Uns droht in diesem Winter die stärkste Grippewelle seit Jahren. Das erklärte der Präsident der Deutschen Vereinigung zur Bekämpfung der Viruskrankheiten, Peter Wutzler, in Jena. Der Grund für die Einschätzung des Experten: Die aktuellen Daten der Südhalbkugel, wo derzeit Grippesaison ist, verheißen nichts Gutes. Besonders schlimm grassieren Influenza-Viren in Australien.
Die australischen Behörden registrierten zu Beginn der Grippesaison doppelt so viele Influenza-Fälle wie im Vorjahr. Erst jüngst starben drei Kinder unter sechs Jahren an den Folgen der Infektion“, erklärte Peter Wutzler.
Wie alljährlich haben Forscher über das Jahr hinweg die Aktivität der Influenza-Viren weltweit analysiert. So können sie den aktuellen Impfstoff so zusammenstellen, dass er auch gut wirkt. Die Virenstämme, die im Herbst und Winter auf der Südhalbkugel besonders weit verbreitet waren, bescheren wahrscheinlich auch bei uns Kopfschmerzen, Fieber, Husten und verstopfte Nasen.
„Deshalb rate ich besonders allen älteren Menschen und Personen mit chronischen Erkrankungen, sich unbedingt impfen zu lassen. Ihr Körper ist meist schon geschwächt, so dass eine Influenza einen besonders schweren Verlauf nehmen kann“, so Wutzler.
Für den Experten ist die optimale Impfzeit von September bis November. Bis das Immunsystem einen Schutz aufgebaut hat, vergehen meist 14 Tage. 8,3 Millionen Impfstoffdosen wurden vom zuständigen Paul-Ehrlich-Institut bereits freigegeben. (dpa)
1. Wer soll sich impfen lassen? (1/4)
Die Ständige Impfkommission (Stiko) des Robert-Koch-Instituts empfiehlt folgenden Risikogruppen eine Grippe-Impfung: Menschen, die über 60 Jahre alt sind. Kinder und Erwachsene, die an chronischen Krankheiten leiden, zum Beispiel an Asthma, an chronischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes. Bewohner von Alten- und Pflegeheimen wird der Pieks empfohlen. Ältere und chronisch Kranke, die verreisen wollen, sollten sich den Grippeschutz vorher holen.
Foto: dpaNachrichten zu Ernährung, Psychologie und Sexualität
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