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Häufiges Waschen kann Akne verschlimmern

Akne ist nicht das Resultat mangelnder Gesichtshygiene. Um keine Narben zu bekommen, sollten die Pickel am besten nicht ausgequetscht, sondern vom Arzt geöffnet werden. Foto: Hautklinik Universität Düsseldorf
Akne ist nicht das Resultat mangelnder Gesichtshygiene. Um keine Narben zu bekommen, sollten die Pickel am besten nicht ausgequetscht, sondern vom Arzt geöffnet werden. Foto: Hautklinik Universität Düsseldorf

Köln. Jugendliche, die es haben, haben es meist nicht leicht: Akne. Attraktiv sind die Pickel nicht, bei den meisten verschwinden sie nach der Pubertät wieder. Bis dahin sollten Betroffene die Haut nicht mit falscher Pflege zusätzlich reizen.

Oft wird ein unreines Hautbild als Ergebnis mangelnder Hygiene gewertet. Bei pubertätsbedingter Akne ist jedoch das Gegenteil der Fall: Mehrmals tägliches Waschen kann das Hautbild verschlechtern. Darauf weist das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) in Köln hin. Empfehlenswert bei der Gesichtspflege sei die Verwendung seifenfreier Reinigungsmittel mit dem pH-Wert 5,5. Von antibakteriellen Lotionen rät das IQWiG auf seinem Portal Gesundheitsinformation.de eher ab: Sie könnten die Haut austrocknen und die Irritationen verstärken.

Auch das Ausdrücken von Eiterpusteln sollten Betroffene vermeiden, da das zu Entzündungen und Narbenbildung führen kann. Eine sinnvolle Alternative ist der Besuch in einer Arzt- oder Kosmetikpraxis. Dort können die Pickel unter hygienischen Bedingungen geöffnet werden. Mit dem Arzt können Patienten dann auch weitere Behandlungsmöglichkeiten besprechen. Für gewöhnlich ist Akne hormonell bedingt und verschwindet bei den meisten im Alter von Anfang 20 wieder. (dpa/tmn)

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