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29. Januar 2016

Medizin : Neuer Einblick in Heilprozesse

 Von 
Modell des menschlichen Herzens.  Foto: Imago/Archiv

Würzburger Forscher entwickeln ein Verfahren, um die Zellen und Reparaturvorgänge nach einem Infarkt oder einer Entzündung abzubilden. Die Methode soll helfen, Herzerkrankungen genauer zu diagnostizieren.

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Wenn der Herzmuskel geschädigt wird, etwa durch eine Entzündung oder einen Infarkt, setzen Reparatur- und Heilungsprozesse ein. Wie diese genau ablaufen, war bislang unbekannt. Forschern des Deutschen Zentrums für Herzinsuffizienz (DZHI) und der Nuklearmedizin des Universitätsklinikums Würzburg gelang es jetzt, die Zellen abzubilden, die nach der Schädigung wichtige Funktionen einnehmen. „Wir möchten herausfinden, was nach der Schädigung des Herzmuskels mit und in dem Organ passiert. Denn bislang spekulieren wir noch, dass gestörte oder überschießende Prozesse zu einer dauerhaften Verschlechterung der Herzleistung und damit zur Herzinsuffizienz führen“, sagt Wolfgang Bauer, Leiter der Kardialen Magnetresonanztherapie und Klinischen Elektrophysiologie an der Uni Würzburg.

Der Grund, warum man beim Patienten so wenig über die Heilung nach Schädigung des Herzens weiß, liegt daran, dass es keine einfachen Verfahren gibt, die relevanten physiologischen Vorgänge zu erfassen. Blutwerte sind zu ungenau, Biopsien – also die Entnahme von kleinen Gewebestücken – sind für die Patienten zu belastend und es kann auch sein, dass man nicht das betroffene Areal findet oder trifft.

Die Würzburger Forscher nutzten nun nuklearmedizinische Verfahren in Kombination mit der Kernspintomographie, um die Zellen und Umbauvorgänge während der Entzündung im Herzen abzubilden. Unter anderem entwickelten sie mit einer radiochemischen Methode „molekulare Spürsonden“, die Entzündungszellen sichtbar machen, indem sie die Strukturen auf der Oberfläche von Immunzellen markieren. Das Ausmaß der Gewebeschädigung im Herzen wurde mit der Kernspintomographie dargestellt. Dabei kann man das Gewebewasser, das bei einer Entzündung vermehrt ist, oder abgestorbene Zellengruppen sehen.

Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass mit ihrer Methode Herzerkrankungen genauer diagnostiziert und dementsprechend schneller spezifisch behandelt werden können.

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