Gefühle und Bedürfnisse sein. Doch nicht jedes Essverhalten, das merkwürdig ist, deutet auf eine Essstörung hin: Essstörungen sind weit mehr als nur Probleme mit dem Essen. Sie haben psychische Hintergründe, das Essen beziehungsweise Hungern ist Problemlöser. Allerdings sind die Übergänge von auffälligem zu krankhaftem Essverhalten fließend. Durch eine Diät kann man zum Beispiel in eine Essstörung rutschen.

Erschreckend ist die Anzahl der Jugendlichen, die bereits eine Diät gemacht haben: 24 Prozent der 12- bis 17-jährigen Mädchen und zehn Prozent der Jungen haben schon Erfahrungen mit Diäten gemacht. (kst, mit dpa)

In unserer Bildergalerien zeigen wir die drei häufigsten Essstörungen und die Symptome, an denen Sie sie erkennen können.

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Quelle: Onmeda

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