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24. Januar 2012

Drogenkonsum: Neue Debatte um Cannabis-Legalisierung

Cannabis-Pflanzen (Archivbild) Foto: dpa

Die Linke wagt einen Vorstoß bei der Legalisierung von Cannabis. In einem Antrag fordert die Partei die Droge in Cannabis-Clubs zu genehmigen. Die SPD spricht sich für eine Neuregelung des Eigenkonsums aus. Die Gefahr ist jedoch noch umstritten.

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Mit ihrer Forderung nach Einführung von Cannabis-Clubs hofft die Linke auf eine Debatte über einen neuen drogenpolitischen Kurs in Deutschland. „Wir wollen weg von der Verteufelung“, sagte der drogenpolitische Sprecher der Linken im Bundestag, Frank Tempel.

Am heutigen Mittwoch ist ein Linken-Antrag Thema einer öffentlichen Bundestagsanhörung, nach dem Cannabis durch Cannabis-Clubs legalisiert werden soll. Die Einrichtungen sollen nach Vorstellung Tempels ohne kommerzielles Interesse den Cannabis-Anbau für ihre Mitglieder übernehmen. „Für den Anbau in Cannabis-Clubs ist durch den Vereinsvorstand die erforderliche Sachkunde nachzuweisen“, so der Antrag. Tempel betonte, er wolle durch eine Entkriminalisierung von Cannabis Aufklärung, Jugendschutz und Prävention voranbringen sowie den Schwarzmarkt bekämpfen. Erlaubt sein soll der Besitz von 30 Gramm getrocknetem Cannabis.

Millionen Deutsche greifen zu Cannabis

Rund 600.000 Menschen in Deutschland haben laut Bundesregierung einen problematischen Cannabiskonsum. Millionen weitere konsumieren die Droge weniger exzessiv. Union und FDP lehnen eine Legalisierung von Cannabis strikt ab. Die drogenpolitische Expertin der FDP-Fraktion, Christine Aschenberg-Dugnus, sagte: „Ich halte von Cannabis-Clubs überhaupt nichts." 

Die Drogenbeauftragte der SPD-Fraktion, Angelika Graf, sagte: „Ich habe eine ganze Reihe von Vorbehalten.“ So könne der Zugang zu Cannabis durch die Clubs wohl kaum auf Mitglieder beschränkt werden. Zugleich mahnte Graf eine Reform für reine Konsumenten an. „Da sollten wir uns etwas überlegen." So sei es wenig sinnvoll, dass es in den Bundesländern unterschiedliche Höchstmengen zwischen 6 und 15 Gramm für die Straffreiheit bei Cannabis-Besitz gebe.

Gegner einer Legalisierung von Cannabis argumentieren, neuere Züchtungen hätten einen stark gestiegenen Gehalt des berauschenden Wirkstoffs THC. Davon werde man leichter abhängig. Befürworter wie der Deutsche Hanf Verband ziehen in Zweifel, dass Cannabis in den vergangenen Jahrzehnten stärker geworden sei.

THC-Gehalt stark gestiegen

Daten des Staatsanwalts Jörn Patzak, der in seiner Stellungnahme für eine Bundestagsanhörung an diesem Mittwoch gegen eine Legalisierung eintritt, zeigen eine Schwankung: Bei Haschisch, also gepresstem Harz, bewegte sich demnach der THC-Gehalt in Deutschland zwischen 1993 und 2009 von 6,5 über Werte bis zu 9,1 hin zu 8,4 Prozent. Bei Marihuana, also Blätter- und Blütengemische, reichten die Werte von damals 3,6 bis zuletzt 3,4 Prozent. Reine Cannabisblüten hätten zwischen 10,3 und 12 Prozent aufgewiesen.

Ein Ranking über die gefährlichsten Drogen lesen Sie in der Bilderstrecke oben.

(dpa/ef)

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Quelle: Onmeda

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