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23. Januar 2013

Studie aus Spanien: Spermien-Anzahl sinkt pro Jahr um zwei Prozent

Die Mikroskop-Aufnahme zeigt eine von Spermien umgebene Eizelle.  Foto: dpa

In Spanien ist die Spermienqualität bei jungen Männern innerhalb der vergangenen zehn Jahre um bis zu 38 Prozent zurückgegangen, das ist das Ergebnis einer Vergleichsstudie spanischer Wissenschaftler. Eine Studie aus Frankreich kommt zu ähnlichen Ergebnissen.

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In den letzten Jahren ist die Konzentration der Spermien in der Samenflüssigkeit junger Männer im Schnitt um zwei Prozent pro Jahr gesunken, das zeigen die Untersuchungen spanischer Wissenschaftler. Im Vergleich zu einer Studie, die vor zehn Jahren erhoben wurde, sank die durchschnittliche Konzentration von 72 Millionen Spermien pro Milliliter Samenflüssigkeit im Jahr 2001 auf 52 Millionen im Jahr 2011.

Die Ergebnisse seien erschreckend, denn frühere Untersuchungen hätten gezeigt: Weniger als 40 Millionen Spermien pro Milliliter Samenflüssigkeit erschweren die Zeugungsfähigkeit. „Sinkt die Qualität weiter um die durchschnittlichen zwei Prozent pro Jahr, ist der gefährliche Wert von 40 Millionen pro Milliliter in kurzer Zeit erreicht“, zitiert die Daily Mail Professor Jaime Mendiola, Co-Autor der Studie.

Bedeutend geringere Spermienanzahl

Wissenschaftler der Universität Murcia in Spanien hatten für die Studie Daten von 273 Männern zwischen 18 und 23 Jahren der nahegelegenen Stadt Almeria verwendet, die von 2001 bis 2002 erhoben worden waren. Diese Resultate verglichen sie mit denen von 215 Studenten aus Murcia aus den Jahren 2011 bis 2012. Ergebnis: Bei den Studenten aus Murcia stellten die Forscher eine bedeutend geringere Spermienanzahl fest. Darüber hinaus stellten sie bei 40 Prozent der Teilnehmer veränderte Spermien fest, diese waren zum Beispiel weniger beweglich oder nicht normal geformt.  

Dass sich die Samenqualität verschlechtert habe, bedeute allerdings nicht zwangsläufig, dass auch die Zeugungsfähigkeit zurückgehe, betont Studienleiter Alberto Torres Cantero. Die im Journal Andrology erschienene Studie messe lediglich die Samenqualität, so der Professor für Präventionsmedizin und öffentliche Gesundheit der Universität Murcia. Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensqualität, zum Beispiel eine  gesündere Ernährung, könnten die Qualität der Samen verbessern.

Zu enge Unterhosen

Ende 2012 kam bereits eine große Untersuchung aus Frankreich zu dem Ergebnis, dass Anzahl und Qualität der Spermien seit Anfang der 1990er Jahre rapide gesunken sind. Als Gründe werden in dieser Studie neben der Ernährung ebenfalls die Lebensweise, aber auch Chemikalien und möglicherweise sogar zu enge Unterhosen genannt. Diese Studie ist besonders aussagekräftig, da sie die Daten von 26.000 Männern auswertet. Beide Studien gemeinsam erhärten die These, dass die Spermienqualität bei Männern weltweit in den vergangenen Jahrzehnten zurückgegangen ist. (ef)

Auch wenn die Qualität der eigenen Samenzellen von verschiedenen Faktoren abhängt, kann man diese zum Teil mitbeeinflussen. Welche Maßnahmen die Zeugungsfähigkeit verbessern, haben wir in der Bildergalerie zusammengestellt.  

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Quelle: Onmeda

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