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21. Mai 2012

Barfuß-Saison: Sind meine Füße sandalentauglich?

Ohne Hornhaut und mit gepflegten Nägeln wirken Füße in Flip Flops gleich ansprechender.  Foto: dpa

Endlich die Socken weglassen - darauf freuen sich viele im Sommer. Leider ist der Anblick nackter Füße nicht immer angenehm. Das liegt an Hornhaut, Hühneraugen oder ungepflegten Nägeln. Worauf es bei der Fußpflege ankommt.

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Wie die Temperaturen steigen, werden die Outfits knapper: T-Shirt statt Pulli, Trägerkleidchen statt Woll-Kombi, Sandalen statt Stiefel. In der luftigeren Kleidung fallen nicht nur überflüssige Pfunde eher auf. Damit das Gesamtbild stimmt, sollte man auch seine Füße nicht vergessen und sie sommerschön pflegen.

„In unseren Breitengraden fristen die Füße den Großteil des Jahres über ein dunkles Dasein. Versteckt in Strümpfen und Schuhen sind sie der Beachtung entzogen“, erklärt Annett Ullrich vom Zentralverband der Podologen und Fußpfleger. Anders im Sommer: In offenen Schuhen rücken die Füße ins Blickfeld. Und was man sieht, ist nicht immer schön: Seien es überlange Nägel, Hornhaut oder Hühneraugen.

Mit einem Bimsstein kann man Hornhaut abrubbeln.
Mit einem Bimsstein kann man Hornhaut abrubbeln.
Foto: dpa

Dabei sind sommerschöne Füße keine Zauberei - meist genügt ein bisschen Pflege. „Erst einmal sollte man sich die Zeit nehmen, sich seine Füße anzuschauen und zu überlegen: Was ist störend, wo sollte man etwas machen“, rät Ullrich. Je nach Befund sind dann unterschiedliche Maßnahmen angezeigt. Manche davon kann man selbst in die Hand nehmen, andere sollte man einem Fußpflege-Profi überlassen.

Lesen Sie hier, worauf es Schritt für Schritt bei der Fußpflege ankommt.

  • Um einen gesunden Durchschnittsfuß in Schuss zu bringen, tut es oft schon ein Grundpflegeprogramm. „Dazu braucht man in Prinzip nur Fußbadesalz, Peeling, einen Hornhautschwamm oder -stein, gute Nagelfeilen und eine Pflegecreme für Haut und Nägel“, zählt Renate Donath vom Bundesverband Deutscher Kosmetikerinnen auf.

  • Am Anfang steht ein warmes Fußbad. Das weicht Haut und Nägel sanft auf, so dass sie gut bearbeitet werden können. „Wählt man einen basischen Zusatz, wirkt es gleichzeitig rückfettend und macht die Füße schön weich und geschmeidig“, ergänzt Donath.

  • Nach dem Bad sollte überschüssige Hornhaut entfernt werden. Manchmal genügt dazu schon das kräftige Abrubbeln mit einem groben Frottee-Handtuch oder ein Fußpeeling mit Rubbelkörperchen. Bei sehr ausgeprägter Hornhaut hilft ein Bimsstein oder eine Feile aus Mineralquarz. Nicht zu viel Hornhaut entfernen, sonst ist die Verletzungsgefahr groß. Denn man nimmt dem darunterliegenden Gewebe seinen Schutz vor Reizen wie Druck und Hitze und schädliche Keime und Bakterien dringen schneller in die Haut ein.

  • Letzter Punkt auf der Grundhautpflege-Agenda ist das Eincremen. Das Pflegeprodukt sollte dem Hautzustand entsprechen: „Bei sehr trockenen Füßen empfiehlt sich beispielsweise eine Kräutercreme. Und wenn es darum geht, raue Haut geschmeidig zu machen, ein pflanzliches Samenöl - etwa aus Aprikosenkernen“, sagt Kosmetikerin Renate Donath.

  • Dann sind die Fußnägel dran. Damit sie gepflegt wirken, sollten sie relativ kurz und gerade gehalten werden - die Ecken leicht abgerundet. Das geht mit Schere oder Knipser, aber auch mit der Feile. Das schönste Ergebnis erzielt man aber, wenn man die Nägel in Form feilt. Anschließend kann man sie noch polieren und eine Nagelcreme einmassieren, um sie geschmeidig zu halten und zu verhindern, dass sie brechen.

  • Ist die Grundpflege einmal umfassend absolviert, genügen meist kleinere Maßnahmen, um den sommerschönen Ist-Zustand der Füße längerfristig aufrechtzuerhalten. Etwa beugt tägliches Eincremen dem Entstehen neuer Hornhaut vor und vermindert das Austrocknen der Haut.

  • Wer bei Hitze übermäßig an den Füßen schwitzt, kann sich mit speziellem Fußpuder und -spray Abhilfe verschaffen. Auch lauwarme Fußbäder mit Eichenrindenextrakt oder Salbei vermindern die Schweißbildung.

  • Hat man einmal übermäßige Hornhautablagerungen oder Risse in der Fußsohlenhaut – sogenannte Schrunden, sollte man den Experten an die Füße lassen. Das gleiche gilt für Schwielen und Hühneraugen. „Sie wachsen von außen nach innen und dürfen deshalb nur von einem Podologen entfernt werden - zum Beispiel mit dem Skalpell“, erklärt Podologin Tatjana Pfersich. Legen Laien mit Hobel oder Schere Hand an, ist das Verletzungsrisiko zu groß.

  • Ebenfalls nicht anzuraten ist Eigeninitiative bei bestimmten Problemen mit den Nägeln. „Dazu zählen unter anderem Nagelpilz sowie verdickte oder eingewachsene Nägel“, betont Pfersich. Der Versuch, einen pilzbefallenen Nagel durch Abfeilen ansehnlicher zu machen, kann dazu führen, dass die Erkrankung sich ausbreitet. Und wer sich bemüht, die hautüberwachsene Ecke eines Nagels selbst freizulegen, riskiert eine Infektion.

(dpa)

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