An einer psychischen Erkrankungen wie Depressionen und Burnout leiden mehr und mehr Menschen. Zugleich müssen Betroffene oft lange auf einen ambulanten Termin beim Psychotherapeuten warten. Eine Umfrage der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) in Berlin unter mehr als 9000 Therapeuten hat ergeben, dass knapp ein Drittel der Patienten erst nach mehr als drei Monaten einen Termin bekommen. Umso wichtiger ist es, auf Anhieb den passenden Behandler zu finden.
„Professionelle Hilfe sollte bei psychischen Erkrankungen genauso selbstverständlich in Anspruch genommen werden wie bei jeder anderen Erkrankung auch - und das möglichst frühzeitig, denn viele dieser Erkrankungen sind heil- beziehungsweise sehr gut behandelbar“, sagt Hannelore Strobel von der Krankenkasse AOK Plus. Unter den psychischen Erkrankungen seien Depressionen am weitesten verbreitet, gefolgt von Demenz, Angst- und Suchterkrankungen.
1. Wer kann mir einen Therapeuten empfehlen?
Es kann sich lohnen, zu allererst den Hausarzt nach einem geeigneten Psychotherapeuten zu fragen. Wenn es gut läuft, stellt der Hausarzt sogar einen Kontakt her. Das ist hilfreich, weil die Wartezeiten auf einen Termin lang sind. Ein Drittel der Betroffenen bekam laut einer Umfrage der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) erst nach drei Monaten einen Termin.
Foto: dpa„Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung können sich an ihre Kasse wenden. Die verfügt über ein Verzeichnis aller ärztlichen und psychologischen Psychotherapeuten, die ihre Behandlungskosten direkt mit der Kasse abrechnen können“, erläutert Wolfgang Schuldzinski von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.
Doch wie erfährt man, ob der Therapeut zu einem passt, ob er ausreichend qualifiziert ist und ob die Krankenkasse die Behandlung übernimmt? Die wichtigsten Fragen und Antworten bei der Suche nach einem geeigneten Psychotherapeuten lesen Sie in der Bilderstrecke.
(dpa)
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