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Gesundheit
Welche Gesundheitstipps helfen wirklich? Infos zu Krankheiten und Symptomen sowie zu den Themen gesunde Ernährung, Psychologie und Sexualität

28. September 2012

Ansteckung, Hygiene-Regeln: Die wichtigsten Infos zum Norovirus

Noroviren lösen Durchfall und Erbrechen aus. Foto: dpa

Über achttausend Schüler in vier Bundesländern haben sich mit einer Magen-Darm-Krankheit infiziert. Der Erreger wurde bisher nur bei wenigen bestimmt, vieles spricht jedoch für sogenannte Noroviren. Gegen diese hilft vor allem strenge Hygiene.

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Über achttausend Schüler in vier Bundesländern haben sich mit einer Magen-Darm-Krankheit infiziert. Der Erreger wurde bisher nur bei wenigen bestimmt, vieles spricht jedoch für sogenannte Noroviren. Gegen diese hilft vor allem strenge Hygiene.

Noroviren sind leicht übertragbar und es gibt sie auf der ganzen Welt. Sie gehören zu den häufigsten Erregern für Brechdurchfall. Typische Symptome sind neben Übelkeit, Durchfällen und Erbrechen auch Bauchschmerzen und Mattigkeit.

Die Erreger werden über den Stuhl des Menschen oder über Erbrochenes ausgeschieden. Sie können über Schmierinfektionen direkt von Mensch zu Mensch übertragen werden. Aber auch Speisen und Getränke – etwa verunreinigtes Wasser – sind eine mögliche Infektionsquelle. Wegen ihrer hohen Infektiosität (für die Erkrankung reichen gerade einmal 10 bis 100 aufgenommene Viren aus) können auch kontaminierte Gegenstände noch eine lange Zeit eine Infektion auslösen. Außerdem scheiden auch wieder Gesunde selbst Wochen nach der Erkrankung die Erreger aus.

Noroviren unter dem Mirkroskop
Noroviren unter dem Mirkroskop
Foto: dpa

Ansteckungsgefahr in Kindergärten und Altenheimen

Verstärkte Ansteckungsgefahr besteht nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin in Gemeinschaftseinrichtungen wie Krankenhäusern, Kindergärten und Altenheimen. Darin liegt auch die größte Gefahr des Norovirus: Diejenigen, die diese Einrichtungen besuchen, sind nicht nur besonders gefährdet, bei ihnen verläuft die Krankheit auch am schwersten. Denn bei Kranken, kleinen Kindern und Senioren ist das Immunsystem eher schwach, auch vertragen sie den Wasserverlust, der durch Durchfall entsteht, nicht so gut.

Bei einem schweren Verlauf ist ärztliche Hilfe wichtig, da es, wenn auch selten, durch Flüssigkeitsmangel zu Organschäden kommen kann. Normalerweise sind die Symptome aber schon nach 12 bis 36 Stunden abgeklungen. An einer vorbeugenden Impfung wird zwar geforscht, wirksame Ergebnisse wurden jedoch noch nicht erzielt. Auch Medikamente zur Therapie gibt es nicht, wichtig für schnelle Heilung sind Ruhe und Ausgleich des Flüssigkeitshaushalts.

Erreger verändern sich ständig

Entdeckt wurden Noroviren 1972. Laut RKI werden immer wieder auch neue Formen der Erreger gefunden. Diese dauernde Veränderung macht es so schwierig, einen Impfstoff zu finden. Die Krankheitserreger sind sehr resistent gegen Umwelteinflüsse wie Temperaturschwankungen und können länger als zwölf Tage auf verunreinigten Flächen ansteckend bleiben.

Wie man sich schützt

In den vergangenen Jahren war es häufiger zu Ausbrüchen auf Kreuzfahrtschiffen gekommen. Ursache könnte nicht nur der enge Raum sein, auf dem die Reisenden leben, sondern auch die Kost: Besonders bei Speisen wie Salate können sich, da sie nicht gekocht werden, schon bei der kleinsten Nachlässigkeit in der Hygiene Noroviren an der Oberfläche festsetzen. Beobachtet wurde auch eine Steigerung der Anzahl gemeldeter Fälle über die letzten zehn Jahre. Ob die weite Verbreitung zum Beispiel von großen Essenszulieferern für Gemeinschaftseinrichtungen damit zusammenhängt, ist jedoch nicht bewiesen. Allgemein ist das Ansteckungsrisiko Studien zufolge in den Wintermonaten am höchsten.

Um sich und andere vor Noroviren zu schützen, kann man nur die allgemeinen Hygieneregeln streng befolgen. Das heißt, man sollte sich, vor allem in Gemeinschaftseinrichtungen, häufig und gründlich die Hände waschen. Außerdem sollte man darauf achten, dass das Essen durchgegart ist und dass sanitäre Anlagen gründlich gereinigt werden. (dpa, pm)

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Quelle: Onmeda

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