Ältere, chronisch Kranke und Schwangere sollten sich jetzt wieder einen Termin für die Grippeschutzimpfung geben lassen. Das empfiehlt das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin. Am besten ist ein Termin im Oktober oder November. Nach der Impfung ist der Schutz in 10 bis 14 Tagen aufgebaut.
Allerdings bietet die Impfung laut RKI keinen hundertprozentigen Schutz. Das betreffe vor allem Ältere, deren Immunsystem generell weniger gut auf Impfungen anspricht. Um das Ansteckungsrisiko möglichst gering zu halten, sei es wichtig, zu Personen mit Grippesymptomen Abstand zu halten und die Hände regelmäßig und gründlich zu waschen.
Nach Ansicht der Experten ist die letzte Grippe-Saison im moderat verlaufen. Wegen der Krankheit wurden im Winter 2011/2012 rund 2,1 Millionen Arztbesuche gezählt. Laut Influenza-Bericht des RKI so wenige wie seit acht Jahren nicht mehr. Ein Grund für den vorangegangenen milden Grippe-Winter war, dass die eigentliche Fieberwelle erst Mitte Februar und somit relativ spät richtig anrollte.
Grippe-Experten vom RKI, dem Paul-Ehrlich-Institut und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung betonen, die Stärke einer Grippe-Welle lasse sich nicht vorhersagen.
Vor kurzem hatte hingegen Peter Wutzler, Präsident der Deutschen Vereinigung zur Bekämpfung der Viruskrankheiten, vor der stärksten Grippewelle seit Jahren gewarnt. Basis der Prognose: Die Daten der Südhalbkugel. In Australien, dort ist derzeit Grippe-Saison, grassieren die Influenza-Viren besonders schlimm.
Um den bestmöglichen Schutz zu erzielen, wird der Impfstoff jedes Jahr den Grippe-Viren angepasst, die aktuell ihr Unwesen treiben. Für die bevorstehende Saison hat die Weltgesundheitsorganisation zwei neue Virusstämme für den Impfstoff empfohlen. Wöchentlich aktuelle Zahlen zu Atemwegserkrankungen lassen sich auf Grippeweb verfolgen. (dpa/ef)
Wer sich impfen lassen sollte, welche Nebenwirkungen dabei auftreten können und weitere wichtige Fragen zur Grippe-Impfung lesen Sie in der Bilderstrecke.
1. Wer soll sich impfen lassen? (1/4)
Die Ständige Impfkommission (Stiko) des Robert-Koch-Instituts empfiehlt folgenden Risikogruppen eine Grippe-Impfung: Menschen, die über 60 Jahre alt sind. Kinder und Erwachsene, die an chronischen Krankheiten leiden, zum Beispiel an Asthma, an chronischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes. Bewohner von Alten- und Pflegeheimen wird der Pieks empfohlen. Ältere und chronisch Kranke, die verreisen wollen, sollten sich den Grippeschutz vorher holen.
Foto: dpaNachrichten zu Ernährung, Psychologie und Sexualität
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