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18. März 2013

Frühjahrsmüdigkeit: Warum uns der Frühling müde macht

Etwa jeder Zweite ist von Frühjahrsmüdigkeit betroffen. Foto: dpa-tmn

Morgens wird es früher hell, die Vögel zwitschern und die Sonnenstrahlen wärmen endlich wieder. Dennoch fühlen wir uns müder als im Winter. Warum passiert das ausgerechnet, wenn die Natur zu neuem Leben erwacht und was hilft gegen die Frühjahrsmüdigkeit?

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Etwa jeder Zweite sei von Frühjahrsmüdigkeit betroffen, vor allem Wetterfühlige, Menschen mit niedrigem Blutdruck, Frauen und Jugendliche, sagt Christina Koppe-Schaller, Medizinmeteorologin beim Deutschen Wetterdienst (DWD). Hormonumstellung und ein veränderter Stoffwechsel sind wahrscheinlich die Gründe. „Das ist anstrengend für den Körper.“

Ganz genau seien die Gründe für auffällige Müdigkeit im Frühjahr noch nicht bekannt, aber vermutlich spiele der Hormonhaushalt eine entscheidende Rolle, sagt Koppe-Schaller. Im Winter fehle das Wach-Hormon Serotonin, dafür sei der Melatonin-Spiegel hoch. Ursache dafür ist das geringe Lichtangebot, das bei vielen Menschen trübe Stimmung bis hin zu Depressionen auslösen kann. Das Signal für die Hormonproduktion werde von den Augen aufgenommen.

Organismus hat sich an den Winter gewöhnt

Mit den länger werdenden Tagen und dem wachsenden Lichtangebot stelle sich nun das Verhältnis der beiden Hormone genau um. Man schlafe automatisch weniger, „da stört der zu hohe Melatonin-Spiegel“. Bis sich alles eingependelt hat, könnten eine bis zwei Wochen vergehen.

Betroffen von der Umstellung sei der gesamte Stoffwechsel. „Der Organismus hat sich an den Winter gewöhnt, die Kerntemperatur des Körpers ist etwas abgesenkt“, sagte die Medizinerin. Jetzt müssten große Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht verkraftet werden - die Märzsonne heizt die Luft tagsüber immerhin schon auf zweistellige Werte, während es nachts vielerorts noch Frost gibt. Die Blutgefäße müssen sich ständig erweitern und verengen - „man fühlt sich erschöpft.“

Dagegen hilft es, nach draußen zu gehen. Man sollte ruhig bis zu einer Stunde am Tag spazieren gehen. „Durch die frische Luft wird außerdem der Kreislauf angeregt“, sagt Thomas Aßmann vom Deutschen Hausärzteverband.

Umstellung auf die Sommerzeit

Mit der Umstellung von der Winter- auf die Sommerzeit fehlt dem Körper eine Stunde Schlaf zusätzlich. Wem das zu schaffen macht, der kann der Natur beizeiten ein Schnippchen schlagen: „Damit sich der Körper daran gewöhnen kann, sollte man ein bis zwei Wochen vor der Umstellung eine Stunde früher ins Bett gehen“, rät Mediziner Aßmann vom Deutschen Hausärzteverband. In der Nacht vom 30. auf den 31. März wird die Zeit von 02.00 auf 03.00 Uhr vorgestellt. (dpa)

Welche Tipps noch helfen, damit unser müder wintergeschwächter Körper im Frühling wieder fit und munter wird, lesen Sie in der Bildergalerie.

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Quelle: Onmeda

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