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14. Januar 2013

Pflegetipps gegen Pickel: Im Winter blüht Akne oft richtig auf

Kälte und trockene Luft setzen der Akne-Haut im Winter besonders zu.  Foto: dpa

Kälte und trockene Luft reizen die Haut besonders. Das macht vor allem den überwiegend jugendlichen Akne-Patienten zu schaffen. Im Winter haben sie oft doppelt so viele Pickel. Doch auch Erwachsene können noch unter Akne leiden.

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Die Stirn ist von roten Pusteln übersät, auch auf der Nase prangt ein schmerzhafter Pickel, die Haut vom Gesicht über den Hals bis hin zum Rücken spannt unangenehm. Diese Symptome der gewöhnlichen Akne, in der Fachsprache Acne vulgaris genannt, kennen die meisten Menschen. „Zwischen 12 und 17 Jahren hat fast jeder eine Akne - die Häufigkeit liegt bei über 80 Prozent“, sagt Prof. Berthold Rzany, Dermatologe an der Charité in Berlin. „Bei etwa 10 Prozent besteht die Akne über das 25. Lebensjahr hinaus.“ Ausprägung und Schweregrad sind dabei sehr unterschiedlich.

Hauptverursacher der gewöhnlichen Akne sind männliche Hormone. „Sie regen die Talgdrüsen an, so dass diese verstärkt Hautfettproduzieren“, erläutert Hans-Georg Dauer vom Berufsverband der Deutschen Dermatologen in Berlin. Gleichzeitig scheidet die Hautoberfläche vermehrt Hornpartikel ab. Sie verengen den Ausführungskanal der Talgdrüse. Es entsteht ein Rückstau. Von außen sieht dies aus wie ein weißes Knötchen. In diesem Talg-Horn-Gemisch finden Bakterien, die die Haut als normale Flora besiedeln, optimale Lebensbedingungen. Sie können sich stark vermehren und Entzündungen samt kleinen, eiterhaltigen Abszessen auslösen.

Kälte stört das Gleichgewicht der Haut

Bei manch einem Patienten treten diese Prozesse im Winter häufiger auf als im Sommer. „Hautkrankheiten verschlechtern sich häufig im Winter“, bestätigt Andrea Schlöbe von der Gesellschaft für Dermopharmazie in Köln. Das liegt daran, dass die Haut in dieser Jahreszeit großen Strapazen ausgesetzt ist: der warmen, trockenen Heizungsluft in Räumen, der kalten Luft im Freien und dem starken Temperaturunterschied zwischen beidem. Für die Akne-Haut, die an sich schon genug gereizt ist, kommt diese Belastung erschwerend hinzu.

Die Kälte ist auch dafür verantwortlich, dass das natürliche Gleichgewicht der Haut gestört wird. „Wenn im Winter die Temperatur draußen auf unter sieben oder acht Grad sinkt, kann die Haut keinen ausreichenden Schutzmantel mehr bilden“, erklärt Dauer. „Er platzt auf, so dass Erreger in die Zwischenräume eindringen und eine vorhandene Akne verschlimmern können.“

Und schließlich ist ein Element, das die Akne im Sommer zumindest ein wenig im Zaume hält, im Winter nur begrenzt vorhanden: „Wir wissen, dass natürliches Sonnenlicht und sichtbares Licht einen günstigen Einfluss auf die Entwicklung der Akne hat“, sagt Schlöbe. Im Winter jedoch sind die Tage kürzer und man hält sich weniger im Freien auf. (dpa)

Die besten Tipps zur Pflege von Akne-Haut lesen Sie in der Bildergalerie.

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Quelle: Onmeda

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