Wer immer gründlich abspült, sich regelmäßig die Hände wäscht und Lebensmittel sorgfältig zubereitet, sei auf der sicheren Seite, sagte Lüppo Ellerbroek vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). „Wenn Sie aber bestimmte Strategien nicht einhalten, kann es gefährlich werden.“ Von Desinfektionsmitteln hält der Experte dagegen nicht viel, durch sie fühle man sich eher zu sicher und vernachlässige vielleicht das gründliche Saubermachen.
Woher die Keime kommen
Die krankmachenden Keime können über rohe Lebensmittel wie Fleisch, Geflügel, Fisch, Eier und Gemüse in die Küche gelangen. Aber auch durch bereits infizierte Bewohner, Haustiere oder Schädlinge.
In Deutschland werden jedes Jahr mehr als 100.000 Erkrankungen gemeldet, die durch Bakterien, Vieren oder Parasiten in Lebensmitteln verursacht werden, so das BfR. Hat es einen erwischt, leidet man unter Magenkrämpfen, Durchfall und Erbrechen. „Ich habe Magen-Darm“ heißt es dann oft lapidar, denn meistens heilt die Lebensmittelinfektion von selbst wieder aus. Doch für Menschen mit einem schwachen Immunsystem, wie es kleine Kinder, Schwangere oder chronisch Kranke haben, kann so eine Infektion im schlimmsten Fall sogar lebensbedrohlich sein.
Doch das Gute ist, damit es erst gar nicht so weit kommt, muss man keine speziellen Maßnahmen ergreifen, sondern nur einige relativ simple Hygiene-Regeln beachten. Denn „Sauberkeit bietet 99,9 Prozent der Möglichkeiten, sich vor krankmachenden Keimen zu schützen", betonte Ellerbroek, der am BfR die Fachgruppe Lebensmittelhygiene leitet.
Welche Hygiene-Regeln Sie in der Küche beachten sollten, lesen Sie in der Bildergalerie.
(dpa/ef)
1. Fett macht Fett
Das stimmt so nicht. Der Körper braucht sogar einen gewissen Anteil an Fett. Rund 30 Prozent aller Kalorien sollen aus fetthaltigen Lebensmitteln kommen, empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). Im Schnitt etwa 70 bis 80 Gramm Fett am Tag. Isst man mehr Fette, werden diese im Körper abgelagert. Außerdem kommt es darauf an, welche Fette wir zu uns nehmen. Gesund sind ungesättigte Fettsäuren. Sie stecken zum Beispiel in Oliven oder Walnüssen. Auch Fette aus Fischen sind gesund. Tückisch, weil besonders ungesund, sind dagegen die versteckten Fette in Wurst oder Kuchen.
Foto: dpaNachrichten zu Ernährung, Psychologie und Sexualität
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