An den Karnevalstagen steigt das Kater-Risiko. Foto: dpa
Im Rheinland herrscht jetzt Ausnahmezustand, aber auch in anderen deutschen Bundesländern wird Karneval gefeiert. Hier wie dort gehört der Alkohol zum Programm - und damit auch der Kater. Es sei denn, man beachtet ein paar gute Tipps.
Für viele Jecken bringt die Karnevalszeit mindestens eine feucht-fröhliche Party oder Sitzung mit sich. Oft folgt am nächsten Morgen der Brummschädel. „Ein Kater ist das Symptom einer leichten Alkoholvergiftung“, erklärt Ernährungswissenschaftler Jan Prinzhausen.
Die Palette der Begleiterscheinungen ist vielfältig. „Häufige Beschwerden sind Kopfweh, trockener Mund, starker Durst, Übelkeit und Schlappheit“, erklärt Ernährungsberaterin Jutta Saumweber. Hinzu kommen oft Gliederschmerzen und Konzentrationsschwierigkeiten, manchmal auch Fahrigkeit, Redseligkeit oder Aggressivität.
Die Tipps gegen den Karnevals-Kater
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Die Tipps gegen den Karnevals-Kater
Auf die Menge kommt es an
Was zu viel Alkohol ist, das ist wissenschaftlich ermittelt: „Untersuchungen zufolge haben etwa 50 Prozent der Trinker einen Kater, wenn sie mehr als 1,5 Gramm puren Alkohol pro Kilo Körpergewicht konsumiert haben“, erläutert Peter Hilden, Beratungsarzt im Ärztezentrum der Techniker Krankenkasse. Wer 70 Kilo wiegt, riskiert also mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Kater, wenn er einen Liter Wein trinkt.
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Finger weg von Kurzen!
Neben der Menge spielt auch die Art des Alkohols eine Rolle. „Der Kater kann durch Inhaltsstoffe der Getränke wie Kohlensäure oder Glukose verstärkt werden“, sagt Ernährungsberaterin Jutta Saumweber. Die in Sirup oder Likör enthaltene Glukose hemmt nämlich den Abbau des giftigen Acetaldehyds. Mediziner Peter Hilden ergänzt: „Je mehr sogenannte Fuselöle ein alkoholisches Getränk enthält, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass es einen Kater nach sich zieht. Diese Stoffe sind vor allem in dunklem Alkohol und in minderwertigen Produkten enthalten.“
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Mineralwasser trinken
Schließlich können auch die Rahmenbedingungen des Alkoholgenusses das Entstehen eines Katers begünstigen: „Alkohol wirkt harntreibend. Mit dem Wasser entzieht er dem Körper jedoch auch lebenswichtige Mineralien“, sagt Ernährungswissenschaftler Jan Prinzhausen. „Gerät das Flüssigkeits- und Mineraliengleichgewicht des Körpers aus dem Lot, wird der Stoffwechsel gestört.“ Das lässt sich verhindern, indem im Laufe der Party immer wieder Mineralwasser getrunken wird.
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Fettige und salzige Grundlagen
In Bezug auf Mineralien ist salzhaltige Nahrung eine gute Wahl. Ohnehin sollte man vor oder während des Alkoholgenusses ausreichend essen. „Sinnvoll ist vor allem fettreiche Nahrung“, empfiehlt Prinzhausen. Sie bleibt lange im Magen und hält den Alkohol zurück, so dass er langsamer in das Abbausystem des Körpers gelangt. „Außerdem können im Magen bereits abbauende Enzyme wirken.“
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Kaffee am Abend nützt nichts
Wenn sich im Laufe des Abends die ersten Anzeichen eines Katers einstellen, setzt manch ein Alkoholkonsument auf einen Kaffee oder Espresso. Doch der Glaube, damit den Kopf wieder freizubekommen, ist ein Trugschluss. „Kaffee beschleunigt den Alkoholabbau nicht“, warnt Ernährungsberaterin Saumweber. „Er raubt höchstens den Schlaf.“ Genau den sollte man jedoch spätestens bei den ersten Kater-Symptomen dem strapazierten Stoffwechsel gönnen.
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Tipps für den Morgen danach
Gegen den Kater am Morgen danach gibt es zahlreiche Handlungsempfehlungen und Hausmittel. Ihre Wirkung ist nicht wissenschaftlich untersucht, aber durchaus einen Versuch wert. „Wer unter einem Kater leidet, sollte viel trinken, vermehrt Mineralsalze wie Natrium und Kalium zu sich nehmen und auf saure Speisen wie Essiggurke oder Rollmops setzen. Das begünstigt den Abbau“, empfiehlt Ernährungsexpertin Saumweber.
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Müsli für Energie
Leichte Hühnerbrühe besänftigt das flaue Gefühl im Magen. Wer es verträgt, kann sich mit Müsli und Obst stärken.
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Hilfe bei Kopfschmerzen
Bei Kopfschmerzen hilft es, die Schläfen mit Metholbalsam einzureiben oder zur Not eine Kopfschmerztablette zu nehmen. Ansonsten gilt die Devise: raus aus den Federn! Durch Bewegung an der frischen Luft wird der Kopf klar und der Abbau des Restalkohols beschleunigt.
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Reaktionsvermögen ist noch eingeschränkt
Dass ein Kater nicht nur Übelkeit verursacht, sondern auch das Verhalten beeinträchtigt, das Reaktionsvermögen und die gesamte körperliche Leistungsfähigkeit schmälert - das wird oft vergessen. „Wer mit einem Kater Kraftfahrzeug fährt oder eine komplizierte Kontroll- und Aufsichtsarbeit ausführt, stellt ein erhebliches Risiko für sich und für andere dar“, warnt Peter Hilden von der Techniker Krankenkasse. Am Tag danach ist damit die Verantwortung jedes Einzelnen gefragt - sich selbst und anderen gegenüber.
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Dem Kater vorbeugen
An Karneval wird wild gefeiert und Alkohol gehört für die meisten mit dazu. Einen Kater nimmt trotzdem keiner freiwillig in Kauf. Wer nicht völlig planlos trinkt, kann mit ein paar Maßnahmen vorbeugen und Kopfschmerzen und Übelkeit vermeiden. Doch auch wenn der Brummschädel da ist, kann man ein paar Dinge tun.
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Sind die Beschwerden da, ist es zu spät
Das Tückische ist allerdings: „Bis der Alkohol ins Blut gelangt ist, dauert es ein bis zwei Stunden“, erläutert Saumweber. „In dieser Zeit merkt der Trinkende keine Wirkung – und trinkt entsprechend oft weiter.“ Wenn die Beschwerden jedoch erst einmal da sind, ist es zu spät. Dabei lässt sich mit ein paar einfachen Mitteln das Katerrisiko erheblich reduzieren.
Dieses Risiko hängt zunächst von der Menge des konsumierten Alkohols ab: Wird zu viel Alkohol in kurzer Zeit getrunken, kann der Körper diesen nicht schnell genug abbauen. In der Leber entsteht ein Rückstau an Acetaldehyd. Dieses Abbau-Zwischenprodukt ist giftig - und hauptsächlich für den Kater verantwortlich.
Zehn wichtige Anti-Kater-Tipps lesen Sie in der Bilderstrecke oben.
So viele Kalorien haben Bier, Wein und Co.
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So viele Kalorien haben Bier, Wein und Co.
2. Weizenbier
Minimal weniger kalorienreich ist ein Weizenbier mit 185 kcal auf 0,5 Liter. Auf 100 Milliliter spart man ganze fünf Kilokalorien im Vergleich zum Pils.
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3. Radler
Gemischt mit zuckriger Limonade haben Radler und auch Alsterwasser zwar weniger Alkohol aber dafür mehr Kalorien. Ein Radler (0,3 Liter) enthält in etwa 130 kcal.
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4. Weißwein
Ein großes Glas trockener Weißwein (0,2 Liter) enthält etwa 138 kcal. Wer der Wein mit Mineralwasser mischt, spart einiges an Kalorien. Ein 0,2-Liter-Glas Weißweinschorle enthält knapp 70 kcal.
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5. Rotwein
Ein leichter Rotwein hat etwa genauso viele Kalorien wie ein trockener Weißwein. Ein schwerer Roter bringt dagegen mehr mit: 156 kcal auf ein 0,2-Liter-Glas.
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6. Sekt
Ähnlich viele Kalorien wie Wein hat Sekt. Ein Gläschen (0,1) hat 76 kcal.
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7. Schnaps
Nach einem schweren Essen auf den Schnaps zu verzichten, ist ratsam, denn der Kurze (2 cl) hat bei 38 Prozent Alkohol 43 Kalorien. Der Spruch „Schnaps räumt den Magen auf“ ist ohnehin ein Mythos.
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8. Gin Tonic
Bei den Longdrinks gehört Gin Tonic zu denjenigen mit eher wenig Kalorien. Auf ein Glas kommen etwa 87 kcal, 100 Milliliter haben 73 Kilokalorien.
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9. Cuba Libre
Der Mix aus Rum und Cola mit Zitrone hat immerhin 96 kcal pro 100 Milliliter Getränk.
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10. Campari Orange
Der beliebte Aperitif haut vor einem Essen mit 166 kcal auf 0,2 Liter schon ordentlich rein.
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11. Caipirinha
Limetten und Cachaça und viel brauner Zucker - mit rund 216 kcal pro Glas hat Caipirinha fast so viele Kalorien wie ein Schokoriegel.
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12. Alcopops
Auf die Mischung aus Alkohol und süßer Limonade in verschiedenen Geschmacksrichtungen stehen vor allem Jugendliche. Pro Flasche haben die Mixgetränke etwa 200 kcal.
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13. Piña Colada
Die Mischung aus Rum, Cream of Coconut und Ananassaft ist wohl die dickste Kalorienbombe unter den alkoholischen Getränken. 100 Milliliter des Cocktails beinhalten ganze 240 Kilokalorien.
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1. Bier
Ein Glas Pils (0,3 Liter) hat etwa 126 Kilokalorien (kcal). Das sind rund 40 auf 100 Milliliter. Kölsch und Alt haben übrigens in etwa genauso viele Kalorien.
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