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28. März 2012

Aufklärungskampagne: Tripper und Co. können HIV-Übertragung fördern

Mit der neuen Aids-Kampagne soll auch über weitere sexuell übertragbare Krankheiten aufgeklärt werden.  Foto: dapd

Kondome gegen HIV-Ansteckung - na klar. Aber das Wissen um andere sexuell übertragbare Krankheiten ist rar gesät. Dabei können Tripper, Syphilis und Co. das Risiko einer HIV-Übertragung erhöhen. Eine neue Kampagne informiert über die Gefahren.

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Sexuell übertragbare Krankheiten, im Fachjargon STI  (von sexually transmitted infections) genannt, erhöhen die Wahrscheinlichkeit einer HIV-Übertragung um das Zwei- bis Zehnfache. Aus diesen Gründen setzt die Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung (BZgA) bei ihrer neuen Kampagne zur HIV-Prävention verstärkt auf Informationen über weitere sexuell übertragbare Krankheiten. Das Risikobewusstsein für sexuell übertragbare Infektionen wie Syphilis, Tripper oder Chlamydien müsse erhöht werden, sagte Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP).

Geschwüre oder Läsionen, verursacht durch Geschlechtskrankheiten, können die Haut so beschädigen, dass Erreger leichter eindringen können. Zudem ist die Immunabwehr generell geschwächt. Darüber hinaus steigern diese Infektionen bei Nichtinfizierten die Empfänglichkeit für HIV und machen HIV-Positive noch ansteckender. Außerdem können sie eine HIV-Therapie beeinträchtigen. Aber auch unabhängig von HIV können Tripper und Co. der Gesundheit gefährlich werden - wegen teils gravierender Spätfolgen.

Bei Jugendlichen sind Chlamydien-Infektionen häufig

Während die HIV-Neuinfektionen seit 2007 zurückgehen, hat sich die Zahl der Syphilis-Infektionen laut dem Robert-Koch-Institut von 1697 Erkrankungen im Jahr 2001 auf 3698 Erkrankungen im Jahr 2011 mehr als verdoppelt.

Tripper (Gonorrhö) und Syphilis sind besonders verbreitet bei Männern, die Sex mit Männern haben. Das Robert-Koch-Institut geht davon aus, dass mindestens vier von fünf aller in Deutschland gemeldeten Syphilis-Fälle so übertragen werden. Unter heterosexuellen Erwachsenen gibt es vor allem Chlamydien-Infektionen, Trichonomaden (Parasiten), Pilz-Erkrankungen oder Papillomviren (HPV). Bei den Jugendlichen sind Chlamydien-Infektionen besonders häufig.

Wichtig zu wissen: Nicht immer schützt ein Kondom komplett vor Ansteckung - denn ein Teil der Erreger kann auch durch Schmierinfektionen und engen Körperkontakt weitergegeben werden.

Immerhin ist die Anzahl der Männer und Frauen, die Kondome nutzen gestiegen. Eine neue Untersuchung der BZgA zeigt: Heute greifen 87 Prozent der Deutschen zu Beginn einer neuen Partnerschaft zum Kondom - noch Mitte der 90er Jahre taten das nur 65 Prozent. Auch von denjenigen, die oft ihre Partner wechseln, schützen sich mittlerweile 86 Prozent regelmäßig. Zugleich schrumpft in dieser Hochrisiko-Gruppe die Zahl derer, die nie Kondome verwenden: Ende der 80er Jahre war es fast die Hälfte, heute sind es nur noch 14 Prozent.

(dpa, dapd, ef)

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Quelle: Onmeda

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