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26. September 2012

Influenza-Ratgeber: Impfen, bevor die Grippewelle anrollt

Älteren, chronisch Kranken und Schwangeren wird die Grippe-Impfung empfohlen.  Foto: dpa

Die letzte Grippe-Saison war ungewöhnlich harmlos. Wie schlimm es diesen Winter wird, darüber gehen die Expertenmeinungen auseinander. Fest steht: Wer Grippeschutz braucht, sollte sich demnächst impfen lassen. Ein paar Wochen bevor die Fieberwelle anrollt.

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Die letzte Grippe-Saison war ungewöhnlich harmlos. Wie schlimm es diesen Winter wird, darüber gehen die Expertenmeinungen auseinander. Fest steht: Wer Grippeschutz braucht, sollte sich demnächst impfen lassen. Ein paar Wochen bevor die Fieberwelle anrollt.

Ältere, chronisch Kranke und Schwangere sollten sich jetzt wieder einen Termin für die Grippeschutzimpfung geben lassen. Das empfiehlt das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin. Am besten ist ein Termin im Oktober oder November. Nach der Impfung ist der Schutz in 10 bis 14 Tagen aufgebaut.

Allerdings bietet die Impfung laut RKI keinen hundertprozentigen Schutz. Das betreffe vor allem Ältere, deren Immunsystem generell weniger gut auf Impfungen anspricht. Um das Ansteckungsrisiko möglichst gering zu halten, sei es wichtig, zu Personen mit Grippesymptomen Abstand zu halten und die Hände regelmäßig und gründlich zu waschen.

Stärke einer Grippe-Welle nicht vorhersagbar

Nach Ansicht der Experten ist die letzte Grippe-Saison im moderat verlaufen. Wegen der Krankheit wurden im Winter 2011/2012 rund 2,1 Millionen Arztbesuche gezählt. Laut Influenza-Bericht des RKI so wenige wie seit acht Jahren nicht mehr. Ein Grund für den vorangegangenen milden Grippe-Winter war, dass die eigentliche Fieberwelle erst Mitte Februar und somit relativ spät richtig anrollte.

Grippe-Experten vom RKI, dem Paul-Ehrlich-Institut und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung betonen, die Stärke einer Grippe-Welle lasse sich nicht vorhersagen.

Vor kurzem hatte hingegen Peter Wutzler, Präsident der Deutschen Vereinigung zur Bekämpfung der Viruskrankheiten, vor der stärksten Grippewelle seit Jahren gewarnt. Basis der Prognose: Die Daten der Südhalbkugel. In Australien, dort ist derzeit Grippe-Saison, grassieren die Influenza-Viren besonders schlimm.

Um den bestmöglichen Schutz zu erzielen, wird der Impfstoff jedes Jahr den Grippe-Viren angepasst, die aktuell ihr Unwesen treiben. Für die bevorstehende Saison hat die Weltgesundheitsorganisation zwei neue Virusstämme für den Impfstoff empfohlen. Wöchentlich aktuelle Zahlen zu Atemwegserkrankungen lassen sich auf Grippeweb verfolgen. (dpa/ef)

Wer sich impfen lassen sollte, welche Nebenwirkungen dabei auftreten können und weitere wichtige Fragen zur Grippe-Impfung lesen Sie in der Bilderstrecke.

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