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Gesundheit
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25. März 2013

Gefährlicher als Zucker?: Salzkonsum verursacht 2,3 Millionen Todesfälle

Übermäßiger Salzkonsum führt zu Blutdruck und steigert so das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.  Foto: dpa

Unser Körper braucht Salz, doch wir essen in der Regel viel zu viel davon. Vor der Gefahr durch übermäßigen Salzkonsum warnt eine neue Harvard-Studie. Zu salzige Speisen erhöhen das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall enorm. Das Problem: Der Konsum lässt sich nicht leicht reduzieren.

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Eine neue Studie wartet mit erschreckenden Zahlen auf: Übermäßiger Salzkonsum führte im Jahr 2010 zu fast 2,3 Millionen Todesfällen weltweit, verursacht durch Erkrankungen wie Herzinfarkte und Schlaganfälle. Einer von zehn Amerikanern stirbt, weil er zu viel Salz isst, heißt es in der groß angelegten Untersuchung, die zur Jahrestagung der  „American Heart Association“ in New Orleans vorgestellt wurde.

Für ihre Studie haben Wissenschaftler insgesamt 247 Untersuchungen zum Salzkonsum Erwachsener ausgewertet. Dazu mehr als 100 klinische Studien über die Auswirkungen von Salz auf den Blutdruck und den Zusammenhang zwischen Blutdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

„Belastung viel höher als durch zuckerhaltige Getränke“

„Die Belastung durch Salz ist viel höher als die Belastung durch zuckerhaltige Getränke“, warnt Dr. Dariush Mozaffarian von der Harvard School of Public Health und Autor der Studie. Auf gesüßte Getränke wie Cola oder Limonade könne man verzichten, wohingegen Salz in so gut wie allen Lebensmitteln enthalten sei, erklärte Mozaffarian auf ABC-News.    

Natürlich sollen wir nicht komplett auf Salz verzichten. Ohne Salz schmecken die meisten Nahrungsmittel langweilig und fad. In geringen Mengen sind die Bestandteile Natrium und Chlorid für den Körper lebenswichtige Mineralstoffe. Natrium etwa sorgt für den Austausch einzelner Stoffe in den Körperzellen. Der Wasserhaushalt des Körpers wird ebenfalls durch Salz geregelt.

Die Hälfte der Deutschen hat Bluthochdruck

Damit sie nach mehr schmecken sind viele Fertigprodukte kräftig gesalzen.
Damit sie nach mehr schmecken sind viele Fertigprodukte kräftig gesalzen.
Foto: dpa

Dass ein zu hoher Salzkonsum den Blutdruck erhöhen und Erkrankungen am Herz verursachen kann, ist schon lange bekannt. Auch in Deutschland ist das ein weit verbreitetes Problem. Laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) leidet fast die Hälfte der Erwachsenen in Deutschland an einem erhöhten Blutdruck.

Mit im Schnitt neun Gramm bei Männern und 6,5 Gramm bei Frauen ist die tägliche Salzaufnahme zu hoch, heißt es beim BfR, sie sollte auf 3,5 bis sechs Gramm pro Tag reduziert werden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt ebenfalls, pro Tag nicht mehr als sechs Gramm zu essen. Das entspricht in etwa einem Teelöffel. Die Empfehlung der Wissenschaftler der US-Studie liegt mit nur einem Gramm Salz pro Tag weit darunter.

Um den Konsum von Kochsalz einzuschränken, kommt es weniger auf den Einsatz des Salzstreuers an. Den größten Teil des täglichen Konsums decken wir durch verarbeitete Lebensmittel. In Brot, Wurst und Käse steckt viel Salz. Sehr salzig sind auch Fertigprodukte. Ein Grund, weshalb Dariush Mozaffarian in seiner Studie für nationale und globale Programme zur Reduktion von Salz in Lebensmitteln plädiert, um Millionen Menschenleben zu retten. (ef)

Tipps, die Sie selber umsetzen können, um weniger Salz zu essen, lesen Sie in der Bildergalerie.

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Quelle: Onmeda

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