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28. August 2012

Langzeitstudie zeigt: Kiffen macht dumm

Cannabis-Konsum schädigt das zentrale Nervensystem und senkt den Intelligenzquotienten.  Foto: dpa

Wie schädlich ist Kiffen? Darüber streiten Gegner und Befürworter einer Legalisierung. Eine Langzeitstudie aus den USA zeigt nun: Der Konsum von Haschisch und Co. macht dumm. Konzentrations- und Erinnerungsvermögen leiden deutlich.

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Langjähriges Rauchen von Marihuana kann die geistigen Fähigkeiten beeinträchtigen. Das zeigt nun erstmals eine umfangreiche Studie mit rund 1000 Probanden. Ein internationales Forscherteam zeichnete dafür den Intelligenzquotienten (IQ) und den Cannabis-Konsum der Testpersonen vom Kindes- bis ins Erwachsenenalter auf. Beim Vergleich der Altersgruppen nahm der IQ am deutlichsten bei Jugendlichen ab, die regelmäßig das Rauschgift inhalierten. Diese Ergebnisse bestätigten frühere Annahmen, dass Cannabis vor allem im Jugendalter, wenn das Gehirn sich noch entwickle, neurotoxisch wirken könne, erklären die Wissenschaftler im Fachmagazin „Proceedings of the National Academy Sciences“.

Cannabis ist die am meisten konsumierte illegale Droge auf der Welt. Da es nicht nur als Suchtmittel, sondern auch zu therapeutischen Zwecken dient, sei es wichtig, dessen Effekte auf den ganzen Körper zu kennen, schreiben Madeline Meier von der Duke University in Durham (North Carolina) und ihre Kollegen. Dabei habe sich durch frühere Studien bereits der Verdacht erhärtet, dass jahrelanger starker Cannabis-Konsum das Denkvermögen beeinträchtigt.

Geistige Fähigkeiten deutlich verschlechtert

Die meisten dieser Studien seien jedoch wenig aussagekräftig, da sie den IQ der Probanden erst erfassten, als diese schon jahrelang Cannabis geraucht hatten, um die Ergebnisse dann mit denen gleichaltriger Nicht-Raucher zu vergleichen. So hätten diese Studien nicht ausschließen können, dass die Cannabis-Konsumenten nicht schon von vornherein Voraussetzungen für einen niedrigeren IQ hatten.

Die Wissenschaftler begleiteten 1037 Neuseeländer aller sozialen Gruppen vom Kindes- bis ins Erwachsenenalter. Die IQ-Tests mussten die Probanden zum ersten Mal im Alter von 7 und zum letzten Mal mit 38 Jahren absolvieren. In der letzten Studienphase wurden auch Freunde der Probanden befragt, wie sie deren Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit einschätzen. Den Cannabis-Konsum der einzelnen Personen erfassten die Forscher mithilfe von regelmäßigen Interviews.

Bei Studienteilnehmern, die kein Cannabis rauchten, stieg der IQ leicht vom Kindes- bis hin zum Erwachsenenalter. Bei jenen, die das Rauschmittel über drei oder mehr Jahre hinweg nahmen, verschlechterten sich die geistigen Fähigkeiten nach Angaben der Forscher hingegen deutlich. Einige hätten beim letzten Test bis zu acht IQ-Punkte weniger erlangt, ihr IQ sank also beispielsweise von 100 auf 92.

Rückgang beim Cannabis-Konsum verzeichnet

Bei Jugendlichen in Deutschland geht der Cannabis-Konsum zurück. Das zeigt eine aktuelle Studie, die den Umgang von Jugendlichen mit Drogen untersucht. Laut aktuellem "Monitoring-System Drogentrends" (MoSyd) geben 15 Prozent der Jugendlichen an, in den letzten 30 Tagen Haschisch geraucht zu haben. 2002 hatten dies noch 21 Prozent angegeben. Auch im Drogen- und Suchtbericht 2012 der Bundesregierung wird ein Rückgang des Cannabis-Konsums verzeichnet. (dapd/dpa/ef)

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Quelle: Onmeda

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