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04. März 2013

Risiken und Vorsorge: Darmkrebs zweithäufigste Krebstodesursache

Ein Darm-Modell zum durchgehen: Krebsforscher gehen davon aus, dass sich Darmkrebserkrankungen durch einen gesünderen Lebensstil deutlich senken lassen.  Foto: dpa

Nach Lungenkrebs ist Darmkrebs die Krebsart mit den meisten Todesfällen. 2011 starben 26.300 Menschen daran. Dennoch gibt es gute Nachrichten, denn die Anzahl der tödlichen Darmkrebserkrankungen sinkt. Risiken und Vorsorge – worauf es bei Darmkrebs ankommt.

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Nach Lungenkrebs bei Männern und Brustkrebs bei den Frauen zählt der Darmkrebs, beide Geschlechter zusammengenommen, zur zweithäufigsten Krebstodesursache. Dennoch gibt es auch gute Nachrichten. So ist die Zahl der Sterbefälle durch Darmkrebs seit dem Jahr 2000 in Deutschland um sieben Prozent gesunken, meldet das Zentrum für Krebsregisterdaten (ZfKD) des Robert Koch Instituts (RKI). Rechne man demographische Effekte (die Alterung der Bevölkerung) heraus, sei der Rückgang mit 28 Prozent bei den Frauen und 22 Prozent bei den Männern sogar noch stärker.

Derzeit erkranken in Deutschland jedes Jahr rund 70.000 Menschen neu an Darmkrebs, 26.300 sterben daran. Im Durchschnitt erkranken Männer mit 69 Jahren an der Krebsart. Frauen sind bereits 75 Jahre alt.

Gesünderer Lebensstil beugt Krebs vor

Krebsforscher gehen davon aus, dass sich die Rate an Darmkrebserkrankungen in den Industrieländern durch einen gesünderen Lebensstil noch deutlicher senken ließe, heißt es beim Deutschen Krebsforschungszentrum.

Als größte Risikofaktoren für Darmkrebs gelten:

  • Fettreiche Ernährung: Da sich vor allem Essgewohnheiten auf das Darmkrebs-Risiko auswirken, sollte man darauf achten, möglichst wenig Fett, viel Gemüse und regelmäßig Fisch zu essen. Rotes Fleisch sollte eher selten auf dem Teller landen.

  • Übergewicht und Bewegungsmangel sind zwei weitere entscheidende Risikofaktoren für Darmkrebs.

  • Auch Rauchen und regelmäßiger Alkoholkonsum können sich ungünstig auf die Entstehung von Tumoren auswirken.

  • Verwandte ersten Grades von Patienten mit Darmkrebs sind selbst überdurchschnittlich häufig betroffen, warnt das RKI.  

Darmkrebszellen unter dem Mikroskop: An der Krebsart starben 2011 in Deutschland 26.300 Menschen.
Darmkrebszellen unter dem Mikroskop: An der Krebsart starben 2011 in Deutschland 26.300 Menschen.
Foto: dpa

Ein weiterer entscheidender Faktor ist die Vorsorge: Je eher Darmkrebs diagnostiziert wird, desto besser lässt er sich behandeln. Werden bereits die Krebsvorstufen (adenomatöse Polypen oder Adenome) frühzeitig entdeckt, können sie entfernt werden, bevor daraus ein Tumor entsteht. Denn das Tückische am Darmkrebs ist, er verursacht selbst erst relativ spät Beschwerden. Dazu zählen sichtbares Blut im Stuhl, Blutarmut, veränderte Stuhlgewohnheiten oder Gewichtsabnahme.

Die gesetzlichen Krankenkassen bieten ihren Versicherten ab dem 50. Lebensjahr kostenlose Früherkennungsuntersuchungen an. Einmal im Jahr können sich Versicherte auf verstecktes Blut im Stuhl testen lassen (Hämokkult-Test).

Ab 55 Jahren haben gesetzliche Versicherte außerdem Anspruch auf eine Darmspiegelung (Koloskopie), die sie nach zehn Jahren wiederholen lassen können.

Blutungen und Verletzungen der Darmschleimhaut

Zwar sei der Eingriff zur Darmspiegelung ein Routineverfahren, in einigen wenigen Fällen könne es aber Komplikationen wie Blutungen und Verletzungen der Darmschleimhaut geben. Die Krebshilfe empfiehlt Patienten daher, sich genau über Nutzen und Risiken zu informieren, um die für sie richtige Entscheidung treffen zu können.

Einheitliche Krebsregister

Mehr Früherkennung und bessere Therapien im Kampf gegen den Krebs in Deutschland soll es auch durch das neue einheitliche Krebsregister geben. In dem Register werden in Zukunft sämtliche Patientendaten erfasst. Aus den Daten sollen Lehren für zukünftige Fälle gezogen und Therapien dadurch verbessert werden. Erfasst werden die Daten der Patienten zur Diagnose und Behandlung, aber auch zur Nachsorge und zu Rückfällen. Der Aufbau des Krebsregisters wird allerdings noch mehrere Jahre dauern. (ef/dpa)

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Quelle: Onmeda

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