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25. August 2011

Lachen hilft: Wie der Körper die Seele beeinflusst

Aufrechtstehen und lachen: Nimmt der Körper eine andere Haltung ein, lässt sich auch die Psyche - zumindest kurzfristig - darauf ein. Foto: dpa

Körper und Seele gehören zusammen und beeinflussen sich gegenseitig. Geht es der Seele nicht gut, reagiert der Körper entsprechend. Andersherum wirkt schon die Haltung des Körpers schnell auf die Psyche. So machen hängende Schultern schlechte Laune.

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Der Volksmund hat oft Recht: Er spricht etwa davon, «die Nase voll» zu haben. Ärger können wir «nur schwer verdauen», jemandem ist «zum Kotzen» und irgendwem «bleibt die Luft weg». Körper und Seele beeinflussen sich, das weiß der Volksmund. Und tatsächlich kann sich Ärger zum Beispiel mit Magenproblemen und Dauerschnupfen bemerkbar machen, bei Angst können wir schlecht atmen.

«Wann immer wir etwas denken, schlägt sich das in unserem Körper und gewöhnlich auch in unseren Gefühlen nieder», sagt die Psychologin Doris Wolf aus Mannheim. Der Körper schüttet Hormone aus, regt den Kreislauf und die Aktivität der Drüsen an oder ab. Umgekehrt wirken sich zum Beispiel Schmerzen oder auch nur die Körperhaltung und die Mimik auf das Wohlbefinden aus.

Das kann jeder leicht an sich selbst testen, zum Beispiel mit einem Lächeln. «Einfach in den Spiegel gucken und fett grinsen», empfiehlt Dieter Pütz, Facharzt für Psychotherapie und Leiter der Deister Weser Kliniken in Bad Münder. Dies hebe die Laune relativ schnell, verspricht er.

Wer aufrecht sitzt fühlt sich weniger unsicher

Ein anderer Versuch ist, eine selbstsichere Körperhaltung einzunehmen. Wer aufrecht steht, die Schultern zurücknimmt, die Brust nach vorne streckt und dabei noch nach vorne schaut, kann sich kaum noch unsicher fühlen. Der Satz «Ich kann das nicht» kommt bei dieser Haltung kaum über die Lippen. Es geht jedoch auch umgekehrt. Das merkt jeder, der mit hängenden Schultern und gesenktem Kopf durch die Gegend schlurft. Er fühlt sich schlaff und antriebslos.

«Körper und Seele haben das Bestreben, in Einklang zu kommen», beschreibt Wolf dieses Phänomen in ihrem Buch «Gefühle verstehen. Probleme bewältigen». Auf dieses Zusammenspiel sei stets Verlass. Denn zu jeder Körperhaltung gibt es passende Gedanken und Gefühle - und umgekehrt. Diese Erkenntnis kann jeder für sich nutzen, wenn er sich zum Beispiel unsicher oder niedergeschlagen fühlt: Einfach die Körperhaltung ändern und damit der Psyche vorgaukeln, man fühle sich sicher und froh. Die Psyche wird der Körperhaltung schnell folgen.

Sport statt Medikamente

Auf lange Sicht gesehen, ist Bewegung eine gute Methode, um mit Hilfe des Körpers für seelisches Wohlbefinden zu sorgen. «Dabei wird Serotonin ausgeschüttet, das ist das Allerbeste», sagt Michael Schellberg, Psychologe in Hamburg. Seiner Meinung nach sollten die Ärzte lieber mehr Sport anstatt Medikamente verschreiben. Er rät seinen Patienten, sich zumindest im Alltag mehr zu bewegen: Treppen steigen, zum Supermarkt laufen, öfter mal das Fahrrad benutzen.

Am besten geeignet für die Psyche seien nach Laufen, Schwimmen und Radfahren mit sportlichem Anspruch. «Bei diesen Bewegungsformen kann man den Körper richtig auspowern und in die Grenzbereiche der Belastbarkeit kommen», erklärt er. Wenn der Körper nicht mehr will, aber muss, ist das für ihn zwar eine kleine Katastrophe. Doch damit er weiter macht, werden unter anderem Opiate ausgeschüttet - der Sportler fühlt sich entsprechend gut.

Wichtig für das körperliche und damit auch das seelische Wohlbefinden sind ebenfalls genügend Schlaf und eine gute Ernährung. «Eigentlich ist es banal», sagt Schellberg. Aber wer mindestens sieben Stunden pro Nacht schläft und sich gesund ernährt, fühle sich einfach besser als ein Mensch mit chronischem Schlafmangel und einem Kühlschrank voll mit Fertignahrung.

Literaturtipp: Wolf, Doris/Merkle, Rolf: Gefühle verstehen. Probleme bewältigen, PAL, 184 Seiten, 12,80 Euro, ISBN-13: 978-3-923614-18-9

(dpa)

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Quelle: Onmeda

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