Eigentlich sollte sie bereits 2006 eingeführt werden. Doch der Start der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) hat sich immer wieder verschoben, wegen technischer Probleme und weil viele Ärzte Sicherheitsbedenken hatten.
Die Probleme sind nun ausgeräumt. Der Datenschutzbeauftragte des Bundes, Peter Schaar, ist zufrieden. Und die Krankenkassen hoffen, mit der elektronischen Karte die medizinische Versorgung zu verbessern und gleichzeitig Kosten zu sparen.
Doch das wird dauern. Erst mittelfristig sollen auf der Karte Befunde und Informationen gespeichert werden. Dadurch sollen sich Ärzte leichter austauschen können und doppelte Untersuchungen vermieden werden. Bislang unterscheiden sich die Karten nur durch das Lichtbild von den alten.
Karten werden großenteils 2012 verschickt
Zunächst brauchen aber erst einmal alle 69,5 Millionen Deutsche, die gesetzlich krankenversichert sind, eine neue Karte mit Foto. Laut Gesetz müssen bis Jahresende immerhin zehn Prozent der Versicherten eine Karte haben. Bis wann alle Karten verschickt sind, ist noch nicht ganz klar. Großenteils soll dies aber im kommenden Jahr geschehen.
Für die Übergangszeit gilt die alte Karte. Versicherte, die ihre neue Karte bekommen haben, sollen die alte Krankenversichertenkarte aber zerstören oder an die Kasse zurückschicken, damit sie nicht von Fremden missbraucht werden kann.
Was die elektronische Gesundheitskarte dem einzelnen Patienten bringt und wie sicher sie ist, lesen Sie in der Bilderstrecke.
(dpa)
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