War vor 30 Jahren eine Krebserkrankung noch bei jedem Fünften die Todesursache, stirbt mittlerweile jeder Vierte in Deutschland an einer Tumorerkrankung. Laut Deutscher Krebsgesellschaft (DKG) bleiben die meisten bösartigen Tumoren zunächst unbemerkt, da sie anfangs noch keine Beschwerden verursachen. Eine wichtige Maßnahme um das Krebsrisiko zu verringern ist deshalb die Früherkennung.
Etwa 100 bösartige Krebsformen
Nach dem Willen der Bundesregierung sollen die Deutschen aus diesem Grund künftig umfangreicher als bisher zur Früherkennung eingeladen werden. Sie sollen regelmäßig persönliche Anschreiben zu Darm- und Gebärmutterhalskrebs-Untersuchungen erhalten. Das sieht der neue Gesetzentwurf vor, den das Kabinett diese Woche beschlossen hat. Bisher gibt es ein organisiertes Programm nur zur Brustkrebsfrüherkennung.
Früherkennungsmethoden, die von der Deutschen Krebsgesellschaft empfohlen werden, gibt es für einige der etwa 100 bösartigen Krebsformen. Die Kosen dieser Untersuchungen tragen die Krankenkassen. Ab welchem Alter Frauen und Männer welche Krebsvorsorge in Anspruch nehmen sollten, lesen Sie in der Textgalerie.
Mehr als 100 verschiedene bösartige Krebsformen sind bekannt. Rechtzeitig entdeckt, sind viele von ihnen heilbar. Für etliche gibt es besondere Früherkennungsmethoden, die gesetzlich Krankenversicherte kostenlos in Anspruch nehmen können. Die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) in Berlin empfiehlt für Männer und Frauen folgende von den Krankenkassen finanzierte Untersuchungen:
Darüber hinaus soll ein einheitliches Krebsregister eine bessere Versorgung von Krebspatienten bringen, das sieht ebenfalls der Gesetzentwurf vor. Das Krebsregister soll die Daten der Patienten zu Diagnose, Behandlung, aber auch Nachsorge und zu Rückfällen erfassen. Das geplante Gesetz sieht ebenfalls vor, Therapien in den einzelnen Kliniken besser überprüfen zu können. Dadurch sollen Erkenntnisse über die wirkungsvollsten Behandlungen gewonnen werden. Außerdem erhofft man sich die Qualität in weniger erfolgreichen Kliniken zu verbessern, so dass alle Betroffenen davon profitieren. (dpa/ef)
1. Verzichten Sie aufs Rauchen
Schätzungen zufolge ist jede dritte Krebserkrankung in Industrieländern auf Tabakkonsum zurückzuführen. Statistisch gesehen verliert jeder Raucher acht Jahres seines Lebens, im Extremfall sogar 20 Jahre. Die gute Nachricht: Fünf Jahre nach dem Rauchstopp hat sich das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken, bereits halbiert.
Foto: dpaNachrichten zu Ernährung, Psychologie und Sexualität
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