„Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.“ Diesen Satz kennt jeder, der ab und zu den Fernseher einschaltet oder Anzeigen liest. Denn er ist für herkömmliche Arzneimittelwerbung vorgeschrieben. Eigentlich müsste er um die Worte „...und zur richtigen Einnahme“ ergänzt werden.
Denn wie Tabletten, Kapseln, Tropfen und Co. korrekt geschluckt werden, lässt sich nicht allgemein sagen. „Pauschal gilt nur: Halten Sie sich an die Packungsbeilage“, sagt Maik Pommer vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte in Bonn. Ein paar grundsätzliche Tipps lassen sich aber dennoch geben. Tabletten werden zum Beispiel am besten mit Wasser geschluckt. Denn Fruchtsäfte etwa enthalten viele sekundäre Pflanzenstoffe wie Vitamine, Kalzium, Eisen oder Magnesium. Die können mit dem Medikamentenwirkstoff reagieren.
Außerdem ist es sinnvoll, regelmäßig mit dem Hausarzt über die Medikamente zu sprechen. Der Arzt kann zum Beispiel sagen, ob die Einnahme vereinfacht werden kann. „Zeigen Sie dem Hausarzt eine Liste Ihrer Medikamente und fragen Sie, ob Sie alle zum gleichen Zeitpunkt nehmen dürfen“, rät Stephan Bernhardt, Hausarzt in Berlin. Das fällt vielen Menschen leichter.
Was es bei der Einnahme von Medikamenten zu beachten gilt, zeigen wir in der Bildergalerie.
Tabletten, Pillen, Kapseln
Sie werden am besten mit Wasser geschluckt. „Fruchtsäfte enthalten viele sekundäre Pflanzenstoffe wie Vitamine, Kalzium, Eisen oder Magnesium. Die können mit dem Medikamentenwirkstoff reagieren“, erklärt Erika Fink, von der Bundesapothekerkammer in Berlin. Auch Kaffee könne durch seine Gerbstoffe die Wirkung von Medikamenten beeinflussen. Gleiches gelte für das Kalzium in der Milch. Besonders schlecht ist Grapefruitsaft. Er kann die Wirkung einiger Medikamente unkontrolliert verstärken, Nebenwirkungen sind die Folge.
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